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Wie viel Abstand ist beim Überholvorgang vorgeschrieben? Der ADFC organisiert eine Poolnudel-Fahrt durch Herrsching

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 22. Juli 2019

Eigentlich war es ein lustiger Anblick, wie sich da etwa 30 Radler mit den wabbeligen Schwimmnudeln aus Schaumstoff versorgten und diese irgendwie an ihr Fahrrad montierten. Glücklich da, wer einen Gepäckträger hatte! Alle anderen mussten die Nudeln am Lenker oder Sattelstange etwas mühevoller verknoten. Und doch ging es ja bei dieser Aktion weder um lustig noch besonders ausgefeilten Ingenieurskünsten. Ziel war es vielmehr, den Autofahrern zu zeigen, welcher Mindestabstand beim Überholvorgang vorgeschrieben ist und damit dem Radfahrer die notwendige Sicherheit gewährt.

 

 

„Viele Autofahrer wissen gar nicht, dass es diesen vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 Metern beim Überholvorgang gibt" meint Thomas Allner-Kiehling, Ortsvorsitzender des ADFC Herrsching. Mit Aktionen wie diesen, die er gemeinsam mit Werner Odemer von der SPD organisiert hat, wollen er und seine Mitstreiter die Menschen hier aufklären und ins Gespräch kommen. Er weiß, dass es für ein Miteinander auf den Straßen einer gegenseitigen Rücksichtnahme bedarf. „Ich bin selber Autofahrer" betont Thomas Allner-Kiehling. Aber die aktuelle Situation im Ort und Umfeld ist für ihn trotz der Maßnahmen des Verkehrskonzepts noch lange nicht befriedigend. „Wir wollen die beste Praxis für alle Verkehrsteilnehmer in Herrsching" erklärt der Vorsitzende und dazu gehört für den ADFC ein gut gesichertes Alltagswegenetz mit möglichst direkten und durchgehenden Radwegen.

Poolnudelfahrt 2

Der ADFC Herrsching (vorne im Bild der Vorsitzende Thomas Allner-Kiehling) organisierte gemeinsam mit der SPD eine Poolnudel-Radlfahrt, um damit auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand beim Überholen hinzuweisen

Für den Herbst ist zum gleichen Thema eine Podiumsdiskussion geplant, in der Bürgermeisterkandidaten u.a. zur Diskussion über die Situation in Herrsching geladen werden. Wie sie den Ausbau des Radwegenetzes beurteilen, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und alles was zu einem verkehrsberuhigten Ort dazugehört.
2018 hat die Gemeinde am Klimatest des ADFC teilgenommen und dabei mit der Schulnote 4,1 abgeschnitten. Platz 139 von 186 teilnehmenden Orten ähnlicher Größe ist für Thomas Allner-Kiehling kein Ergebnis, mit dem er sich zufrieden stellt – auch, wenn sich in den letzten Jahren einiges bewegt hat, wie Werner Odemer betont. Die Abstellmöglichkeiten am Bahnhof, die Schutzstreifen, der geplante Radweg in Breibrunn zum Sportplatz und dann sogar weiter bis nach Herrsching. Es tut sich was für die schwächeren Verkehrsteilnehmer auf den Straßen – und ADFC/SPD werden dafür sorgen, dass es stetig voran geht. „Vielleicht mit Hilfe eines Radentscheides nach dem Münchner Modell" überlegt Thomas Allner-Kiehling schon weiter.

Für Sie berichtete Barbara Geiling

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