lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo echinger-echo neufahrner-echo haarer-echo mooskurier

Machet die Tore weit! Der Chor der Erlöserkirche stimmte mit einem festlichen Konzert auf die Adventszeit ein

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 07. Dezember 2018

Und die Tore mussten auch wirklich weit geöffnet werden, um die vielen Besucher einlassen zu können. Schon lange vor Konzertbeginn waren alle verfügbaren Sitzplätze belegt, so dass eine volle Kirche erwartungsvoll auf den Eintritt des Chores, der Solisten und des Barocksolistenensembles wartete. In den vergangenen Konzerten hatte die Chorleiterin Birgit Henke sehr hohe Maßstäbe gesetzt, mit welch ausgezeichneter Qualität und Einfühlsamkeit hier Musikliteratur dargeboten wird und das wollten sich ganz viele Menschen nicht entgehen lassen. So viel vorweg: sie wurden nicht enttäuscht und konnten hier eine wunderschöne Einstimmung in den Advent genießen.

 

 

Mit der Bach-Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben" eröffnete die evangelische Kantorei das festliche Konzert. Ein Komponist und ein Werk, die den Bogen zu den weiteren Stücken schlug, die am 1. Teil des Abends zur Aufführung kamen. Johann Sebastian Bach (1685-1750), Johann Schelle (1648-1701) und Georg Philipp Telemann (1681-1776): drei Komponisten, die miteinander in enger Verbindung standen. Sie alle fanden eine musikalische Heimat in Leipzig und hinterließen dort unvergessenen Eindruck. Johann Schelle begründete als erster die Verbindung von vertonten Texten des Evangeliums und geistlichen Liedern, wie es Bach später in seinen Oratorien weiterführte. Telemann schließlich wurde Pate von Carl Philipp Emanuel Bach, dem wohl berühmtesten der Bach-Söhne. Und sie alle drei komponierten Kantaten zum Advent, die an diesem Abend zur Aufführung kamen. Und die bei dem Publikum in der Erlöserkirche mit viel Begeisterung aufgenommen wurden.

Chorkonzert 1

Nicht nur die Stücke, sondern auch die Aufstellung musste für das schöne Konzert der evangelischen Kantorei zum 1. Advent in der Erlöserkirche geprobt werden, damit alle Musiker, Solisten und der Chor im Altarraum ihren Platz finden konnten

Das Zusammenspiel zwischen Chor und Orchester, die feine Abstimmung innerhalb des Chores, die Einsätze und die Solisten – es passte einfach alles und bescherte in Summe ein wunderschönes Klangerlebnis. Für Herrsching ist es ein Glück, dass Birgit Henke durch ihre eigene Konzerttätigkeit viele Musiker kennt und somit für „dieses Konzert einfach die nettesten und besten" ausgesucht hat. Sie alle spielen in verschiedenen Barockorchestern und gaben an diesem Abend ein eindrucksvolles Beispiel ihres Könnens in Herrsching – worüber die Chorleiterin sehr dankbar war, „da wir nicht unendlich viel Gage zahlen können."
Im folgenden Bachkonzert für Oboe, Violine und Orchester konnte man sich dann einmal nur auf die Instrumente konzentrieren und den so eigentümlichen Klang der Barockoboe und –Violine genießen, bevor in dem Gloria von Antonio Vivaldi noch einmal alle zum Zuge kamen. War die Chorleiterin zufrieden mit dem Konzert? "Ich bin immer zufrieden, wenn der Chor sein Bestes gibt" meinte Birgit Henke anfangs eher nüchtern. Seit September haben sie intensiv an diesen Stücken geprobt, die sie für diesen 1. Advent herausgesucht hatte. Und schiebt dann doch grinsend nach, dass sie schon mehr als zufrieden über das gute Gelingen dieses Konzertes war.

Für Sie berichtete Barbara Geiling

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok