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Tag des offenen Denkmals im Archäologischen Park Herrsching

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 17. September 2014

(Text/Foto: hs) Zum Tag des offenen Denkmals am 14.09. kamen über 100 Besucher in den Archäologischen Park Herrsching, so viele wie noch nie. Das milde und weitgehend trockene „Museumswetter" hatte Einheimische und Touristen herbeigelockt, darunter sogar ein ganzes Zitherorchester. Eingeladen hatte der Verein für Archäologie und Geschichte Herrsching. Der gemeinnützige Verein betreut den Park und die Adelskirche seit vier Jahren und finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Den Tag gestaltete, wie schon die letzten Jahre, Familie Uhl aus Weilheim alias „Der Uhl zu Wilhaim". In Kleidung des frühen Mittelalters hatten sie mit ihren Zwillingstöchtern ein kleines Lager aufgeschlagen. Passend zum Thema des diesjährigen Denkmaltags stellten die passionierten Archäotechniker den interessierten Besuchern Farben und Färbetechniken des frühen Mittelalters vor. Mit etlichen nach Originaltechniken hergestellten Stoffen und Garnen zeigte und erklärte Kerstin Uhl den interessierten Besuchern, wie man mit Zwiebel, Walnuss und Reseda bunte Stoffe herstellte.

Foto Denkmaltag

(v.l.) Kerstin und Gerald Uhl aus Weilheim; auf der rechten Seite einige Besucher. Auf dem Tisch sieht man die Stoffe und Garne, die nach frühmittelalterlichen Techniken hergestellt wurden.

Besonders mühsam waren der Anbau und die Ernte des sogenannten Färberwaid, der ein Indigoblau ergibt. Da für die Herstellung eines kräftigen Farbtons gleich mehrere Farbbäder nötig sind, konnten sich nur die Reichen tiefblaue Stoffe leisten. Gerald Uhl erklärte unterdessen den Umgang mit Schwert und Schild und führte Kampftechniken vor. Am Nachmittag hatte der Verein für Archäologie und Geschichte wieder die Germanistin und Volkskundlerin Astrid Brüggemann eingeladen. Sie erzählte frei und sehr lebendig vom Goggolori vom Wörthsee, vom „Goldenen Tod vom Ammersee" und von den drei Ratschkathln. Besonderen Anklang fanden die Geschichten vom Rosshändler und vom „Gschnapperl in der Kirche". Unter dem lebhaften Gelächter und Applaus des Publikums klang der Tag der offenen Tür langsam aus.

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Dieser Bub durfte Schwert und Schild einmal

ausprobieren.

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