lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo echinger-echo neufahrner-echo haarer-echo mooskurier

Willy Meyerhöfer erhält für seine energetische Generalsanierung den Bürgerenergiepreis Oberbayern

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 28. August 2020

Alleine „der richtig große Bahnhof, der hier geboten würde“ – mit Vertretern der Regierung aus kommunaler, Kreis- Bezirks und Landtagsebene mitsamt Presse und TV – mache die Leistung von Willy Meyerhöfer deutlich, betonte Christian Schiller in seiner Ansprache. Und wirklich tummelten sich eine ganze Reihe auserwählter Persönlichkeiten in dem kleinen Garten in Breitbrunn. Wo ein Haus steht, das man so nicht alle Tage sieht. In dem viele kleine und größere Maßnahmen dazu beitragen, dass so gut wie keine fossilen Energieträger mehr benötigt werden. Das Besondere daran: Hier handelt es sich nicht etwa um einen Neubau, sondern es wurde vor 40 Jahren als kleine Ferienbaracke gekauft. Und erst nach und nach mit bezahlbaren und gut nachzuvollziehenden Änderungen auf den Stand gebracht, den Willy Meyerhöfer heute nicht ohne Stolz gerne anderen Menschen präsentiert. Ein Zusammenspiel verschiedener Energiequellen, die in das bestehende System integriert wurden. Und ein Vorzeigeprojekt, das aufzeigt, was jeder einzelne dazu beitragen kann, um die Energiewende hier bei uns voranzubringen.

 

„Mit dem Bürgerenergiepreis möchten wir vorbildliche Projekte wie diese belohnen und gleichzeitig auf sie aufmerksam machen“, erklärt Karl Krapf von den Bayernwerken den Hintergrund dieses Preises. „Denn Klima und Energie bleiben trotz Corona unser wichtigstes Thema!“
Der Preis wird in diesem Jahr zum 3. Mal vergeben und ist ein Gemeinschaftswerk von den Bayernwerken und der Regierung von Oberbayern. „Eine Symbiose, die zu wertvollen Einblicken in die Praxis verhilft“, wie die Regierungspräsidentin von Oberbayern, Maria Els, betont. Über 30 Bewerbungen waren für den Bürgerenergiepreis eingegangen, bis eine unabhängige Jury daraus 2 Schulen und das Werk von Willy Meyerhöfer prämierte. „Ein Leuchtturmprojekt“, hob die Regierungspräsidentin hervor, „das in jahrzehntelanger Arbeit durch die Kombination verschiedener Quellen so umgerüstet wurde, dass es mittlerweile auf fossile Brennstoffe verzichten kann.“
Selber Initiative zu ergreifen statt auf die Vorgabe von Normen zu warten, sei der richtige Weg – „und Sie lassen Menschen daran teilhaben und geben Ihnen so die Impulse, die sie brauchen!“
Genau das richtige Projekt also, das diesen Preis verdiene, beendete sie ihren Glückwunsch – dem sich in Folge auch Landrat Stefan Frey, Bürgermeister Christian Schiller, Kreistagsabgeordnete Martina Neubauer und die Landtagsabgeordnete der Grünen, Katharina Schulze, anschlossen.
So meinte Stefan Frey, dass er stolz darauf sei, so ein Vorzeigeobjekt in seinem Landkreis zu haben. Er schlug vor, die Besichtigung des Hauses auch Schulklassen anzubieten, denn die Jugend hätte durchaus Recht mit ihrem Vorwurf, dass wir schuld daran seien, „wenn die Umwelt den Bach runter geht“.
Christian Schiller fügte hinzu, dass Willy Meyerhöfer mit den Sanierungsarbeiten an seinem Haus der Gemeinde aufgezeigt hätte, wo Handlungsbedarf ist und wo auch Förderprogramme angepasst werden müssen.

Energiepreis 1

„Mein Impuls – unsere Zukunft“ steht auf der Urkunde des Bürgerenergiepreises Oberbayern, den Regierung und Bayernwerke in Zusammenarbeit initiiert haben und hier an Willy & Gudrun Meyerhöfer für ihre vorbildliche Sanierung des Hauses überreichten. V.l.: Maria Els, Christian Schiller, Willy Meyerhöfer, Katharina Schulze, Gudrun Meyerhöfer, Martina Neubauer, Stefan Fry und Karl Krapf

 

Anpassungsbedarf bestünde auch noch am Haus des Bürgermeisters, hielt der Preisträger grinsend dagegen. Hier sei durchaus noch mehr Potential für eine bessere Nutzung regenerativer Energiequellen, betonte er.
Willy Meyerhöfer zeigte sich sehr dankbar und ein bisschen überwältigt von dem Preis und dem damit einhergehenden Rummel um seine Person. Das wichtigste für ihn: „Wenn jeder etwas macht, ist schon viel gewonnen.“ Das sollte in den Köpfen eines jeden Einzelnen ankommen, ist sein Appell. „Denn hier im Landkreis liegt es nicht am Geld, sondern an der Überzeugung.“ Er wies in dem Zusammenhang auch auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft hin, für die Gerd Mulert vor Ort war. Viele der dort vorgeschlagenen Maßnahmen könne man bei ihm in der Praxis erleben.

„So was von verdient“ habe er den Preis, beendete Katharina Schulze die Glückwunsch-Runde. „Wir Grünen sind super stolz auf dich, der du uns immer mit Rat und Tat und voller Energie zur Seite stehst!“ Willy Meyerhöfer würde ihr Motto „global denken – lokal handeln“ bewusst umsetzen sowie stetig in kleinen Schritten vorangehen – „und nicht planen und warten, bis sich irgendwann etwas Großes verwirklichen lässt“.
Für Sie berichtete Barbara Geiling.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok