„FülleVollerFühleFarben“ – Oder wenn sich Gefühle in Farben verwandeln

Kategorie: Veranstaltungen

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Sie alle hatten maßgeblichen Anteil an dieser Vernissage der Krimiautorin Rita Falk, die in der Malerei einen Ausgleich zur Schreibarbeit suchte, ein Ventil für ihre Gefühle – und mit ihren Werken auf großen Anklang stieß.
V.l.: Sabine Thomas, Ulrich von Weidenbach, Rita Falk, Christian Schiller und Hans Jürgen Stockerl

Krimiautorin Rita Falk eröffnet ihre erste Bilderausstellung in der Galerie von Ulrich von Weidenbach

„Ich brauchte ein neues Hobby.“ Ja, so leicht kann es anscheinend sein, eine neue Karriere zu starten. Zumindest bei Rita Falk, der das Hobby Schreiben durch den riesigen Erfolg ihrer Eberhofer-Krimis quasi genommen – und plötzlich zum Beruf wurde. Und der, just in diesen Tagen, als die Erkenntnis sich darüber festigte, ein Schaufenster voller Farbtuben ins Blickfeld geriet. „Quasi angeschrien haben mich die Farben“, erinnert sich die Autorin grinsend: „Nehmt mich mit!“ Vom Blickfeld also hinein in den Einkaufskorb und von hier aus alsbald auf die Leinwand.
Ende der Geschichte? Nein, denn dazu hat auch diese Episode zu viele Kapitel – und würde Künstlerin, Galerist, der Veranstalterin Sabine Thomas und vielen anderen nicht gerecht werden!

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Wer damals dem letzten Jahresempfang 2020 der Gemeinde vor Corona beiwohnte, wird ihn wohl noch immer in lebhafter Erinnerung haben. Mit Gästen wie Jonas Kaufmann, Judith Williams und eben einer Rita Falk. Die hier von ihrem neuen Hobby, der Malerei, erzählte und im Gespräch mit Kulturreferent Hans-Hermann Weinen, Bürgermeister Christian Schiller und Kulturvereinsvorsitzenden Heinz Hellerer die Idee einer Ausstellung in Herrsching entstand.
An einem anderen Strang dieser Geschichte traf die Leiterin des Münchner Krimifestivals, Autorin und gute Freundin Rita Falks – Sabine Thomas – durch Christian Schiller auf Ulrich von Weidenbach, der eine kleine aber feine kleine Galerie in Herrsching betreibt. Ein liebgewonnenes Hobby, so wie auch die Jagd mitsamt einem köstlichen Rezept für Rehragout in der Küchenschublade. Ja, und an dieser Stelle kreuzen sich allmählich die Wege von den Hauptprotagonisten. Sabine Thomas erkennt in Ulrich von Weidenbachs Galerie „Carosa“ den perfekten Ausstellungsort der Bilder von Rita Falk. Diese ist so begeistert vom Rehragout des Galeristen, dass dieses Rezept Eingang in ihren aktuellen Krimi bekommt – und: der Termin für die Vernissage steht!

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Mit großer Freude begrüßte Bürgermeister Christian Schiller die vielen Gäste zu dieser ganz besonderen Vernissage, die ihren Anfang auf dem Jahresempfang der Gemeinde gefunden hatte

Rita Falk selber erscheint erst kurz vor Beginn der feierlichen Eröffnung und man sieht ihr die Belastung der vergangenen 2 Wochen an. 100 Kinosäle in 35 Städten standen auf dem Programm um den Start von „Guglhupfgeschwader“ zu begleiten. Viele Kilometer, viele Eindrücke, viele Menschen, viel Emotionalität – und am Ende leider keine Zeit, diese Ausstellung selber zu organisieren. Ein „Leider“, das sich am Ende als unbedeutend erweist, zeigt sich die Künstlerin hier so begeistert von der Arbeit ihrer Freundin Sabine Thomas und Ulrich von Weidenbachs. Sabine Thomas freut sich sichtlich über dieses Lob, denn „nie hätte ich gedacht, dass es so viel Arbeit ist, die Bilder richtig zu arrangieren“! 72 Bilder galt es ins richtige Licht zu rücken, thematisch zu ordnen – oder doch lieber nach Farben? „Normalerweise organisiere ich Krimifestivals oder Lesungen“, lacht sie fröhlich. „Eine ganz andere Sache!“
Doch bevor der Hausherr die Jalousien zu den Bildern eröffnet kommen erst noch eine Reihe der Gäste zu Wort.

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Die Veranstalterin Sabine Thomas, die sich bei den vielen Helfern bedankt, ohne die solche Events einfach nicht funktionieren. Christian Schiller, der sich offensichtlich freut, dass die spontane Idee des Jahresempfangs Wirklichkeit wurde und noch dazu in einem solch bunten und gutgelaunten Ambiente, wie hier in dem sonnigen Herrschinger Garten. Uli von Weidenbach, der seine Laudatio in ein Kreuzverhör umwandelt und damit der Malerin die ein oder andere Anekdote herauskitzelt. Und natürlich Rita Falk selber, die mit ihrem so eigenen Humor erzählt, wie sie zur Malerei kam und schließlich von einem (anwesenden!) Fotografen den Stupser bekam, sich mit den Werken an die Öffentlichkeit zu trauen. Von ihren oft nächtlichen Mal-Sessions berichtet, in denen sie ihre Stimmungen und Gefühle auf die Leinwand bringt. „Pinsel und Seele sind bei mir miteinander verwachsen“, erklärt sie ihre Technik und oft genug ist es also auch für sie spannend, was am Ende dabei herauskommt.

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Dieses Bild von Rita Falk erwarben Bürgermeister Christian Schiller und Kulturreferent Hans-Hermann Weinen spontan für die Gemeinde

Und mit zunehmender Spannung erwarteten mittlerweile die über 100 Gäste auf die Eröffnung der Ausstellung. Farbenfrohe Werke erwarten sie hier, nur selten figürlich. Ineinander verwobene Farbübergänge, ergänzt durch kräftige Pinselstriche, die viel Phantasie zulassen und doch zum Interpretieren einladen. Fast automatisch versucht man, die jeweiligen Stimmungen der Künstlerin zu erahnen und genießt am Ende doch einfach die Verschiedenartigkeit der Bilder. Ein sanft in Orange gehaltenes Bild könnte sehr gut den Sonnenuntergang über dem Ammersee darstellen. Mit Schiff und der grünen Moränenlandschaft dahinter?
Bürgermeister Christian Schiller und Kulturreferent Hans-Hermann Weinen einigten sich jedenfalls spontan darauf, dieses Werk für die Gemeinde zu erwerben.
Und für Rita Falk könnte sich bald ein neues Problem auftun: Welches Hobby wählen, wenn sie auch mit der Malerei (zu) viel Erfolg hat?

Für Sie berichtete Barbara Geiling.

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