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Die Realschule Herrsching will mehr sein als eine „Paukanstalt“ Startschuss für ein Schulentwicklungsprogramm und eine Auszeichnung für ihre außerschulischen Entwicklungen

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 16. Januar 2017

„Das alte Jahr hat sich mit zwei Highlights verabschiedet und das neue beginnt auch gleich wieder mit zwei weiteren Höhepunkten" freute sich die Schulleiterin Rita Menzel-Stuck bei ihrer Begrüßung. Bereits in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien konnte sie Teile der Schulfamilie und eine Reihe von Ehrengästen zu einer Feierstunde laden: die Realschule Herrsching hatte eine Urkunde für außerunterrichtliche Aktivitäten erlangt und zudem ein Schulentwicklungsprogramm auf den Weg gebracht, das seinesgleichen sucht.

„Die Urkunde für außerunterrichtliche Aktivitäten ist eine der ältesten Auszeichnungen für Realschulen und sehr wichtig" betonte der Ministerialbeauftragte für Oberbayern-West, Ernst Fischer. Man habe vor ca. 20 Jahren erkannt, wie wichtig es sei, dass Schulen keine bloßen Paukanstalten sein sollten, sondern besser auch andere Aktivitäten anbieten. Dass Lernen mehr ist als nur Mathe und Vokabeln pauken sondern Bildung auch außerhalb der Schule stattfindet. Doch wie wähle man nun eine der 80 Realschulen seines Bezirks für diesen Preis aus? Alle Schulen würden inzwischen etwas in dieser Richtung bewegen, aber die Realschule Herrsching hätte sich durch ihre drei „Leuchtturmprojekte" hervorgehoben: Da war zum einen die Herausgabe des von einer Klasse geschriebenen Buches „Schattenrisse" – ein wohl einmaliges Projekt in ganz Bayern. Daneben war die Ausstellung „Wir begegnen Flüchtlingen" und der Werte- und Kompetenztag, an dem die Schüler Themen von Mobbing bis hin zu Rassismus behandelt hatten, ausschlaggebend für die Wahl. „Die Urkunde bedeutet, dass diese Schule in ganz besonderem Maße das Miteinander von Leben und Lernen verwirklicht" schloss Fischer seine Rede.

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Der Ministerialbeauftragte für Oberbayern-West, Ernst Fischer und die Schulleiterin Rita Menzel-Stuck bei der Feierstunde zur Auszeichnung

Rita Menzel-Stuck freute sich „außerordentlich" über diese Ehre und gab das Lob direkt an Kollegium und vor allem auch die Schüler weiter. „Ohne Euch kann ich auch nichts erreichen" betonte sie.
Ein Beispiel für außerunterrichtliche Aktivitäten ist an dieser Schule auch die Förderung von musikalischen Aktivitäten. Ob Schulband, Chöre oder die Ausbildung einzelner Künstler wird großgeschrieben und dazu gehört z.B. der Neuntklässler Jakob Mühleisen, den die meisten Herrschinger schon durch seine Auftritte bei verschiedenen Gelegenheiten kennen. Mit zwei selbstkomponierten Titeln lockerte er das Programm auf und begeisterte nicht nur den Ministerialbeauftragten sichtlich.

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Astrid Zenzinger, Marion Koppelmann, Ernst Fischer, Roni Ari, Rita Menzel-Stuck und Stefan Klobeck bei der Unterzeichnung des Schulentwicklungsprogramms, in dem die Realschule konkrete Zielsetzungen für ihre Schule formuliert hat

Der zweite Anlass dieser Feierstunde war die Unterzeichnung des Schulentwicklungsprogrammes (SEP). „Zu Beginn hätte man nicht genau gewusst, wie wir vorgehen sollen" meinte der Teamleiter Stefan Klobeck. Schließlich sei aus einer Vielzahl von Ideen, Vorschlägen, den Zielvereinbarungen einer externen Evaluation und nicht zuletzt schulischen und pädagogischen Vorgaben dieses Dossier entstanden, das er dem Publikum vorstellte. Als wesentliche Ziele hatte man die verbesserte Kommunikation, ein Fördern des Bewusstseins für Integration, den Perspektivenwechsel im Unterricht und eine Verbesserung der Methodenkompetenz vereinbart. Damit das SEP nicht das gleiche Schicksal erleide wie die meisten guten Vorsätze zum neuen Jahr und gleich in Vergessenheit geriete, wolle man auch direkt mit der Umsetzung beginnen. Konkrete Schritte waren formuliert worden, Arbeitsgruppen gebildet und nun im Rahmen der Feierstunde schließlich noch die Unterzeichnung des Programms durch alle Beteiligten. Vor den Ehrengästen und den Klassensprechern setzten die Lehrer Astrid Zenzinger und Stefan Klobeck, Schulleiterin Rita Menzel-Stuck, Elternbeirätin Marion Koppelmann, Schülersprecher Roni Ari und Ernst Fischer ihre Unterschriften unter dieses wegweisende Werk. Er würde nach einiger Zeit schauen, wie es mit der Umsetzung klappen würde schloss der Ministerialbeauftragte diese Feier und wünschte der Schule viel Glück bei diesem Prozess, der so wichtig sei für die Entwicklung der Schulen.

Es berichtete für Sie Barbara Geiling

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