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Großer Ansturm beim Berufsinformationsabend in der Realschule

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 05. Februar 2016

Es ist eines der „Leuchtturmprojekte des Landkreises Starnberg auf dem Weg zur Bildungsregion", wie die Rektorin Rita Menzel-Stuck es in ihrer Begrüßung betonte. Der Berufsinformationsabend der Realschule Herrsching hat nun schon eine lange Tradition und ist in seiner Größe und seinem breitgefächertem Angebot wohl nicht nur in dieser Region überragend. Über 60 Aussteller waren gekommen und standen den vielen Schülern und Eltern Rede und Antwort. Von der Ausbildung zum Schornsteinfeger über die Banklehre hin zum spezialisierten Feinmechaniker in Forschungsbetrieben – nicht wenige konnten sich hier noch entscheidende Impulse für die wohl bislang wichtigste Entscheidung holen, vor der bald wieder viele junge Menschen stehen. „Ohren spitzen und Fragen stellen" rief Landrat Karl Roth die Schüler auf, der in seiner Begrüßung eine herzliche Gratulation für diese „wunderbare Veranstaltung" aussprach.

„Muss ich dafür gut in Mathe sein?" Bin ich mit diesem Ausbildungszweig auf einen Beruf festgelegt oder kann man sich später noch umorientieren?" „Habe ich mit einer Bewerbung Chancen, auch wenn meine Abschlussnote nicht richtig gut ist?" „Was macht man dann eigentlich genau im Arbeitsalltag?"
Es sind viele Fragen, die die jungen Leute mit sich herumtragen. Bestand das „Arbeitsleben" bislang aus vorgegebenen Stundenplänen, bei denen man höchstens den Schwerpunkt selber bestimmen konnte, sollen sie nun einen Weg auswählen, der in der Regel ihr weiteres Leben maßgeblich beeinflussen wird. Keine leichte Entscheidung und umso wichtiger sind solch umfassende Bildungsmessen wie hier an der Realschule. Die Schulleiterin Rita Menzel-Stuck ist zugleich stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises „Schule-Wirtschaft" und ihr ist es ein ganz besonderes Anliegen, den Übergang von der Schule ins Arbeitsleben zu erleichtern.

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Das Berufsbild „Musiker" stellte der Schüler Jakob Mühleisen den vielen Gästen des Berufsinformationsabends an der Realschule eindrucksvoll vor


Zu Gast an diesem Abend waren auch der Vorsitzende des Zweckverbandes für weiterführende Schulen und Bürgermeister von Gilching, Manfred Walter, Landrat Karl Roth und Bürgermeister Christian Schiller. Der Geschäftsführer der gfw (Gesellschaft zur Förderung der Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung im Landkreis Starnberg) Christoph Winkelkötter war ebenso gekommen wie der Innungsobermeister der Kreishandwerkerschaft – und eben viele Vertreter namhafter Unternehmen, Handwerksbetriebe und Institutionen. Mit seinen 60 Ausstellern und 148 Personalern ist dies einer der größten Berufsmessen am Ammersee, auf der auch gleichzeitig sehr viele Praktikums- und Ausbildungsplätzen angeboten werden. Von vielen Schülern umlagert war von Anfang an der Stand der Polizei, wo sich zwei Beamte den vielen Fragen stellten. Viele traditionelle Handwerksberufe stellten aus, wie breitgefächert man in ihrem Beruf arbeiten kann und gaben auf Anfrage den Schülern und Eltern gerne von ihrem Infomaterial mit. Aber auch Berufsfelder wurden vorgestellt, die den Absolventen mit Quali oder Mittlerer Reife sonst nicht so ins Auge springen. Da war zum Beispiel das Max-Planck Institut aus Martinsried, das Ausbildungsplätze zum Feinwerkmechaniker anbot. „Viele Schüler sind erstaunt, dass man hier auch ohne Abitur oder Studium anfangen kann und unser Ausbildungsbetrieb ist wirklich erstklassig" betont ein Mitarbeiter, der dort auch seine Lehre gemacht hat.

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Auch in der Forschung werden Schulabgänger der Realschule gesucht, wie z.B. das Max-Planck-Institut aus Martinsried darstellte

Bei TQ aus Seefeld zogen ausliegende Steuerungsmodule das Interesse vieler Schüler und auch Schülerinnen auf sich und es fiel insgesamt auf, dass sich die Scheu vieler Mädchen vor den sogenannten MINT-Berufen gelegt hat. Schon die ganze Woche stand vor der Schule ein riesiger Infotruck der Metall- und Elektroindustrie, in dem Schülern der 8. und 9. Klassen für je zwei Unterrichtsstunden verschiedene interaktive Arbeits- und Informationsstationen zu diesen Berufsfeldern geboten wurden. Zahnarzthelfer, Gastronomie oder Tischler – wo liegen meine Potentiale und für welchen Beruf bin ich geeignet?
Im Laufe des Abends liefen immer mehr rote Köpfe in den Ausstellungshallen der Schule herum. Es waren viele Eindrücke, die hier auf die Schüler und Eltern einströmten und so war es sehr hilfreich, dass der Förderverein wieder für Essen und Trinken sowie Plätze zum Ausruhen gesorgt hatten. An den Vorsitzenden des Fördervereins, Alexander Hildebrandt, ging auch noch ein ganz besonderer Dank der Rektorin: ohne diese engagierte Gruppe, wäre dies alles gar nicht möglich!

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Der Förderverein trägt maßgeblich zu dem großen Erfolg des Berufsinformationsabends bei – hier der Vorsitzende Alexander Hildebrandt im Gespräch mit der Vertreterin des Dominikus-Ringeisen-Werkes

Es berichtet für Sie Barbara Geiling

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