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Die Theaterzwerge trumpfen auf zu ihrem 20-jährigen Jubiläum: Ein voller Saal verfolgt begeistert die Geschichte von Peter Pan

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 05. Februar 2019

„Da ist er lang!!!" Fast wie in einem Kasperltheater rufen die vielen Kinder im Zuschauerraum den Darstellern auf der Bühne immer wieder lauthals Tipps zu. Schadenfroh brüllen sie vor lachen, wenn der etwas tollpatschige Captain Hook mitsamt dem noch viel tollpatschigerem Piratengehilfen Smee einmal mehr von Peter Pan ausgetrickst wird. Und bejubeln am Ende eine Vorstellung von 19 Kindern und Jugendlichen, die da oben auf der Bühne ein Bravourstück hingelegt haben. Mit ganz viel Lust am Spiel präsentierten die jungen Darsteller dieses ältere und doch immer aktuelle Theaterstück von Kindern, die lieber nicht erwachsen werden wollen.

„Ich bin ja so unbeschreiblich erstaunlich!! An Selbstbewusstsein mangelt es Peter Pan nicht unbedingt. Aber warum auch, hat er doch einen Weg gefunden, nicht erwachsen werden zu müssen. Einfach immer weiter Unsinn machen zu können und frei und ungebunden mit ein paar Gefolgsleuten, den „verlorenen Kindern" auf der Insel „Nimmerland" zu leben. Wobei: so ungebunden dann auch nicht, werden doch er und Freunde beständig von den Piraten Captain Hook und Smee gejagt.

Theaterzwerge PeterPan 5

Mit viel Energie und Spielfreude setzten die Theaterzwerge die Regieanweisungen zu dem bekannten Theaterstück „Peter Pan" um

Bei einem Ausflug in die „normale" Welt hatte Peter Pan seinen Schatten verloren, weshalb er in einer weiteren Nacht bei der Familie Darling in London auftaucht. Dort überredet er die fast erwachsene Tochter Wendy, mit auf seine Insel zu kommen um hier für seine „verlorenen Kinder" da zu sein. Gemeinsam mit ihren beiden Brüdern und der Elfe Tinkerbell machen sie sich auf den Weg und tauchen ein in ein Abenteuer der besonderen Art. Befreien die Indianerprinzessin Tigerlilly aus der Gefangenschaft der Piraten. Kämpfen gegen die Intrigen der Elfe, die aus Eifersucht auf Wendy Peter Pan an die Piraten verrät – und ihn aber schließlich doch vor der Vergiftung rettet. Und überlisten am Ende wirklich den gefährlichen Piraten mit Hilfe des tickenden Krokodils?

Theaterzwerge PeterPan 6

Captain Hook und Smee scheitern ein ums andere Mal an ihren Versuchen, Peter Pan und seine verlorenen Kinder zu überlisten

Mit ihren farbenfrohen Kostümen spielen die Theaterzwerge da oben auf der Bühne, als wäre es das Natürlichste der Welt. Mimen die zickige Elfe, die vor lauter Eifersucht fast Peter Pans Geschichte ein Ende gesetzt hätte. Zeigen die Kinder der Familie Darling, dass ein Ausflug in die Welt der Abendteuer zwar ungemein spannend und lustig ist – sie aber am Ende doch die Rückkehr in ein behütetes Elternhaus vorziehen. Schließen ein Bündnis mit den auf der Insel lebenden Indianern, die ihre Freunde sind. Leben doch immer ein bisschen in Furcht vor den Piraten und genießen es, in Wendy Darling jemanden zu Besuch zu haben, die eine Art Mutterrolle übernehmen kann. Die sie sogar fast soweit bringt, das Leben in Nimmerland gegen die „normale" Welt einzutauschen. Aber am Ende wollen sie doch alle Kinder bleiben und ihren Anführer nicht im Stich lassen.

Theaterzwerge PeterPan 1

 

Ganz viel Applaus erhielten die Mitglieder der Theaterzwerge nach ihrer beeindruckenden Vorstellung von Peter Pan

Nicht im Stich gelassen wurden diese 19 Kinder auf der Bühne auch nicht von ihren Regisseurinnen Kathrin Liebel und Monika Jäger – „obwohl wir echt nicht einfach sind", wie Elfe Tinkerbell alias Aruna Mager nach der Vorstellung freimütig zugab. Viele Proben gab es seit den Sommerferien und manche davon liefen vermutlich recht lebhaft ab. „Aber die Kinder machen das super" lobte Kathrin Liebel ihre Truppe und dankte an dieser Stelle mit Monika Jäger auch ganz herzlich den anderen Beteiligten im Hintergrund. Ihrem Mann Werner Liebel, der sich einmal wieder beim Bau der Bühne selber übertroffen hat. Bei der Technik mit Michael Seitz und Dieter Veicht und bei Anja und Sarah Seitz, die für die Maske verantwortlich waren. Und auch das war bei 19 Kindern sicherlich kein Pappenstiel!

Für Sie berichtete Barbara Geiling

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