Am Ende hat die Wetterkerze alles richtig gemacht:

Kategorie: Veranstaltungen

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Bei bestem Wetter versammelten sich die Vereine Herrschings zum traditionellen Einzug ins Schlossgartenfest. Vorne weg: die Bürgermeister Christian Schiller und Tina Reich mitsamt Vertretern des Gemeinderates

Großartige Stimmung, riesiger Besucherandrang und immer besser werdendes Wetter beim Schlossgartenfest

„Am Anfang hat sie noch ein bisschen geschwächelt“ grinste Ludwig Darchinger fröhlich. „Aber dann hat sie sich so richtig ins Zeug gelegt!“
Gemeint ist die berühmte Wetterkerze. Seit vielen Jahren ein treuer Begleiter der großen Veranstaltungen von Ludwig Darchinger und seinem Verein D’Herrschinger. Ob Maibaum- oder Schlossgartenfest: meist ist die symbolbehaftete Kerze aus Altötting ein sicherer Garant für gutes Wetter. Dieses Jahr hatte man sich ein bisschen Sorgen gemacht, da die Maibaumfeier doch eine arg feuchte Angelegenheit gewesen war. Und auch diesmal musste die Traditionsleuchte erst ein bisschen in Schwung kommen, bis sie zuletzt zu voller Höchstform auflief.

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Immer mehr Menschen versammelten sich am Samstag beim Rathaus. Der Einzug aller Herrschinger Vereine zum Schlossgartenfest steht an und wie immer ist dieser große Zug ein erster Höhepunkt des so beliebten Festes. Die karierte Lederhosen-Tracht der Volleyballer, die blaue Masse der Handballer, kunstvolle Trachten der Jaudesbergler und feine Schärpen der Kolpingfamilie. Die großen Fahnen der Feuerwehr und des Bauerntheaters, der Cantilena-Chor mit neuen Shirts und die Wassersportler – diesmal ohne Ruderboot im Schlepptau. Eissportschützen, VDK, BRK, Gymnastik, Wildschütz’n, Gasthöfe und ganz vorne weg, direkt hinter der Blaskapelle: der Bürgermeister und Mitglieder des Gemeinderates. Rund 850 Teilnehmer zählte Ludwig Darchinger – wohl ein Rekord anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Veranstaltung. Viele Zuschauer am Straßenrand begleiteten das große Spektakel und schlossen sich im Anschluss gerne dem Zug an, um gemeinsam den Anstich von Bürgermeister Christian Schiller zu erleben und sich einen Platz auf den gutbesetzten Plätzen zu ergattern. Freigetränke am Eingang aber gab es nur für die Teilnehmer des Zuges – anlässlich des Jubiläums.
Und zu diesem Anlass hatte sich noch jemand mächtig ins Zeug gelegt: mit riesiger Torte marschierten Konditor Daniel Stahl und Helfer auf die Bühne. Obenauf kunstvoll die Szenerie des Schlossgartenfests verewigt. So groß, dass an diesem Nachmittag noch viele Besucher davon zehren konnten!

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… aber vielleicht nicht unbedingt geeignet für solche, die bald darauf zum Fischerstechen antraten. Ein nicht zu unterschätzender Wellengang machte den Lanzenträgern auf den Planken auch ohne Stupser zu schaffen und ein gutes Gleichgewichtsgefühl war hier unabdingbar. Ob sich diesmal aus diesem Grund erstmals eine Frau durchsetzen konnte?
Jedenfalls gewann Theresa Stark den Wettbewerb gegen ein starkes Teilnehmerfeld, das zuletzt auch gegen Regenschauer kämpfen musste.
Am Sonntag dann nochmal mehr Sonne – und nochmal mehr Wind. Den Gästen vollkommen egal, aber was bedeutete es für das Sautrogrennen? Bis kurz vor dem Startschuss runzelten Moderator Alexander Tropschug und seine Helfer eher sorgenvoll die Stirn. Auch das Setzen der Bojen klappte nicht, da das Boot dafür zu schnell mit Wasser volllief. Spontan sprangen Helfer der Wasserwacht ein und setzten – erstmals in der Geschichte der Sautrogrennen – die Bojen schwimmend. Absagen schien dann irgendwann eh nicht mehr möglich, säumte doch inzwischen gefühlt ganz Herrsching die Uferpromenade, um dem beliebten Spektakel beizuwohnen.
Es wurde ein spannender Wettkampf gegen Wellen und Gegner. Nicht wenige Tröge erreichten als U-Boote das Ziel – wenn sie denn überhaupt ankamen. Durchsetzen auf diesem Wellenritt konnte sich am Ende Team der Volleyballer mit Christopher Bennett und Julian Herborg.

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Sie führten den Festzug durch den Ort: die Blaskapelle Herrsching

Spannung und Spaß. Zusammenkommen und gute Getränke und Speisen genießen. Das 30. Schlossgartenfest war wieder eine großartige Veranstaltung für alle Herrschinger und Gäste von auswärts. Für die Veranstalter eine Heidenarbeit – und für die Wetterkerze eine Feuertaufe, die als bestanden gewertet werden darf. Denn schließlich ist sie ja ein Naturprodukt und keine LED-Leuchte.

Für Sie berichtete Barbara Geiling. 

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