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Wohin mit den vielen Sportlern? Bei der Delegiertenversammlung des TSV Herrsching ist auch die Hallensituation ein wichtiges Thema

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 21. März 2017

2161 Mitglieder sind aktuell beim TSV Herrsching angemeldet. So viel, wie noch nie und einige davon auch so erfolgreich wie nie zuvor. Eine Volleyballmannschaft in der 1. Bundesliga, Handballer in den Landesligen, Fußballer, die in die Bezirksliga streben und eine Abteilung Gymnastik und Turnen, die alleine mit 795 Mitgliedern rekordverdächtig erscheint. Der Sport im TSV scheint Spaß zu machen und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass im Rahmen der Delegiertenversammlung die Verantwortlichen wiedergewählt wurden. Alleine Kassier Dr. Otto Schmidt trat nicht erneut an und wird nun durch Sepp Breitsameter ersetzt.

In ihrer Aussprache gab die Vorsitzende Hannelore Doch einen umfassenden Einblick über die Entwicklung der Mitgliederzahlen des Vereins. Die Zahlen sprechen für sich und geben Hinweis auf die gute Arbeit in den Abteilungen. So ziehen natürlich die Erfolge bei den Ballsportarten neue Mitglieder an, aber auch andere Abteilungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Dass dieser Erfolg ein großes Problem mit sich bringt, wird bald sehr aktuell werden: wenn nämlich die Realturnhalle abgerissen wird und die Trainingseinheiten von dort vorübergehend auf andere Hallen verteilt werden müssen. Hannelore Doch hofft hier auf die Hilfe und Überredungskünste des Bürgermeisters, dass in dieser Zeit die Halle der Finanzschule mitgenutzt werden darf.

TSV JHV 1

Sie können stolz darauf sein, einem so erfolgreichen Verein vorzustehen:
Edith Rosen (3.Vors.), Christian Sörensen (2. Vors.), Bernd Kuppermann (Beisitzer), Hannelore Doch (Vorsitzende), Peter Zapatka (Beisitzer), Mia Schmidt (Ehrenmitglied) und Sepp Breitsameter (Kassier)

Aber auch insgesamt ist die Hallensituation in der Gemeinde für viele Sportler unbefriedigend. Die Trainingszeiten sind sehr begehrt und so blicken viele der Mitglieder mit Spannung auf den Plan des GCDW, eine Mehrzweckarena zu errichten (Wir berichteten). Für die Volleyballer geht es hier um das Verbleiben-können in Herrsching, während andere Sportler zumindest bessere und mehr Trainingszeiten erhoffen. Im April werden hierzu die Gespräche im Gemeinderat weitergeführt.
Ein Gespräch mit dem Gemeinderat wird auch für die Handballer Ende März anstehen, wenn erneut die Kosten zur Säuberung der Nikolaushalle diskutiert werden. Noch übernimmt die Gemeinde diesen Betrag, der durch die Verwendung von Harz sehr teuer ist. „Leistungsorientierter Handball ist ohne Harz aber nicht möglich" betonte hierzu Abteilungsleiter Uli Sigl.
Nachdem alle Abteilungen über ihre Sparten berichtet hatten und die Wahlen schnell und übereinstimmend über die Bühne gegangen waren, gab es noch einen Grund zu feiern: Mia Schmidt wurde zum TSV-Ehrenmitglied ernannt. Seit 1970 dabei, war sie maßgeblich am Aufbau der Gymnastikabteilung beteiligt. Lange Zeit als Abteilungsleiterin tätig, präsentierte sie überdies den Verein nach außen im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit und TV-Präsenz. Sie gilt als Wegbereiterin für modernen Seniorensport, war Vizepräsidentin im Bayrischen Turnverband, lehrte in der Bundesärztekammer und im Behinderten- und Versehrtensportverband, organisiert die Seniorensport-Freizeiten, half bei der Erstellung der TSV-Chronik u.v.a.m. Ihre Vita vollständig aufzuzählen, würde den Platz sprengen und sie dankte dem TSV, der ihr dies mit ermöglicht hätte.

Es berichtete für Sie Barbara Geiling

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