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Die etwas andere Jahreshauptversammlung der Handballer: Corona und ein neu gemischter Vorstand sorgen für Veränderungen dieser erfolgreichen Abteilung

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 17. Juli 2020

„Ich höre auf, aber ich bin nicht weg!" Mit diesen Worten verabschiedete sich Hans Wannenmacher aus der Vorstandsriege der Handballabteilung. Weit mehr als die Hälfte seines Lebens hat er die Abteilung geprägt und sie mit zu dieser Größe geführt, die sie heute auszeichnet. „Alle Worte würden nicht ausreichen für das, was er hier geleistet hat" betonte Uli Sigl. Der wiederum selber nach 22 Jahren als Abteilungsleiter – solange, wie bislang noch keiner vor ihm - an diesem Abend den Vorstand abgab. Alles neu also bei den Handballern? Nein, denn vieles bleibt gleich. Sie bleiben die größte Abteilung des TSV mit inzwischen 552 Mitgliedern. Sie sind weiterhin sehr erfolgreich unterwegs und können in allen Altersklassen Mannschaften im Spielbetrieb melden. Und sie sind eine Abteilung „vor Ort": aktiv nicht nur im Sport sondern auch sehr präsent im Gemeindeleben.

In seinem (letzten) Rückblick gab Uli Sigl einen kurzen Abriss der vergangenen Saison, die durch Corona ein so plötzliches Ende fand. Eine Saison, die z.B. die Herren I auf dem erfolgreichen 3. Tabellenplatz beendeten – die beste Platzierung in der Landesliga seit Abteilungsgründung. Die Damen I konnten sich den Klassenerhalt sichern und auch die Jugend tummelt sich souverän in den oberen Klassen Bayerns herum.

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Zwei Urgesteine der Handballabteilung, die diese seit Jahrzehnten prägen und sie zu dem gemacht hat, was sie heute ausmacht: Hans Wannenmacher und Uli Sigl

Aber sie sind eben nicht nur sportlich und in eigener Sache unterwegs. Ob der Flohmarkt am See, der Faschingsball, oder der Stand am Schlossgartenfest. Der Schulhandball-Cup, die Jugendfahrten und die Betreuung an Buß- und Bettag. Von einem „Geben und Nehmen" spricht Ulis Sigl in diesem Zusammenhang. Nur durch die Hilfe der Gemeinde, der vielen Helfer und der Sponsoren können sie ihren Handball so leben, wie sie es machen. Und sie wollen etwas davon auch zurückgeben.
Ein Ausblick auf die kommende Saison? Mehr Fragezeichen als gelöste Probleme, so viel steht fest. Z.B. eine derzeit nicht zu bespielende Nikolaushalle. Verluste durch fehlende Eintrittsgelder, die Kassenwart Michael Bischeltsrieder Sorgen machen. Probleme, mit denen sich nun ein neuer Vorstand auseinandersetzen muss. Uli Sigls großer Wunsch an die kommende Abteilungsleitung: „Dass wir weiterhin kein reiner Sportverein sind, sondern eine große Handballfamilie, die das Abteilungsleben gemeinsam trägt und belebt." Denn dieses soziale Netz sei auch das Beste gewesen, dass ihm neben der Familie passiert sei. „Ich bin dankbar für die schönen Momente und intensive Zeit, die ich hier erleben durfte."
Mit ihm verlassen auch seine Stellvertreterin Lisa Eirenschmalz, Michi Holländer, Louis Jaschunsky und – wie erwähnt – Hans Wannenmacher – den Vorstand.
Die Neuwahl unter Ägide von Geschäftsstellenleiter Martin Wirries ging im Folgenden glatt und mit großer Einigkeit über die Bühne. Den 1. Vorstand übernimmt die 2. Bürgermeisterin Tina Reich. Einstimmig gewählt, wie auch die folgenden Posten: Stellvertreter wird Uli Sigl, Michael Bischeltsrieder bleibt Kassenverwalter, Eric Fiedler wurde zum Technischen Leiter gewählt, Michaela Lindig übernimmt die Leitung des Marketing, Leon Kühn die Öffentlichkeitsarbeit und Günther Börkey bleibt Schiedsrichterobmann. Als Jugendleiter stellten sich Max Kilzheimer, Nadine Rötzler, Sabine Sender und Saskia Mantel zu Verfügung. Beisitzer im Vereinsausschuss sind Michael Bischeltsrieder und Hans Nonnenmacher.

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Der neue Vorstand der Handballabteilung des TSV Herrsching wird Dank Corona und Sanierungsarbeiten in der Nikolaushalle ihre Amtszeit mit einigen Problemen im Rucksack antreten müssen. V.l.: Michaela Lindig, Sabine Sender, Nadine Rötzler, Max Kilzheimer, Saskia Mantel, Eric Fiedler, Tina Reich, Günther Börkey, Leon Kühn, Uli Sigl und Michael Bischeltsrieder


Tina Reich bedankte sich in einem Schlusswort noch herzlich für das Vertrauen. Ihre Liebe zum Handball und zur Handballfamilie sei der einzige Grund dafür gewesen, dieses Amt zu übernehmen, „das mir mindestens 5 Schuhnummern zu groß ist". Sie baue auf die Hilfe von ihrem Stellvertreter Uli Sigl und dem großartigem Team, das hinter ihr steht.

Für Sie berichtete Barbara Geiling

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