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Areal um Herrsching's Bahnhof soll schöner werden - Gewinner des Städtebaulichen Planungswettbewerbs steht fest

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 02. Januar 2018

Insgesamt zehn Arbeiten wurden beim Planungswettbewerb der Gemeinde eingereicht, dessen Sieger vom Preisgericht ermittelt und am 14. Dezember im Foyer der VR-Bank gekürt wurde. 

Anlass des Wettbewerbs war die notwendige Umgestaltung des Bahnhofsumfelds, welchem auch zukünftig gestalterisch als ,,Eingangstor zu Ort und See" eine große Bedeutung zukommt. Denn mit der längsten Seeuferpromenade Deutschlands, einem am Ufer entlang führenden Fußweg nach Andechs und einem beeindruckenden Wanderweg durch das Kiental, hat der Ort einiges zu bieten. Umso ernüchternder ist der Anblick des Herrschinger Bahnhofs, der zwar praktisch gelegen, aber keinesfalls attraktiv ist. Das soll sich jetzt ändern. Der Entwurf des Büros Silands, Gresz und Kaiser Landschaftsarchitekten aus Ulm zusammen mit dem Architektenbüro Hähnig-Gemmeke, überzeugte die Jury mit einstimmiger Mehrheit. Ihnen ist das Preisgeld in Höhe von 32 000 Euro sowie die Garantie zur Realisierung des Konzepts sicher. Dieses sieht einen geräumigen Platz vor, der sich nicht nur zwischen Bank- und Bahnhofsgebäude erstreckt, sondern auch im Norden und Süden vom Andechser Hof bis hin zu dem neuen Mobilitätszentrum reicht.  

Der Verkehr wird dann entlang der VR- Bank reduziert. Nur Busse dürfen über den Bahnhofsplatz direkt vor das Bahnhofsgebäude fahren. Wartende Fahrgäste sind dank eines neuen Vordachs vor Regen und Witterung geschützt. Eine Bepflanzung mit Bäumen, darunter Bänke und kleine Grünflächen, geben dem Bahnhofsvorplatz eine ganz besondere Note. Das denkmalgeschützte Gebäude der Tourismusinformation erhält durch die Einbeziehung auf dem Bahnhofsplatz eine neue Aufwertung: Vorstellbar wäre eine Nutzung als Café an dieser Stelle. Aufgrund der neuen, großzügigen Platzsituation, stehen verschiedene Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise für Marktstände, Konzerte und Feste. Das Bahnhofsgebäude könnte zudem als Markthalle genutzt werden, was gerade bei schlechtem Wetter von Vorteil ist. Die attraktive Grünfläche, die auf der Rückseite des Gebäudes entsteht, erstreckt sich bis zum freigelegten Kienbach und erhöht dadurch die Aufenthaltsqualität. Eine der wenigen Kritiken bezog sich auf die Findlinge, die für den Kienbach angedacht sind und eher an einen Gebirgsbach erinnern. Ansonten wurde das Konzept mit Lob überhäuft. Nach Meinung der Jury besticht der Entwurf durch seinen einfachen Ansatz bezüglich qualiätsvoller Freiräume, einem hohen Maß an Realisierbarkeit, Klarheit und Wirtschaftlichkeit.

Statt eines zweiten Platzes gab es für den Entwurf von ,,Bauchplan" aus München den dritten Platz (Preisgeld 16.000 Euro), um die überragende Leistung des Sieger-Konzeptes hervorzuheben. 

Herrsching kann sich also bald auf ein neu gestaltetes Bahnhofsareal freuen. Wenn alles gut läuft, könne mit dem Baubeginn Mitte 2019 gerechnet werden.

 

 Für Sie berichtete Nicole Burk.

Preisverleihung 01

Bürgermeister Christian Schiller überreichte Stephanie Gresz von Silands, Gresz und Kaiser die Urkunde für den ersten Platz des Planungswettbewerbs

 

 

 

 

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