Ein Leuchtfeuer gegen die Gewalt gegen Frauen und Mädchen

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Von den Niagarafällen bis zum Herrschinger Rathaus erstrahlten weltweit zahlreiche Bauwerke und Landschaften in der Signalfarbe Orange als Weckruf gegen die Gewalt an Frauen. In Herrsching initiiert von den Organisationen ZONTA Club Fünf –Seen-Land, Frauen helfen Frauen und Inner Wheel. V.l.: Elke Straubinger, Eva Schreiner, Stefanie Erich, Christian Schiller, Dr. Claudia Waizenhöfer, Claudia Sroka und Ursel Wrede

Herrsching beteiligt sich an weltweiter Lichtaktion

In einem leuchtend orangenen Licht erstrahlt das Herrschinger Rathaus an diesem 25. November, dem internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen. Es gäbe viele Aktionstage, an denen die Gemeinde teilnehmen könne, meinte Bürgermeister Christian Schiller. Dieser Anlass sei ihm persönlich ein sehr großes Anliegen und er dankte den Vertretern vom ZONTA Club Fünf –Seen-Land für die Organisation. „Schade, dass es diesen Tag noch geben muss“ betonte er. Dass die Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen noch immer ein so großes Problem unserer Gesellschaft ist.
„Jede 3. Frau in Europa hat körperliche und/oder sexuelle Gewalt in ihrem Leben erfahren“, zitierte Dr. Claudia Waizenhöfer vom ZONTA Club Fünf –Seen-Land eine Erhebung. „Und jede fünfte Frau hat diese Gewalt in der Partnerschaft erlebt.“ Bleibt hinzuzufügen, dass jeden 3. Tag eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt stirbt.

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Es sind Zahlen, die erschrecken und die in den letzten Jahren – trotz Verbesserung der rechtlichen und politischen Grundlagen – sich nicht zum Besseren gewendet haben. „Und darum lohnt es sich hier zu stehen“, ruft Claudia Waizenhöfer den Umstehenden vor dem Rathaus zu. Mit dabei sind Vertreter des Vereins „Frauen helfen Frauen“ die tagtäglich in ihrer Arbeit mit dieser Problematik konfrontiert werden. Auch der Inner Wheel Club ist dieses Jahr zum 1. Mal vor Ort – mitsamt einer großzügigen Spende an den Verein.

Drei Organisationen, die sich für die Rechte der Frauen einsetzen. Rechte, die u.a. mit der Istanbul-Konvention eine völkerrechtliche Grundlage erhalten haben, die 2014 in Kraft trat. Eine Konvention, aus der die Türkei im vergangenen Jahr wieder austrat betonte Barbara Devin von ZONTA – und die nur Erfolg hat, wenn man, sprich die Zivilgesellschaft, für sie eintritt.
Die Ursachen der Gewalt gegenüber Frauen mögen unterschiedliche Ursachen haben. Seien es tradierte Rollenbilder, das Streben nach Dominanz oder andere Hintergründe. Eine Rechtfertigung für die Unterdrückung und Gewalt an Frauen keinesfalls, betonte Claudia Waizenhöfer – und schloss ihren Aufruf mit einem Zitat von Joachim Gauck: Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau sind ein wichtiger Seismograph für den Zustand einer freien und demokratischen Gesellschaft geworden.“

Für Sie berichtete Barbara Geiling.

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