Ein Haus für die Jugend

Kategorie: Veranstaltungen

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Beim Sommerfest zum Jubiläum gab es Gegrilltes und gute Laune (Von links): Christian Kreilkamp, Gemeindejugendpfleger, Aaron Fricke, Jugendbeirat, Jan Pleines, Streetworker, Julia Schmidbauer, Sozialpädagogin, Christian Schiller und Luca Fischäß, Jugendbeirat

Seit zehn Jahren gibt es das „Stellwerk“ an seinem Standort am Bahnübergang. Zum Jubiläum gab es ein Grillfest.

Wenn Christian Kreilkamp von seiner Arbeit spricht, strahlt er über das ganze Gesicht. Als Jugendpfleger der Gemeinde übernimmt er mit seinem Team das Angebot der Offenen Kinder-und Jugendarbeit (OKJA) sowie die Funktion der Gemeindejugendpflege in Herrsching. Mittelpunkt der gemeindlichen Jugendarbeit ist das „Stellwerk“ – Haus der Jugend, ein offenes Begegnungszentrum und Anlaufstelle für alle jungen Menschen zwischen 12 und 21 Jahren.
Dass seit 2012 ein ganzes Haus für die Jugendarbeit zu Verfügung steht, hätte damals keiner gedacht. Ursprünglich war die Offene Jugendpflege in den Räumlichkeiten der jetzigen Indienhilfe in der alten Schule untergebracht.
Zum zehnjährigen Jubiläum gab es ein lockeres Grillfest im Garten. Zwischen 15 und 22 Uhr konnten sich Freunde, regelmäßige Besucher und alle Interessierten bei Speis und Trank umsehen, informieren und chillen.

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Das blaue „Stellwerk“ Haus am Bahnübergang steht seit zehn Jahren Kindern und Jugendlichen zur Verfügung

Freiräume für junge Menschen

„Wir sind ein offenes Haus mit offenen Räumen, in denen sich junge Menschen entfalten können“, sagt Christian Kreilkamp. Wichtig sei vor allem Offenheit, Freiwilligkeit und Partizipation. Das Angebotsspektrum reicht vom Offenen Betrieb bis hin zu spontanen Aktivitäten. Besonders das gemeinsame Kochen nimmt einen hohen Stellenwert ein. „Beim Einkaufen und anschließender Zubereitung geschieht Beziehung“, weiß der Stellwerker. „Kochen verbindet, es funktioniert.“
Die Beziehungsarbeit ist vor allem nach Corona wichtiger denn je: Was früher selbstverständlich war, muss sich erst wieder neu einspielen. Nach der zweijährigen Schließzeit hatten viele junge Menschen Schwierigkeiten. „Wir haben ein offenes Ohr für alles“, erzählt Kreilkamp. Das können Fragen zur Schule oder Ausbildung sein, Schwierigkeiten mit Freunden oder in der Familie, aber auch die Unterstützung bei der Planung und Umsetzung eigener Ideen. Darüber hinaus gibt es ein gutes Netzwerk zu Beratungsstellen in Gemeinde und Landkreis.

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Neben der Beziehungsarbeit sind auch Einzelfallhilfe und Gruppenseminare wie Bewerbungstraining und Hausaufgabenhilfe wichtige Faktoren der Arbeit im Stellwerk. Am Wichtigsten aber ist es, jungen Menschen Freiräume zu geben und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, betont Kreilkamp. Mit dem Stellwerk wird jungen Menschen sogar ein ganzes Haus zur Verfügung gestellt: Der Garten, das große Jugendcafé, die Gruppenräume und der Medienraum. „Es ist hier wie in einer großen Familie. Manchmal reibt man sich, dann versöhnt man sich wieder.“

Für Sie berichtete Nicole Burk.

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