lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo echinger-echo neufahrner-echo haarer-echo mooskurier

Das Bauerntheater im Jubiläumsfieber: Nach Boulevard und Ortsführungen jetzt noch Szenen aus dem Bayrischen Amtsgericht!

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 25. September 2016

Fünfzig Jahre Ammerseer Bauerntheater, aber von Müdigkeit kann bei diesem Verein wirklich keine Rede sein. Gerade erst sind die Ortsführungen zu Ende gegangen, deren großer Erfolg auch die Mitglieder ziemlich überrascht hat. Und jetzt zum Herbststück noch drei Akte aus dem bekannten „Königlich Bayrischen Amtsgericht". „Wir haben uns lange überlegt, was wir zum Jubiläumsjahr spielen wollen" meint Regisseurin und Spielleiterin Monika Jäger. Viele der Mitglieder sollten die Möglichkeit haben, dabei zu sein und das Amtsgericht stand bereits 2001 auf ihrem Spielplan und war damals ihr erfolgreichstes Stück gewesen. Ein „Revival" lag also nahe und Regisseurin und Vorsitzender des Vereins Franz Czasny freuen sich schon sehr auf die Premiere am 7. Oktober.

„Es war eine liebe Zeit, die gute, alte Zeit anno 14. (...)
Das Bier war noch dunkel, die Menschen war'n typisch, die Burschen schneidig, die Dirndl sittsam und die Honoratioren ein bisserl vornehm und ein bisschen leger. Es war halt vieles noch in Ordnung damals. Denn für Ruhe und Ordnung sorgte die Gendarmarie und für die Gerechtigkeit das Königliche Amtsgericht."

 

Bauerntheater Vorbericht 2

Eine ernste Sache so ein Gerichtstermin – aber halt nur bedingt, wenn es sich dabei um das königlich bayrische Amtsgericht in Herrsching handelt

Das „Königlich Bayrische Amtsgericht" ist eine vielteilige Serie von Gerichtsszenen in den Jahren 1912/13. Die originellen Fälle idealisieren die gute alte Zeit vor 1914 unter der Regentschaft von Prinzregent Luitpold und stammen originär aus der Feder von Ludwig Thoma. Für das Ammerseer Bauerntheater aber hat Monika Jäger 3 Akte von Andreas Kern herausgesucht, die ein buntes Potpourri an verschiedenen Persönlichkeiten und Kostümen bietet. Besonders freut sie, dass wieder viele Mitglieder der Besetzung von 2001 dabei sind und sie alle untergebracht hat, die mitsielen wollten. Seit Ende Juni sind sie nun schon wieder am Proben und haben – wie immer- viel Spaß dabei. Am 20. September konnten sie erstmals alle drei Akte in Folge spielen und die Reaktion der gekommenen Theaterleute gab der Regisseurin viel Mut. „Eigentlich hätte ich selber auch gerne mitgespielt" gibt sie freimütig zu, „aber als Regisseurin habe ich dafür das Privileg, mir die Stücke aussuchen zu können." Und trägt ganz nebenbei viel Verantwortung am Gelingen des Stückes.

Es zeichnet diesen Verein aus, dass hier so viele Mitglieder dabei sind, die Verantwortung übernehmen. Die Regisseure wechseln einander ab und stehen in anderen Stücken dann selber wieder als Schauspieler auf der Bühne. Nur so können sie es auch stemmen, in jedem Jahr mindestens zwei (Erwachsenen)-Stücke auf die Bühne zu bekommen und dabei eine Abwechslung zu garantieren, die nur wenige Bauerntheater für sich beanspruchen können. Ob Boulevard, Kriminalkomödien oder klassisches Bauerntheater: jeder hat seine persönlichen Vorlieben und sucht die Stücke entsprechend aus. „Unsere Wurzeln aber liegen im Bauerntheater" sagt Franz Czasny ganz klar und findet die Wahl des Amtsgerichts auch deswegen für besonders passend.
Malermeister Abbrecher aus Frieding ist inzwischen schon mittendrin, das Bühnenbild neu zu gestalten, da ihm das alte von 2001 nicht mehr so gefallen hat. Monika Jäger war mit ihrem Team in Wessobrunn beim Einkleiden und ist selber ganz begeistert über die Auswahl der Kostüme. Und Rita Kordel vom Andechser Hof hat die Bühne neu herrichten lassen, um auch hier die besten Voraussetzungen zu schaffen. „Wir haben so ein riesen Glück mit den Besitzern Andechser Hof, die den Spagat zwischen Seminarhotel und Theaterherberge so glänzend hinbekommt" meint der Vorsitzende dankbar.

Bauerntheater Vorbericht 1

Regisseurin Monika Jäger und Vorsitzender des Theatervereins Franz Czasny freuen sich schon darauf wenn es wieder heißt: Bühne auf für das Ammerseer Bauerntheater

Und so kann man getrost auf eine gelungene Premiere am 7. Oktober warten, wenn der Verein wieder zum ersten Mal die Bühne betritt. Nur sollte man dann nicht erwarten, als unbeteiligter Zuschauer gemütlich den Geschehnissen folgen zu können! „Der Zuschauer betritt in diesem Stück einen Sitzungssaal und ist damit mitten drin im Geschehen" grinst Monika Jäger verschmitzt. Ob das die Leute abschreckt? Der Vorverkauf läuft bereits auf Hochtouren und wer an den drei Akten des Amtsgerichts teilnehmen will sollte nicht zu lange warten...

Es berichtete für Sie Barbara Geiling

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok