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„Herrsching sucht Vermieter mit Herz“ Die Gemeinde startet allgemeinen Aufruf

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 30. August 2021

Bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist für viele Menschen in Herrsching fast nicht mehr möglich. Zum einen gibt es lange Wartelisten für Wohnungen, die auch für Geringverdiener erschwinglich sind, zum anderen wird es auch für Normalverdiener immer schwieriger, sich Wohnraum vor Ort zu leisten. Gesellschaftliche Strukturen, die für alle Einheimischen erhalten bleiben sollten,  könnten dadurch langfristig ins Wanken geraten. Die Gemeinde Herrsching möchte dieser Entwicklung entgegenwirken und richtete einen Appell an alle Vermieter, weniger Miete zu verlangen: In dem Aufruf heißt es „Vermieter mit Herz gesucht - Bezahlbarer Wohnraum für Alle!“ Das Schreiben der Gemeinde liegt als Handzettel aus: „Wir bewerben es auf allen Kanälen“, sagte Bürgermeister Christian Schiller. Wohnungen sollen demnach an jene Menschen vergeben werden, die es auf dem Markt besonders schwer haben, darunter Geringverdiener, Alleinerziehende oder Menschen mit Migrationshintergrund. „Alles natürlich freiwillig“, so Schiller.  

Vermieter Herrsching 01 

Soziales Engagement für Herrsching

Der Anstoß für den Aufruf sei vom Helferkreis Asyl gekommen. Hintergrund war die Tatsache, dass integrierte Geflüchtete, die aus ihrer Asylunterkunft ausziehen möchten, aufgrund der hohen Mietpreise keine Chancen auf eine Wohnung hätten. Christian Schiller griff den Gedanken auf, weitete ihn aber auf all diejenigen aus, die keine Spitzenverdiener sind oder ein geringes Einkommen haben, darunter auch sozialschwache Familien und Alleinerziehende. Langfristig ist es für das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde wichtig, Menschen mit weniger Einkommen in Herrsching zu halten. „Wir hoffen, dass der Appell Viele dazu motiviert, günstiger an nette Mieter zu vermieten“, erzählt der Bürgermeister. „Es ist ein sozialer Gedanke, der implementiert werden soll.“

Tatsächlich gab es schon eine Rückmeldung. „Kürzlich hat ein Eigentümer in der Gemeinde angerufen und angeboten, eine 105 Quadratmeter große Wohnung an sozialschwache Familien zu vermieten“, freut sich Schiller.                                                                                         

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