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Nichts für schwache Nerven! Der GCDW holt sich in einem spannungsgeladenen Match den direkten Weg in die Playoffs (vorerst) zurück

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 27. Februar 2017

Es war kaum auszumachen, wer nach diesem Spiel gegen Bühl verschwitzter war: die Spieler oder die Zuschauer. Bis auf den sicher gewonnenen 2. Satz musste die ausverkaufte Nikolaushalle bis zum letzten Punkt warten, ob sie wirklich den Sieg ihrer Mannschaft feiern könnten. Ein As von Strohbach zum 35:33 aber schließlich besiegelte diesen verdienten Erfolg. Und einen Volleyball-Abend, der in Erinnerung bleiben wird!

3:0 gegen einen Gegner, der ihr direkter Konkurrent im Einzug in die Playoffs ist. Im abschließenden Jubel entlud sich die ganze Angespanntheit von Spielern, Trainer und den Fans. Dabei hatte es zu Beginn des Spiels gar nicht mal so gut ausgesehen für den GCDW. Die Gäste aus Bühl schienen immer ein Stück sicherer im Angriff und Block zu sein und machten weniger Fehler im Aufschlag. 4:8 ging es in die erste Auszeit, doch Herrsching kämpft sich langsam heran. Als sie zum 18:18 erstmals den Ausgleich schafften und Steuerwald kurz darauf den verloren geglaubten Ball aus dem gegnerischen Feld klaubte um ihn dann per Block in einen Punkt zu verwandeln steht die ganze Halle.

GCDW Quali 2

 

Er ist in jedem Spiel auf das neue Dreh- und Angelpunkt des GCDW: Patrick Steuerwald als nimmermüder Ideen- und Motivationsgeber

Doch wieder legen die Bühler vor und Herrsching muss sich zwei Satzbällen stellen, bevor sie in einen an Spannung nicht zu überbietenden Endspurt das Spiel 27:25 für sich entscheiden.

Nur eine Woche zuvor hatte eine ähnliche Situation das Spiel gegen Lüneburg kippen können. Hier hatten die Herrschinger nach einem überlegenden 1. Satz das zweite – nervenzehrende - Spiel mit 28:30 an die Gäste abgeben müssen. Hinterher war bei ihnen die Luft raus gewesen und Lüneburg konnte drei Punkte mit in die Heimat nehmen. Und das vor den Augen des neuen Volleyball-Bundestrainers, der an diesem Abend zu Gast in der Nikolaushalle war! Bei vielen Fans und Trainer daher umso größer die Erleichterung um diesen wichtigen ersten Satzgewinn.

GCDW Quali 1

Die erste Saisonhälfte war er weitestgehend verletzt, aber jetzt läuft er immer mehr zur Hochform auf: der Amerikaner Matt Tarantino war mit 18 Punkten Top-Scorer des Abends

Und wirklich schien dieser Punkt die gleiche Signalwirkung gehabt zu haben wie die Woche zuvor – nur eben in vertauschter Position. Der GCDW spielte überlegen auf und brachte die Gegner mit variabel gespielten Angriffsbällen zunehmend in Bedrängnis. Vor allem Matt Tarantino, Top-Scorer mit 18 Punkten und Tom Strohbach platzierten den zunehmend versteinert wirkenden Bühlern die Bälle ins Feld und konnten mit einer sehr gut aufgelegten Mannschaft und zwei Satzgewinnen im Rücken in die Pause gehen.
Diese Pause aber schien der Trainer genutzt zu haben, den Spielern aus dem Schwarzwald ordentlich ins Gewissen zu reden. Platz 6 auf der Tabelle war für beide Mannschaften das Ziel, um sich den Umweg über die Pre-Playoffs zu sparen. Und genau so gestaltete sich der 3. Satz: Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen und die Zuschauer sahen viele sensationelle Ballwechsel. 24:24 stand auf der Anzeigentafel – und ein Ende des Spiels war nicht in Sicht. Fast einen Extrasatz lang mussten die Fans beider Seiten ein Wechselbad der Gefühle durchlaufen, in dem immer wieder eine der beiden Mannschaften den Vorteil herausspielte. Ein As von Strohwald schließlich beendete dieses Nervenspiel mit 35:33 und damit 3:0 für Herrsching. Die Stimmung in der Halle war entsprechend und Trainer Max Hauser dankte im Anschluss den lautstarken Fans: „Bei so knappen Sätzen kann die Stimmung ausschlaggebend für Gewinn oder Verlust sein – danke für diese hammermäßige Unterstützung!"

GCDW Quali 6

Manuel Tropschug macht den Fans vor wie man anfeuert – beim Spiel gegen Lüneburg bedurfte es manchmal einer Aufforderung, aber gegen Bühl liefen die Zuschauer ganz von selbst in Hochform auf!

Bei der abschließenden MVP-Wahl hatte – neben dem zum 11.mal (!) gewählten Patrick Steuerwald - noch Orka-Wal Maskottchen Flips seinen großen Auftritt. Der GCDW tritt in Zusammenarbeit mit der Organisation Sea Shepard, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt der Meere und gegen den Walfang stark macht. Künftig wird Flips in dem an diesem Abend überreichten Sea-Shepard Jersey auflaufen und künftig als ihr Botschafter die ein oder andere Spendenaktion anführen.

Es berichtete für Sie Barbara Geiling

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