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Tag der offenen Tür im Haus der bayrischen Landwirtschaft - Eine große Feier zum 70-jährigen Bestehen des Bayrischen Bauernverbandes

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 09. September 2015

Man fährt daran vorbei auf dem Weg nach Breitbrunn, man kennt vielleicht den großen Saal von Konzerten, dem Neujahrsempfang und anderen Veranstaltungen – aber wie viele Herrschinger Bürger wissen eigentlich genau, was in dem Haus der Bayrischen Landwirtschaft im Alltag passiert? Es ist eine zentrale Bildungseinrichtung des Bayrischen Bauernverbandes und was liegt da näher, als das Haus zur Jubiläumsfeier des Verbandes der Bevölkerung vorzustellen – Der Meinung war zumindest der Direktor Dr. Wulf Treiber. Ein Tag der offenen Tür bot allen Interessierten Einblick in das Haus, die großartige Agrarhistorische Bibliothek, die Tagungsräume und ermöglichte sogar Workshops zu verschiedenen Themen.

Biertische, wo sonst Schautafeln über den Tagesablauf informieren, vielseitige Infostände im Saal, ein kleiner Bauernmarkt mit gesunden Köstlichkeiten aus der Region, eine Melkstation, an der man seine Fingerfertigkeit (und Muskulatur!) erproben konnte. Es wurden Führungen durch die Bibliothek und die Kunstausstellung angeboten, Schnupper-Workshops, musikalische Unterhaltung durch die Blaskapelle Herrsching und Bernhard Reitberger mit Ensemble und andere Attraktionen mehr: das Team des Hauses der bayrischen Landwirtschaft hatte sich wirklich ins Zeug gelegt! Seit über sechs Jahrzehnten werden hier inzwischen Landwirte aus- und Führungskräfte von landwirtschaftlichen Organisationen weitergebildet. Ist das Haus für alteingesessene Herrschinger immer noch unter dem Begriff „Bäuerinnenschule" geläufig, so wurden aber schon vor vielen Jahren die beiden Einrichtungen für männliche und weibliche Bauern hier zusammengelegt.
Das Hauptaugenmerk der angebotenen Kurse liegt in der Persönlichkeitsbildung junger Landwirte, die in den sogenannten „Herrschinger Grundkursen" geleistet wird. Hier treffen sich über 11 Wochen hinweg junge Landwirte zwischen 17 und 27 Jahren, um sich gemeinsam diversen Fragestellungen in kleinen, auch internationalen Gruppen zu stellen. Gemeinsam den Horizont zu erweitern und sich internationalen Fragestellungen zu stellen – betrachtet man die Zukunft der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft, so ist das auch für diesen Berufszweig eine große Herausforderung. Die Teilnehmer jedenfalls gewinnen sehr von diesem intensiven Training, das in Momentaufnahmen an einer großen Leinwand projiziert wurde. Viele ehemalige Teilnehmer nutzten diesen Tag für einen Besuch in ihrer „alten" Bildungsstätte und tauschten sich über gemachte Erfahrungen aus.

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Die „Herrschinger Grundkurse" sind ein Markenzeichen im Seminarprogramm des Hauses der bayrischen Landwirtschaft und dienen der Persönlichkeitsentwicklung junger Landwirte. Der Leiter des Hauses Dr. Wulf Treiber und die ehemalige Teilnehmerin Tanja Menzinger informierten die interessierten Besucher


Für Dr. Wulf Treiber ist auch ganz wichtig, „den jungen Leuten einen Aufenthalt im Ausland schmackhaft zu machen". Obwohl er um die Problematik weiß, was es heißt, wenn ein Bauer für längere Zeit am Hof ausfällt, so rät er doch allen Jungbauern zu diesem Schritt. Gerade in der heutigen Zeit sei es so wichtig, sich als Landwirt selbstbewusst in der Gesellschaft zu bewegen und dabei nicht den Blick nach rechts oder links zu verlieren. Z.B. angesichts der aktuellen Flüchtlingsproblematik nie die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert aus den Augen zu verlieren.
Aber auch darüber hinaus gibt es im Haus der bayrischen Landwirtschaft ein breitgefächertes Seminarprogramm, das zum Beispiel mit Themen in der Persönlichkeitsentwicklung, Unternehmererfolg und Ehrenamt einen großen Bereich abdeckt.
Sehr viel Wissen - und Unterhaltsames – ist dann auch in der großen agrarhistorischen Bibliothek gesammelt, die über immense Bücherschätze verfügt. Viel Fachwissen aus alter Zeit, aber z.B. auch ein Kochbuch aus dem 16. Jahrhundert mit delikaten Menüfolgen. Dass sich hinter den Gericht „donnernde Magd" ein Lauchgericht verbirgt ist wohl selbsterklärend und die Mengenangaben machen auch heute noch einen hart arbeitenden Menschen satt.

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Gesundes und Leckeres aus der Region, gepaart mit viel Information und Blasmusik – eine Mischung, die den Tag der offenen Tür im Haus der bayrischen Landwirtschaft gut ankommen ließ


Straußeneier, Bioobst und Biomilch, Literatur und Kalender rund um Garten und Natur, Wissenswertes über die Geschichte des Bauernverbandes und das ganze serviert bei Musik und guter Verpflegung – ein Tag der offenen Tür, der für Geist und Leib sorgte!

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