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„Die Gemeinde und ich, das könnte gut passen"

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 05. Mai 2020

Pfarrer Ulrich Haberl vervollständigt Team der evangelischen Gemeinde in Herrsching

Die Entscheidung ist gefallen: Ulrich Haberl wird neuer Pfarrer an der Evangelischen Erlöserkirche in Herrsching. Er folgt auf Pfarrerin Angela Smart, deren Stelle seit November 2019 vakant ist. Eine Pfarrei am Ammersee kann sich der gebürtige Münchner schon lange gut vorstellen – begann seine berufliche Laufbahn Ende der 1980er doch in Grafrath. Jetzt kehrt er zurück. Zusammen mit seiner Frau, die ebenso Pfarrerin ist, wird er in das Pfarrhaus an der Rudolf-Hanauer-Straße ziehen.

 

200504 Pfarrer Ulrich HaberlKommt von München-Neuhausen nach Herrsching: Der neue evangelische Pfarrer Ulrich Haberl. Foto: Evangelische Kirche

"Eine atemberaubend schöne Lage", kommt Ulrich Haberl ins Schwärmen, wenn er an seinen zukünftigen Dienstort denkt. Besonders freut er sich auf die Zusammenarbeit im Kollegenteam, derzeit bestehend aus den Pfarrerinnen Susanne Parche und Katrin Hussmann sowie Vikarin Inga Mrozek und Diakon Hans-Hermann Weinen. „Mir ist es ganz wichtig im Team zu arbeiten, um sich gegenseitig zu inspirieren und zu stärken", sagt Haberl. Nach einem eingehenden Informationsgespräch mit Pfarrerin Parche hatte er das Gefühl: „Die Gemeinde und ich, das könnte gut passen."

Seit 15 Jahren ist Ulrich Haberl geschäftsführender Pfarrer an der Christuskirche in München-Neuhausen, der mit fast 9.000 Mitgliedern größten evangelischen Kirchengemeinde der Landeshauptstadt. Seinem neuen Posten in Herrsching gewinnt der 58-Jährige nun wegen der „Überschaubarkeit des Ortes, den kurzen Wege und dem direkten Kontakt zu den Gemeindemitgliedern" viel Positives ab. Es sei die besondere Herausforderung eines Pfarrers, mit anderen gemeinsam etwas gestalten zu dürfen. So sieht er mit Freude der Zusammenarbeit mit einem fröhlichen und engagierten Kirchenvorstand entgegen.

Seelsorger Haberl hat ein Faible für Kunst und Kultur. Pfarrer zu sein bedeute für ihn, zugleich einen künstlerischen Beruf zu haben: „Beim Gottesdienst gehen der Kirchenraum mit den Gedanken, der Sprache, Musik und dem Gesang sowie den theatralischen Elementen eine besondere Verbindung ein. Das ist ein großes Pfund, das wir da haben!" Die Kirchenmusik sei ein zentrales Element, „das zum Gelingen eines gemeinschaftlichen Gottesdienstes beiträgt", ist er überzeugt. Deshalb freut er sich schon auf die Begegnung mit den Kirchenmusikern und der Kantorei der evangelischen Kirche. Neugierig ist er ebenso auf seinen Kollegen von der katholischen Gemeinde, denn gelebte Ökumene gebe dem Glauben eine größere Bedeutung. Haberl ist sicher: „Gemeinsames Auftreten verleiht uns eine breitere Strahlkraft".

Schließlich hat Pfarrer Haberl als Vater von drei erwachsenen Kindern nicht nur Teamgeist, sondern offensichtlich auch Sinn für Humor. Auf der Internetseite der Münchner Christuskirche veröffentlicht er sowohl kurze Videos mit einem Gedanken zum Tag als auch seine Narrenpredigt, die er alljährlich am Faschingssonntag hält. „Wie Zentnerlast fällt´s mir vom Herzen. Heut' kann ich hemmungslos rumscherzen, kann Gott, den Herrn dort droben, loben, mit Possen und närrischem Toben", begann seine diesjährige Narretei. Die Kirchgänger im evangelischen Gemeindegebiet am Ostufer des Ammersees dürften sich also auf manche Neuerungen und eine Menge Heiterkeit freuen. Ein bisschen müssen Herrsching und der neue Pfarrer jedoch noch aufeinander warten. Dienstantritt ist am 1. September.

Für Sie berichtete Petra Schmieder.

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