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Frauenthemen gibt es nicht: Die Mitglieder der Herrschinger Frauenunion trafen sich zur Ehrung langjähriger Mitglieder

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 11. Februar 2018

Es braucht nicht immer eine große Bühne, um seine Dankbarkeit auszusprechen. Statt auf großes Spektakel setzte die Herrschinger Frauenunion auf Gemütlichkeit und traf sich zum entspannten Beisammensein bei Fromuth Heene, der Vorsitzenden des Verbandes, um die Frauen zu ehren, die diesem nun schon seit vielen Jahren die Treue halten.

Unter den Gästen waren auch die Kreisvorsitzende der Frauenunion, Ute Nicolaisen-März, sowie das neuste Mitglied, Claudia Hatteier. Erst vor zwei Monaten ist die Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Gilching dazu gestoßen. Es sei eben auch wichtig, dass Frauen dabei sind, die Einfluss auf politische Gremien ausüben könnten, so Nicolaisen-März. Darum hatte sie die Gilchingerin gefragt, ob sie nicht Mitglied werden wolle. Da es in ihrem Heimatort keine eigene Frauenunion gibt, sei sie schließlich in Herrsching gelandet, berichtet Hattman. Die Herrschinger Vereinigung ist eine von derzeit gerade einmal vier Ortsverbänden im ganzen Landkreis. Einen fünften wird es wohl bald in Weßling geben.

 

Frauenunion Mitgliederehrung

Zahlreich erschienen die Mitglieder der Herrschinger Frauenunion um gemeinsam bei Fromuth Heene auf die Jubilarinnen anzustoßen. V.l.: Christa Bauer, Ulrike Kerzel, Ulli Schweyer, Christine Pittrich, Gabi Walger, Ute Nikolaisen-März, Doris Kramp-Cichon, Sybille Glaser, Anglika Knülle, Ingrid Frömming, Fromuth Heene, Renate Losert, Michaela Brugger, Claudia Hatteier, Hannelore Doch und Ingrid Rossbach

 

Während der Schnee den Garten in eine idyllisches Weiß tauchte, ließ es sich drinnen bei Sekt und Häppchen entspannt austauschen, auch über vergangene Zeiten. Manches Verbandsmitglied ist schließlich bereits seit der ersten Stunde dabei, darunter auch die ehemalige Vorsitzende Angelika Knülle. Ausgetreten ist in all den Jahren tatsächlich noch nie jemand, berichtet Heene. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Frauenunion nicht direkt mit einer Parteimitgliedschaft gekoppelt ist. Nur etwa die Hälfte der 45 Frauen, die sich in der Frauenunion engagieren, sind auch Mitglied der CSU, schätzt sie. Die Hemmschwelle ist damit vielleicht niedriger. Für viele ist der Verband auch ein erster Schritt in ein politisches Engagement, einige der Mitglieder waren zunächst nur in der Frauenunion, bevor sie schließlich auch der Partei beitraten.

 

Ihre Aufgabe sieht die Frauenunion primär darin, Frauen für politische Ämter zu begeistern und ihre Themen auf kommunaler, nationaler und Kreisebene in die Partei einzubringen. Auf klassische Frauenthemen alleine beschränkten sie sich dabei nicht, betont Heene, schließlich seien Frauen mittlerweile auf allen gesellschaftlichen Ebenen vertreten und somit auch alle Themen Frauenthemen. So etwas wie reine Frauenthemen gibt es also nicht. So holt die Frauenunion regelmäßig hochkarätige Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen nach Herrsching. Erst im November lockte etwa ein Vortrag, den der ehemalige Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, zum Zustand des Rechtsstaats hielt, zahlreiche Gäste in den Andechser Hof. Sicherlich wird auch in diesem Jahr wieder einiges geboten.

 

Für Sie berichtete Marcella Rau

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