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Die Frauenunion Herrsching lädt zum Weißwurstfrühstück: Zeit zum Kennenlernen innerhalb des neuen Bundeswahlkreises

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 17. November 2016

Sie mussten noch weitere Stühle in den großen Saal des Andechser Hofs bringen um allen Gästen einen Platz anbieten zu können. Die Frauenunion Herrsching und ihre Vorsitzende Fromuth Heene hatten die Vorstände der angrenzenden Orts- und Kreisverbände eingeladen, um sich bei einem gemütlichen Weißwurstessen besser kennenzulernen. Gekommen waren auch der neue Bundestagskandidat Michael Kießling, die Landtagsabgeordnete Ute Eiling-Hütig, Kreisvorsitzende Ute Nicoleisen-März und zehn Stipendiatinnen aus Tunesien, die gerade auf Einladung der Hanns Seidl Stiftung eine Fortbildung in Sachen Kommunalpolitik erhalten.

Der Bildung eines neuen Wahlkreises vorausgegangen war die Bevölkerungsentwicklung Bayerns. Es gab schlichtweg zu viele Einwohner für die 45 Wahlkreise, so dass die Bildung eines neuen im Südwesten des Freistaates beschlossen wurde. Der Landkreis Starnberg bildet in Folge nun gemeinsam mit dem Kreis Landsberg Lech und der Stadt Germering einen Bezirk. Ein neuer Wahlkreis bedeutet neue Gesichter in der Zusammenarbeit und auch ein neuer Direktkandidat der CSU für den Bundestag. Die neuen Gesichter wollte man im Rahmen des Weißwurstessens kennenlernen und der neu gewählte Direktkandidat nutzte ebenfalls die Gelegenheit, sich in diesem Forum vorzustellen.
Fromuth Heene freute sich sichtlich über die große Resonanz ihrer Einladung. Kreisvorsitzende aus allen angrenzenden Landkreisen waren gekommen, viele Mitglieder aus Herrsching und Umgebung und Vertreter der CSU Ortsvereine. Eine engere Vernetzung der Gruppen untereinander wird angestrebt und da „ist es gut, wenn man sich besser kennenlernt". Ganz herzlich begrüßte sie an dieser Stelle auch die Delegation aus Tunesien, die mit der Vorsitzenden der Hanns Seidl Stiftung, Ursula Männle, angereist waren. Zehn junge Frauen, die sich mit ihrem Einsatz und Engagement im Heimatland besondere Verdienste erworben haben, sind hier gerade zu Gast in München. Im kommenden Jahr werden in Tunesien Kommunalwahlen stattfinden und sie wollen dann mit dabei sein. Eine Quotierung wird dafür sorgen, dass auch wirklich mehr Frauen politische Mitsprache haben – und die Hanns Seidl Stiftung möchte ihres dafür tun, sie in Sachen Kommunalpolitik fortzubilden. „Diese zehn Frauen gehören zur Elite ihres Landes, was die Mitarbeit in Sachen Politik und Entwicklung betrifft" betonte Prof. Ursula Männle, „auch wenn sie zum Teil aus sehr benachteiligten Regionen dieses Landes kommen".

FU Treffen 1

Die Mitglieder der Frauenunion Herrsching freuten sich über ihre Gäste aus Tunesien, die im Rahmen der Veranstaltung Einblicke in die Basisarbeit kommunaler Gruppierungen bekamen

Die Nachwuchspolitikerinnen zeigten sich sehr dankbar über die Einladung und betonten wie wichtig ihnen der Austausch mit Deutschland sei. Sie wollen nicht das Deutsche Modell 1:1 auf Tunesien überstülpen, sondern es an ihre Verhältnisse anpassen. „Aber durch ihre Hilfe wird es gute Resultate geben und ihre Unterstützung wird fruchtbar sein" versprach eine Stipendiatin zuversichtlich.

Wie wichtig die Frauenförderung ist, betonten auch in Folge die Landtagsabgeordnete Ute Eiling-Hütig und Bundestagskandidat Michael Kießling. Ohne die Frauenunion wäre sie nie Landtagsabgeordnete geworden und „wenn wir Frauen uns gegenseitig unterstützen, können wir viel erreichen". Die andere Denkweise und Herangehensweise an Probleme hingegen findet Michael Kießling so wichtig für die Politik – und hoffte dennoch, dass sie ihn auch als Mann unterstützen würden. „Wir unterstützen lieber einen guten Mann als eine schlechte Frau" versprach Kreisrätin Ute Nicolaisen-März dem Kandidaten fröhlich.

Es berichtete für Sie Barbara Geiling

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