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Wenn Schulfrei ist und man selber in die Arbeit muss: Seit vielen Jahren bieten die Handballer eine Kinderbetreuung der besonderen Art für den Buß- und Bettag

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 22. November 2019

Kinder mit hochrotem Gesicht flitzen durch die Nikolaushalle und versuchen mit den bunten Schaumstoffbällen die anderen abzuwerfen. Andere laufen davon oder verstecken sich hinter/unter/auf den verschiedenen Hindernissen. Auf der anderen Seite der Halle übt eine große Gruppe Torschuss und Abwehrtraining – Übungselemente, die halt einfach am meisten Spaß beim Handball spielen machen. Und oben auf der Empore wird zur gleichen Zeit gebastelt. Bunte Armbänder oder Sterne können die Kinder hier unter Anleitung fertigen, oder auch kleine Taschen bedrucken. Die meisten Kinder probieren einfach mal alles aus und sind am Ende ganz erstaunt, wie schnell die Zeit doch hier vergeht.

So ganz genau weiß Sabine Sender gar nicht mehr, wann sie mit diesem Angebot angefangen haben. „Es war eine ganz spontane Idee von uns (Handballern)" grinst sie und schätzt den Ursprung so ca. 10 Jahre her. „Wir waren damals selber noch in der Schule und merkten, wie schwierig es für manche Eltern war, eine Betreuung für ihre Kinder an diesem Buß- und Bettag zu bekommen." Dieser Tag, an dem die Kinder Schulfrei haben und die Erwachsenen zur Arbeit müssen. Gedacht, getan – und trotz sehr kurzem Vorlauf kam diese Idee schon beim ersten Mal bestens an.

Handball Betreuung 1

Während die Eltern arbeiten müssen können die Kinder Dank des Angebots der Handball-Jugend am Buß- und Bettag nach Herzenslust in der Halle herumtoben, basteln und/oder eine zusätzliche Trainingseinheit im Handball einschieben

Seither kommen Jahr für Jahr mehr Kinder hinzu. Viele aus dem großen Kreis der Handballer, andere TSV-Mitglieder und noch ein paar Geschwisterkinder und mitgebrachte Freunde. Werbung für diese Kinderbetreuung machen sie nur Vereinsintern – „sonst stehen hier auf einmal ein paar Hundert Kinder auf der Matte" befürchtet Sabine Sander. Für diesen Tag hat sie 70 Mittagessen bestellt und mit dieser Anzahl von Kindern kommen die 10 jungen Betreuer gut zurecht. „Zombieball" ist seit Jahren ein Selbstläufer und viele der Kinder werden nicht müde, sich gegenseitig abzuschießen, bzw. möglichst geschickt den Bällen auszuweichen. Aber auch am Basteltisch wächst die Gruppe stetig an. Auch ein paar von den Betreuerinnen sind emsig hier am werkeln. Am 22. Dezember wollen sie den letzten Spieltag der Herren Mannschaft vor den Weihnachtsferien auf eine ganz besondere Art begehen und benötigen dafür noch etwas Dekoration: denn neben spannendem Spiel wird hier auch der Cantilena-Chor einen Auftritt haben und vermutlich mit etwas anderen „Fangesängen" für eine besondere Stimmung sorgen.

Handball Betreuung 5

Ob Weihnachtssterne, bunte Taschen oder Armbänder: wer zwischen Zombieball und Handballtraining mal eine Pause brauchte, war hier am Basteltisch der von den Handballern organisierten Betreuung am Buß-und Bettag bestens aufgehoben

Für Sie berichtete Barbara Geiling

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