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So schön kann Tradition sein: Mit dem Kirchweihfest haben die Morgenstern Schützen einen alten Brauch wiederbelebt. Auch in diesem Jahr lassen zahlreiche Besucher sich das Fest nicht entgehen

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 24. Oktober 2018

Es ist eine bayerische Tradition, die in vielen Dörfern bereits in Vergessenheit geraten war. Seit einigen Jahren jedoch erfreut sich das Kirchwehfest wieder wachsender Beliebtheit. Immer mehr Dörfern feiern inzwischen wider „Kirta", „wozu wir sicherlich auch einen Beitrag geleistet haben", erzählt Herbert Breitenberger nicht ganz ohne Stolz. Breitenberger ist Vorstand der Morgenstern Schützen, die das Fest, das immer am dritten Sonntag im Oktober stattfindet, vor nunmehr neun Jahren wieder ins Leben gerufen haben. Und das mit Erfolg. Bei strahlendem Sonnenschein kommen vor allem die Breitbrunner auch in diesem Jahr zahlreich. Mit etwa 600 Gästen, vor allem aus dem Dorf und den benachbarten Orten, rechnet der Schützenchef auch in diesem Jahr. Größer soll das gemütliche Fest an der Heilig-Geist-Kirche auch gar nicht werden. Auf Werbung verzichtet man deshalb ganz bewusst. Aber auch ohne scheint es sich durchaus herumgesprochen zu haben, welch schöne Feier die Schützen da geschaffen haben. „Das Essen geht uns eigentlich immer aus", erzählt Breitenberger. Dabei bereite man jedes Jahr aufs Neue mehr vor.

 

Der Renner sind natürlich die traditionellen Kirchweihnudeln, die laufend frisch hergestellt werden. Geht der Teig aus, werden da schon einmal Wartezeiten in Kauf genommen. Daneben gibt es selbst gebackene Kuchen, die von Hobbybäckern aus dem ganzen Dorf beigesteuert wurden, Brotzeit und Gänsebraten. Elf Fässer Bier stehen bereit. Speiß und Trank ist aber bei weitem nicht alles, womit die Kirta lockt. Auch für Unterhaltung ist in diesem Jahr wieder reichlich gesorgt.

 

Bild Kirchweih

Die besondere Attraktion des Kirchweihfestes ist die „Hutsch´n", die auch in diesem Jahr vor allem die kleinsten Besucher bei Laune hält. Jedes Jahr wird die Konstruktion aufs Neue aufgebaut.

 

Das ganz besondere an diesem Fest ist natürlich die „Hutsch´n" – ein an einer Holzkonstruktion aufgehängter Balken, der sich trefflich zum Schaukeln eignet und vor allem bei den Kindern für Kurzweil sorgt. Keinen Moment kommt sie zu Ruhe. „So eine Hutsch´n wie die unsere ist mit Sicherheit einzigartig auf der Welt", meint Breitenberger. Jedes Jahr werde die Holzkonstruktion aufs Neue aufgebaut.Für die passende musikalische Untermalung sorgen die Amperland-Musikanten, der örtliche Trachtenverein, die Jaudesbergler, stellen mit traditionellem Tanz ihr Können unter Beweis. Vor allem bei den jüngeren Besuchern beliebt ist außerdem die Möglichkeit, sich selbst einmal am Luftgewehr zu versuchen. Und auch die Kleinsten dürfen sich schon am völlig ungefährlichen Lichtgewehr versuchen.


Davon, dass das Kirchweihfest in alten Zeiten vor allem als Anlass für ausgedehnte Saufgelage diente, merkt man heute selbstverständlich nichts mehr. In Breitbrunn sind es vor allem Familien, die das Fest besuchen und sich - ganz gesittet, das ein oder Glas Bier schmecken lassen.

 

Für Sie berichtete Marcella Rau

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