Endlich wieder Blabla-Fest!

Kategorie: Veranstaltungen

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Die große Truppe der ExpressBrassBand brachte viel Stimmung zum (langen) Abschluss des Blabla-Festes im und vor dem Kurparkschloss

Viele Gäste, viel Musik und ganz viel gute Laune zum Revival des interkulturellen Zusammenkommens

„Passt so ein Fest in diese Zeit?“ Eine Zeit, in der Kriege herrschen und viele andere Krisen die Welt in Atem hält? „Ja es passt – und erst recht in Zeiten wie diesen“, betonte Claus Wecker, 1. Vorsitzender vom Verein „Wir schaffen das e.V“. Vor sieben Jahren wurde dieser Zusammenschluss gegründet – mit dem Ziel der Integration von Geflüchteten in unsere Gesellschaft und unser Leben. Nicht alleine die Hilfe bei Behördengängen, Arbeitssuche Computer- und Sprachkurse sollte im Zentrum stehen, sondern gerade auch der gegenseitige Austausch und die Suche nach Verbindenden. Und was schafft mehr Gemeinschaft als das gemeinsame Feiern? Mut und Kraft zu schöpfen durch dieses Blabla-Fest wünschte Claus Wecker allen Gästen und Mitwirkenden dieses Events, das im und vor dem Kurparkschloss stattfand.

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Wer von diesen beiden das letzte Wort behält? Scheint klar zu sein, ebenso wie ihr Einsatz für den Verein Wir schaffen das e.V. und die Geflüchteten in Herrsching. Silvana und Thomas Prosperi alias Faltsch Wagoni.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Kaminzimmer im Kurparkschloss, als Silvana und Thomas Prosperi das Fest eröffneten. Mit ihren so eigenen Wortspielereien, die hier wiederzugeben leider misslingen wird. Der oder die Frau, die da auf die (oder der?) Straße geht und die Handtasche – nein, in der Handtasche … „Die deutsche Sprache ist eine Falle für uns Ausländer“, meinte auch Hani Who – der aus Afghanistan stammende Comedian. Der mit dieser Sprache perfekt jonglieren kann und trotzdem noch immer eine Erklärung für den richtigen Gebrauch der drei Artikel sucht.
Den Auftakt der musikalischen Reise machte der Syrische Dießener Refaat mit Gesang und seiner Oud. Lieder aus seiner alten Heimat, deren Klänge und Rhythmus alle im Publikum mitnahmen. „Ich freue mich, euch wiederzusehen“, strahlte der Musiker in die Runde, der schon auf den vergangenen Festen mit seiner Musik begeistert hatte.
Von der Gruppe des Musikkurses „MyStage“ „ist leider nur einer übrig geblieben“, bedauerte Johannes Bauer und spielte gemeinsam mit Mohammed auf der Gitarre bekannte Ohrwürmer. Wegzug und Corona hat dieses Projekt, über das schon große Auftritte entstanden waren, über die zwei Jahre dezimiert. Aber: „dran bleiben lohnt sich“, meinte der Gitarrenlehrer grinsend auf den großen Applaus hin, die sie mit ihren Stücken erhielten.

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Und bevor es mit großen Andrang an das riesige Buffet ging, das im Hintergrund immer mehr Speisen aus aller Herren Welt aufnahm, beanspruchte Hani Who die Konzentration für sich. Seit 2010 in Deutschland nimmt der Comedian, Musiker und Student so ziemlich alles auf die Schippe, was ihm über den Weg läuft. Die Geschlechter und ihre Macken, die Spitzfindigkeiten der Religionen und einfach: die Geschichten, die ihm sein Alltag auftischt. Fühlte sich gut angekommen nach seiner Flucht, als es ihn nach Oberammergau verschlug und alle Leute lange Haare und Bärte trugen. Gut – nach den Passionsspielen sah das wieder anders aus, aber sei’s drum. Mit Humor lässt sich viel wegstecken und eigentlich müssten dies auch die Propheten schon erkannt haben. Damals. Denn auf die Frage, warum Frauen Kopfbedeckung tragen müssten lässt er Mohammed antworten: Keine Ahnung, das ist mir wirklich schleierhaft …

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Nach dem Buffet ging es draußen weiter mit viel Musik und noch mehr Leuten. Ludwig Himpsl & Abathar Kmash spielten zusammen, als würden sie es schon immer tun – und feiern doch hier Premiere? Die große Band ExpressBrassBand (mit Ludwig Himpsl als spontan eingesprungenen Drummer) spielte bis in den dunklen Abend hinein ihren unverwechselbaren Sound aus einem Mix von Jazz, Soul, Afrobeat …
„Macht so weiter“, dankte Hans-Hermann Weinen im Namen der Gemeinde dem Verein für seine wertvolle Arbeit hier in der Gemeinde. Eine Arbeit, die normal nicht im Rampenlicht stattfände, aber viel für das Zusammenleben, die Vielfalt und Weltoffenheit in Herrsching beiträgt.

Für Sie berichtete Barbara Geiling.

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