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Ein „Bürgermeister für alle“ startet wieder in den Wahlkampf: Christian Schiller wird einstimmig als Kandidat für die Kommunalwahlen 2020 gewählt

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 05. Dezember 2019

47 Wahlberechtigte des Vereins „Ein Bürgermeister für alle" waren zur Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl 2020 gekommen – und 47 Stimmen votierten für Christian Schiller als Bürgermeisterkandidat. Dieser freute sich herzlich über diese einhellige Bestätigung seiner Arbeit der letzten 11 Jahre. Keine „Katze im Sack" würden sie mit ihm als Kandidat ins Rennen schicken hatte er vor der Wahl angemerkt. Die Mitglieder des Vereins würden ihn und seine Arbeitsweise inzwischen kennen und wüssten, dass er zwar keine „Wundertüte" sei, „aber ich brenne für diese Gemeinde und habe große Lust, diese Arbeit für Herrsching mit viel Energie fortzuführen".

Eine fröhliche Stimmung herrschte im König-Ludwig Stüberl des ArtHotels, als Christian Schiller die zahlreich erschienen Mitglieder und Gäste des Vereins begrüßte. Die Moderation des Abends übernahm Gerda Wellnitz von der Firma Sinowolf, die auch gutgelaunt durch die folgenden Wahlen führte. Als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters wurde alleine Christian Schiller vorgeschlagen, weil „er nicht nur ein guter Freund ist, sondern echt gute Arbeit geleistet hat". Dieser bedankte sich für das Vertrauen und blickte in einer kurzweiligen Rede auf Eckdaten seiner zwei Amtsperioden zurück.

Schiller Aufstellung 2

Der Verein „Ein Bürgermeister für alle" steht geschlossen hinter Christian Schiller als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen im März 2020

Man hätte gemeinsam viel erreicht, betonte er und verwies auf eine Reihe von Fortschritten. Für die Zukunft von großer Bedeutung seien z.B. die Einrichtung vieler neuer Kinderbetreuungsplätze, die Digitalisierung der Grund- und Mittelschule sowie das neue Gymnasium, das nach Fertigstellung zu den modernsten in Bayern zählen wird. Die Stärkung des sozialen Engagements durch die Neueinrichtung des Fachbereichs Soziales in der Verwaltung, die Einrichtung des Jugendhauses „Stellwerk" und den Kauf des alten Postgebäudes, in dem jetzt die Herrschinger Insel, die Tafel und der Hilfsdienst ihre Heimat gefunden haben. Als dringlichste Aufgabe für die Zukunft sieht er die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, wie sie z.B. an der Klosterwiese entsteht. „Hier müssen wir jede Gelegenheit nutzen!"
Bereits genutzt wurden viele Gelegenheiten, um den Wirtschaftsstandort Herrsching zu stärken. Alle erdenklichen Förderprogramme des Staates für die schnelle Breitbandverbindung in Anspruch genommen, mit Bettina Schneck eine direkte Ansprechpartnerin für Unternehmer und Gewerbetreibende gewonnen und z.B. auch für die Gebäude von Heine Optotechnik eine Investorengruppe gefunden, die hier neue Arbeitsplätze generieren wird. Die neue Rekordsumme an Gewerbesteuereinnahmen scheint diesen Bemühungen Recht zu geben. Trotz Investitionen in noch nie dagewesener Höhe konnte die Pro-Kopf-Verschuldung reduziert werden.
Auch die Förderung von Kunst, Kultur und Sport läge ihm am Herzen und so wolle man weiterhin alle Vereine gleichermaßen unterstützen und Veranstalter von Events beratend zur Seite stehen. In Widdersberg entsteht ein neues Bürgerhaus und mit den Vertretern der katholischen Kirchen in Breitbrunn und Herrsching sei man im Gespräch, diese auch als kulturelle Begegnungsstätten nutzen zu können.
Die mittlerweile 11.000 Bürger sollen sich hier wohl fühlen – und mit dazu gehört auch ein nachhaltiges und umweltorientiertes Arbeiten. Ökostrom, ein gemeindeeigenes Energieförderprogramm, energiesparende Straßenbeleuchtung u.a. Projekte sind durchgeführt worden und der Ausbau des Personennahverkehrs massiv verbessert. Es bleibe noch viel zu tun um den Autoverkehr zu reduzieren, das Radwegenetz weiter auszubauen und weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Und noch mehr als bisher wolle man bei allen Projekten eine frühzeitige Bürgerbeteiligung intensivieren.

An Plänen fehlt es ihm also nicht, wenn Christian Schiller nun zum 3. Mal in den Wahlkampf geht. Wie schon vor 12 Jahren sei dies „keine spontane Entscheidung" gewesen, sondern nach reiflicher Überlegung und in Absprache mit seiner Familie. Langer Applaus begleitete das Ende seiner Rede und die einstimmige Wahl zum Bürgermeister-Kandidaten unterstrich die breite Zustimmung seiner erneuten Kandidatur.

Für Sie berichtete Barbara Geiling

 

2007 war es, als Christian Schiller sich entschieden hatte als Bürgermeisterkandidat für seine Heimatgemeinde anzutreten. Um im Gemeinderat unabhängig arbeiten zu können, wollte er dieses Amt parteilos antreten und gründete zu diesen Zweck den Verein „Ein Bürgermeister für alle". Laut Satzung ist dessen alleiniges Ziel die Aufstellung eines Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahlen. Die, mit 66 Mitgliedern zweitgrößte politische Vereinigung in Herrsching, kann daher auch keine Kandidaten für das Ratsgremium bereitstellen. Bei den Kommunalwahlen 2008 war dieses Konstrukt noch ein Novum im Landkreis – ein Novum, das aber inzwischen in immer mehr Gemeinden Schule gemacht hat.

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