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Der CSU-Vorstand präsentiert ihren Bürgermeisterkandidaten: Die Vorsitzende der Frauenunion und der Ortsgruppe, Fromuth Heene, wird in der Kommunalwahl 2020 für die Partei antreten

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 02. Mai 2019

Der CSU-Vorstand setzt den Startschuss: in einem Pressegespräch am 2.Mai stellten sie mit Fromuth Heene ihre Kandidatin für die Kommunalwahlen im Frühjahr 2020 vor. „Der Vorstand hat sich einstimmig für sie entschieden" betonten ihre Stellvertreter Christina Reich und Roland Lübeck. Seit 6 Jahren ist die engagierte Kauffrau aus Breitbrunn Vorsitzende der Frauenunion Herrsching und seit nunmehr 2 Jahren auch des Ortsverbands. Und nun Bürgermeister? „Im Laufe dieser Jahre habe ich gemerkt, wie viel Freude mir die Politik macht" erklärt Fromuth Heene. „Ich habe jetzt Lust auf dieses Amt." Lust darauf, die politische Arbeit in Herrsching, in die sie in den letzten Jahren immer mehr hineingewachsen ist, noch besser gestalten zu können.

Bei den letzten Kommunalwahlen hatte die CSU noch Christian Schiller als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters unterstützt. Ohne Gegenkandidat war er damals in die Wahlen gegangen – ein Umstand, der sich nicht wiederholen sollte. „Die Bürger sollen eine echte Wahl haben " meint Tina Reich dazu. So könne sich auch die Partei als stärkste Fraktion im Gemeinderat besser positionieren. Bevor man über den richtigen Wahlkampf oder geeignete Strategien nachdenke, müsse man allerdings die Mitgliederversammlung hierzu am 23.Mai abwarten. Dann werden alle Mitglieder in geheimer Wahl darüber abstimmen, ob auch sie Fromuth Heene am besten geeignet für diesen Posten ansehen. Oder, ob noch andere Mitglieder sich für dieses Amt berufen fühlen.
„Für den Vorstand war die Entscheidung sehr klar" meint Roland Lübeck. Es war Fromuth Heene, die den Ortsverband dahin gebracht hat, wo er heute steht. Sie hat Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die sich z.B. um die Belange der Gewerbetreibenden kümmert. Sie hat dafür gesorgt, dass man sich auch nach außen hin stärker engagiert, wie es z.B. bei den Landtagswahlen der Fall war. Sie organisiert Vorträge mit namhaften Rednern, die inzwischen auf sehr große Resonanz stoßen.

CSU Kandidat 1

Die Vorsitzende vom Ortsverband der CSU und FU Herrsching, Fromuth Heene, wurde vom Vorstand der Partei als Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters gewählt

Woher sie denn all diese Leute kennt? Auch hier ist sie erst hineingewachsen. Erst durch die Arbeit in der FU, wo sie sehr schnell merkte, dass sie mit Themen rund um die Frauenpolitik auf kein Interesse stieß. Aktuelle gesellschaftliche, oder brisante politische Themen – das ja. Und so besuchte sie selber Veranstaltungen, sprach die Leute an, lernte Menschen kennen, die jemanden kennen, der dann Jemanden kennt. Viel Zeit und Energie steckt sie in diese Arbeit und tut dies augenscheinlich gerne. „Wenn ich mir aber schon die Arbeit mache, dann auch gescheit!" Als Bürgermeister lässt sich mehr bewegen, als im Vorstand.
Nervös ob dieser Entscheidung? „Ein bisschen schon", gibt sie zu. Aber der Rückhalt ihrer Familie ist ihr sicher und Ehemann Andreas hat sie in dem Entschluss nur bestärkt. „Politik war und ist in der Familie immer ein Thema" erzählt sie. Jetzt erwartet sie mit Spannung die Entscheidung in der Mitgliederversammlung und wird sich dann – im Falle einer Nominierung - mit dem Vorstand auf eine konkrete Strategie konzentrieren. „Wir wollen ja keine Kehrtwende der politischen Richtung einleiten" - aber natürlich gewisse Akzente anders setzen. Die Zeiten haben sich geändert und Fromuth Heene liegt viel daran, mehr junge Leute in die politische Arbeit einzubinden. Dass dies ein langwieriger Prozess ist, hat sie bereits gespürt. Und umso mehr freut es sie, wie auch ihre Stellvertreterin Tina Reich, dass immer mehr Frauen sich engagieren.
„Früher saß ich immer für die CSU alleine im Gemeinderat" grinst die Sozialreferentin. Jetzt hat sie Hannelore Doch an ihrer Seite und ist sehr froh darüber. Ob sie selber keine Ambitionen auf das Amt hatte? „Nein" kommt es da entschieden von ihr. Der zeitliche Aufwand dazu wäre neben dem Familiengeschäft nicht zu bewältigen und hier sieht sie sich in Verantwortung. „Ich bin der Sozialfuzzi in der Gemeinde und das ist es, was mich erfüllt." Gemeinsam mit Roland Lübeck wird sie wieder für den Gemeinderat kandidieren und darauf bauen, dass sie diesmal auch den Bürgermeister stellen werden. „Daran glauben wir!"

Für Sie berichtete Barbara Geiling

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