Faire Wochen in Herrsching

Kategorie: Aktuelles

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Die Steuerungsgruppe „Fair Trade“ organisierte die Aktionstage in Herrsching: Bürgermeister Christian Schiller, Susanne Hänel, Robert Althammer und Gemeinderätin Christiane Gruber.

Mit verschiedenen Aktionen beteiligte sich die Gemeinde an den bundesweiten „Fairen Wochen“

Vom 16. bis 30. September fanden unter dem Motto „Fair steht dir“ auch in Herrsching zwei „Faire Wochen“ statt. Bei einem Pressegespräch stellten die Organisatoren gemeinsam mit Christian Schiller das Programm vor.
„Seit 2010 sind wir als Fair-Trade Gemeinde anerkannt. Wir waren damals die erste zertifizierte Gemeinde im Landkreis Starnberg. Anfangs wurden wir belächelt, dann aber haben einige Kommunen nachgezogen“, verkündete der Bürgermeister.
Die Organisation übernimmt die Steuerungsgruppe, in der Gemeinderäte, Verwaltung sowie Vertreter aus Kirchen, Schulen, Vereine und Wirtschaft mitwirken.

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Mit der Ausstellung „Fairer Handel in Bayern“ im Café Konturwerk wurden die Grundprinzipien des Fairen Handels wie Siegel, Zeichen und Marken sowie faire Städtekaffees und Schokoladen vorgestellt. Begleitend bot das Café fairen Kaffee und fair gehandelte Produkte an.
In der Christian-Morgenstern-Volksschule fand die Ausstellung „Aktiv gegen Kinderarbeit“ statt. Verschiedene Tafeln informierten umfassend zum Thema. Passend dazu wurde im Hort des Katholischen Kinderzentrums ein „Parcours/Stationenweg Kinderarbeit“ aufgebaut. Hier bekamen Schüler die Gelegenheit, spielerisch unterschiedliche Arbeiten auszuprobieren, darunter Tee ausschenken oder Streichhölzer einpacken. „Wir wollten zeigen, dass es kein Spaß für Kinder ist, diese Arbeiten acht Stunden täglich machen zu müssen“, sagte Susanne Hänel, Fachberaterin im Landkreis für Grund- und Mittelschulen. Innerhalb des Unterrichts gab es mit „17 Tage -17 Ziele, wir packen es an“ Projekttage, an denen 17 Nachhaltigkeitsziele formuliert wurden, darunter Geschlechtergerechtigkeit, Ungleichheiten bekämpfen und Hunger beenden.

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Ein Highlight der Veranstaltung nannte Gemeinderatsmitglied Christiane Gruber den Kurzfilm zu Kinderarbeit in der Lederindustrie. Gezeigt wurde er bei der Indienhilfe in der Luitpoldstraße . Dem 25-minütigen Film über Rodys Arbeit in einer Lederfabrik folgte im Anschluss ein Gespräch mit einem Betroffenen, der vom 7. bis 11. Lebensjahr auf der Flucht vor den Mudschaheddin in Pakistan war und in der Ukraine Kinderarbeit leisten musste.
Der Weltladen in der alten Schule bot mit der Aktion „legal & lecker“ ein vielfältiges Produktangebot aus mafia-freiem Fairen Handel. „Fair essen in Herrsching“ konnte man im Restaurant Seespitz: Mindestens ein Gericht auf der Karte wurde mit zertifizierten Zutaten aus „mafiabefreiten“ Gebieten Süditaliens zubereitet.
Am Ende bedankte sich Christian Schiller bei den Organisatoren: „Fair-Trade bedeutet immer wieder das Bewusstsein zu stärken in der Hoffnung, dass die Welt ein bisschen besser wird.“

Für Sie berichtete Nicole Burk.

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