Die Bürgergemeinschaft Herrsching bleibt auf Kurs

Kategorie: Politik

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Ein bewährtes Team mit frischem Neuzugang möchte die Bürgergemeinschaft Herrsching weiter auf Kurs halten: Christiane Gruber (Schriftführerin), Günter Agel (1. Vorsitzender) und Larissa Lins (Schatzmeisterin). Nicht im Bild: Stellvertreterin Ilka Weckelmann.

Ein wiedergewählter Vorstand mit Neuzugang und zufriedene Mitglieder wollen an ihrer Politik festhalten

„Nächstes Mal also der Rittersaal!“ Vorstand Günter Agel blickt zufrieden auf die dichtgedrängte Runde von BGH-Mitgliedern und Gästen, die sich anlässlich der Mitgliederversammlung im Stüberl versammelt hat. Nach so vielen virtuellen Treffen war man augenscheinlich froh darüber, wieder live zusammenzukommen – und dementsprechend voll war der gewählte Treffpunkt. Neben den turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstands standen Rückblick und die Vorbereitung der nächsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Ein Prozedere, über das in der der Gruppe große Einigkeit herrscht, um so mit Hilfe der vier Gemeinderatsmitglieder die Ideen und den politischen Kurs aller Mitglieder in das Gremium zu tragen.

Zu Beginn der Sitzung gab Günter Agel eine kompakte Rückschau über die Schwerpunktthemen der vergangenen Monate, die u.a. auch in den Gemeinderatssitzungen behandelt wurden. Für Leo Gruber z.B. ein sehr wichtiges Anliegen: die Neugestaltung der Grünordnung. Über vier Anträge der BGH sei im Rat bislang positiv abgestimmt worden – weitere warten auf Umsetzung.
Ein Kernthema der Fraktion auch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Wo wäre grundsätzlich Platz dafür und was ist machbar? Noch sei diese wichtige Aufgabe ausstehend, bedauerte Rainer Guggenberger. „Aber wir werden nicht aufgeben und mit langem Atem dranbleiben!“

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Für die Gestaltung des Bahnhofgeländes hatte die BGH erst im vergangenen Monat erneut eine Bürgerbefragung vor Ort organisiert. Welche Ideen gibt es seitens der Bürger, was wird – außerhalb der Erhaltung von Klaus Vetters Diensten am Schalter, wie Christiane Gruber grinsend einschob – für dieses Gelände gewünscht? Rainer Guggenberger betonte den hohen Stellenwert dieser Überplanung, ginge es doch um das letzte gestaltbare Gelände im Ort. Christiane Gruber informierte darüber, dass dieses Thema im Januar kommenden Jahres auf die Tagesordnung käme.
Nach dem Rückblick ging es an die Neuwahlen. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig und fast alle Kandidaten wurden in ihrem Amt bestätigt. Alleine Schatzmeister Gerhard Hundham wollte nicht mehr antreten und seine Nachfolge übernimmt nun Larissa Lins. Alle 14 anwesenden Mitglieder stimmten für die Architektin, die sich seit 3 Jahren in der BGH engagiert. Einstimmig bestätigt in ihren Ämtern wurden Günter Agel als 1. Vorstand, Ilka Weckelmann zur Stellvertreterin und Christiane Gruber als Schriftführerin.

Die Gemeinderätin gab dann auch im Folgenden einen Überblick über die Tagesordnung der kommenden Sitzung. Wichtiger Tagesordnungspunkt wird ihr gemeinsam mit FDP und SPD gestellter Antrag sein, das Containerdorfes länger zu nutzen. Aktuell ist ein Ende der Siedlung für 2023 geplant und die BGH wünscht sich eine Weiternutzung zumindest bis Ende 2024. Bis dahin sei noch nicht mit einem Baubeginn der neuen Klinik zu rechnen und Christine Hollacher betonte, dass der Landkreis nur froh über eine Verlängerung sein könne. Die Container sind auf 10 Jahre finanziert und mit einer kürzeren Nutzung verzichte man auf Mieteinnahmen seitens der Regierung. Der Landrat sähe eine Verlängerung ebenfalls positiv. Außerdem müsse man an die dort lebenden Familien denken. Viele leben seit 6 oder mehr Jahren im Ort und sind gut integriert. „Wenn sie wegziehen müssen, macht man ganz viel Integrationsarbeit kaputt“, unterstrich sie – und Christiane Gruber fügte die Hoffnung hinzu, dass es in der Vorweihnachtszeit doch eine gute Idee sei, christliche Werte zu zeigen.

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In der letzten Sitzung hatte der Bürgermeister eine Wiederaufnahme dieses Antrags angelehnt, da kein neuer Sachverhalt bestehe. „Dies aber stimmt nicht“ betonte die Gemeinderätin. Mit dem „Krieg in der Ukraine ist ein neuer Sachstand eingetreten“ und es wäre falsch, eine bestehende Unterkunft in Zeiten aufzulösen, in der die Regierung nicht wisse, wohin mit den Geflüchteten.
Zuletzt berichteten die Gemeinderatsmitglieder noch von der Klausurtagung. Ein insgesamt positives Feedback prägte das intensive Wochenende, in dem u.a. der Flächennutzungsplan wichtiges Thema war. Als „riesiges Bettlaken, das mit Tesa zusammengehalten wird“ charakterisierte Claudia von Hirschfeld den Status Quo. Dämpfte aber zugleich die Hoffnung auf rasche Digitalisierung, da dies mit enormen Kosten verbunden sei. Trotzdem sei es wichtig, neue Zielvorgaben und Leitfäden für dieses wichtige Instrument der Ortsentwicklung anzugehen.

Bürgerbeteiligung und regelmäßige Treffen der Bürgergemeinschaft, um so einen breiten Konsens über die Inputs finden, mit denen die vier Gemeinderatsmitglieder in diesem Gremium arbeiten – und umgekehrt gut über die Beschlüsse im Gemeinderat informiert zu werden: ein Format, an dem die BGH übereinstimmend festhalten will.

Für Sie berichtete Barbara Geiling.

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