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Kinder vor beim Jahresempfang - Fröhliche Stimmung, viele Ehrungen und „Newcomer“ aus der Talentschmiede Herrsching prägen die Veranstaltung

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 31. März 2017

Warum Helene Fischer einladen wenn es Malaika gibt? Außerdem ist die Sängerin ja knapp an den Gemeindegrenzen vorbei nach Buch gezogen und somit für den Jahresempfang in Herrsching eher nicht geeignet. Und wenn die zehnjährige Malaika Wainwright so weitermacht mit ihren Klavier- und Gesangsqualitäten, wird man ganz bald noch sehr viel von ihr hören. Wie auch von so manch anderem jungen Künstler, der auf diesem Abend von Christian Schiller auf die Bühne gebeten wurde. Ob in der Musik oder im Sport: irgendetwas scheint in Herrschings Luft zu liegen, dass hier immer so viele junge (und auch ältere) Talente präsentiert werden können!

Es war wieder ein „Schillernder" Abend, auch wenn der Bürgermeister trotz aller Showmaster-Talente noch immer keine Glitzerkleidung anlegen möchte. Eine bunte Mischung an Menschen wurde auf diesem Empfang gehrt, die sich durch besondere Leistungen hervorgetan haben. Ob es im Sport überregionale Erfolge waren, ihr Ehrenamt mit besonderem Einsatz ausgefüllt oder in der Musik etwas auf die Beine gestellt, das nicht gerade alltäglich ist. Gutgelaunt und souverän führte Christian Schiller durch ein Programm, das durch seine so verschiedenen Einlagen wieder einmal sehr unterhaltsam und kurzweilig war.

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Malaika Wainwright ist gerade mal 10 Jahre alt und spielt bereits wie eine ganz Große

Da gibt es eben jene zehnjährige Malaika, deren Laufbahn schon Preise schmücken, die andere zu ihren Lebzeiten nicht erreichen werden. Der Schüler Jakob Mühleisen, dem man inzwischen fast zwangsläufig begegnet, sobald man auf einem der größeren Events in Herrsching unterwegs ist. Ob solo oder inzwischen auch mit Bandkollegen Max Aldinger am Keyboard singt er seine selber komponierten und getexteten Stücke mit ausdrucksstarker Stimme, die ihm viele „Follower" garantieren. Oder ein Max Huber, der spontan beschloss, ein Video seiner Songs zur Castinghow „The Voice Kids" einzusenden und kurze Zeit später seinen ersten Fernsehauftritt erlebte. Sich mit 14 Jahren singend auf die Bühne zu stellen ist alleine schon nicht jedem Jugendlichen gegeben.

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Max Aldinger und Jakob Mühleisen wurden nicht ohne Zugabe wieder von der Bühne entlassen

Und erfolgreich ist die Jugend Herrschings auch in sportlicher Hinsicht: die D-Jugend der Fußballer konnte in die Kreisliga aufsteigen und behauptet sich auch dort inzwischen schon ganz oben. Der Tennisclub Herrsching freut sich über ganz viele sportbegeisterte Kinder, und wurde für seine Jugendarbeit erst kürzlich ausgezeichnet. Dass es sich lohnt bei diesem Sport dabeizubleiben, zeigen dann auch die erwachsenen Vorbilder, wo sowohl die Herren 40 als auch jene über 60 den Aufstieg in die Superbezirksliga schafften.
Als die Volleyballer in der 1. Bundesliga ankamen, hatte man schon gedacht, dass sie nun ihren Stammplatz beim Jahresempfang verlieren würden. Ein weiterer Aufstieg war ja nun nicht mehr möglich, aber „irgendetwas lasse ich mir immer einfallen, um hier dabei zu sein" grinst Trainer, Beachvolleyballer – und inzwischen auch Snow-Volleyball-Meister Max Hauser gutgelaunt. Geehrt aber wurden er und seine Kollegen in diesem Jahr nicht nur für ihre sportlichen Erfolge, sondern auch für „das geilste Trikot der Welt", wie es die „World of Volley" entschied. Eines dieser Trikots bekam Christian Schiller als Geschenk überreicht - als „künftiger Zuspieler in Sachen Multifunktionsarena in Herrsching".

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In die Größe muss Christian Schiller noch hineinwachsen – aber im eigenen Ort das attraktivste Trikot der Welt zu haben ist auch schon was

Dass auch Erfolge im Schnellschach dem Sport zugeordnet werden, wie es der 12-jährige Laurin Stegert mit seinem Sieg in der oberbayrischen Meisterschaft bewies, mag für viele ebenso verwunderlich klingen, wie die Aufnahme des Feldgeschworenen in die Liste der immateriellen Weltkulturerben. Dieses Amt ist eines der ältesten Ehrenämter in Deutschland und wird in Herrsching durch Josef Koböck, Alfred Wölfl und Hermann Jäger vertreten. Sie helfen in der Ermittlung von Grundstücksgrenzen und sind bei Vermessungen unverzichtbar.
Unverzichtbar für das Zusammenleben ist es auch, in gewissen Situationen Zivilcourage zu zeigen. Dies kann durch einen Brief an den Bürgermeister geschehen, wie im Fall der jungen Emilie Reusken – oder durch die Festsetzung jugendlicher Graffity-Sprayer, für das dem Kommandanten der Feuerwehr, Daniel Pleyer, der Sheriffstern verliehen wurde. Zu Gast für diese Ehrung war Sebastian Herre gekommen, der Leiter der Terrorermittlung im Landeskriminalamt. Er wünsche sich, solche Taten als Ansporn für die Gesellschaft zu sehen, mehr zusammenzurücken und aufeinander zu achten.

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Ob Fußball, Volleyball, Tennis, Segeln, das Schreiben einer Ortschronik, Ehrenamt oder Musik: unter Herrschings Bürgern gibt es viele junge und junggebliebene Talente

Das Zusammenleben wird bei vielen Bürgern der Gemeinde Herrsching groß geschrieben. Ob im Ehrenamt, der Bewahrung von Geschichte, in der Kirche, im Sport oder anderen Bereichen – es gibt viele, die sich einsetzen und einige von ihnen fanden an diesem Abend den Weg in die Öffentlichkeit. Dass Zusammenleben aber auch ganz einfach viel Spaß machen kann, wurde wieder beim anschließenden „get together" deutlich. Noch lange stand man bei Gesprächen zusammen, schmiedete Pläne oder benutzte diese Plattform um Kontakte zu knüpfen.

Es berichtete für Sie Barbara Geiling

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