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Planungen für das Gemeindehaus, Neubauten und ein Antrag für die Prüfung eines Gehweges: reges Interesse begleitet die Bürgerversammlung in Widdersberg

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 01. März 2019

Der abgeschnittene Schlips von Geschäftsführer Günther Pausewang machte es deutlich: schon wieder einmal fiel die Bürgerversammlung in Widdersberg auf den Weiberfasching. Als kleine Entschuldigung wurde im Ignazhof ein Glas Prosecco für alle serviert und trotz dieses „Feiertages" zeigten die Bürger großes Interesse an dieser Veranstaltung. Ein Querschnitt durch die Themen der Gemeinde und ein Schwerpunkt auf die Geschehnisse in Widdersberg, wo aktuell der Neubau des Gemeindehauses immer konkretere Formen annimmt. Im Fragenteil wurde die weitere Bebauung im Ort zum zentralen Thema.

Im vergangenen Jahr hatte sich die Mehrheit der Widdersberger in einer Befragung dafür ausgesprochen, das bestehende Gemeindehaus nicht zu renovieren, sondern ganz neu zu bauen. Vertreter der Vereine und weitere Anwohner bildeten in Folge mit einer Arbeitsgruppe aus der Gemeinde und dem Büro Sommersberger ein Planungsteam, in der die Wünsche und Möglichkeiten des Baus konkretisiert wurden. Von den Widdersbergern wären dabei schon sehr konkrete Vorstellungen genannt worden, betonte der Bürgermeister. Ein Saal für mindestens 60 Personen, eine Küche, Backstube, Lagerräume, Zugang zum Spielplatz und weitere Wünsche mehr wurden vom Planungsbüro aufgenommen und sollen – wie auch die Möglichkeit einer Wohnung im Dachgeschoss – bis Ende Mai/Anfang April geprüft werden.

BV Widdersberg 2019 1

Auch in Widdersberg wartete ein voller Saal auf den Bericht des Bürgermeisters und auf die Gelegenheit, im Rahmen der Bürgerversammlung Fragen loszuwerden, die ihren Ort betreffen

Die Bebauung durch private Häuser dagegen erhitzt die Gemüter der Anwohner. Es kamen Fragen, ob denn die Größe und Kubatur der an der Pilsenseestraße und Seemoosweg gebauten Häuser rechtmäßig wäre und die Gemeinde nichts gegen eine weitere Bebauung in diesem großen Stil tun könne. „Leider nicht" war die Antwort von Bauamtsleiter Guido Finster, da für dieses Bereich kein Bebauungsplan bestehe. Solange die Neubauten sich in Größe und Abstandsflächen an die Vorgaben hielten, würde das Landratsamt die Genehmigung erteilen und die Gemeinde hätte darauf keinen Einfluss. Eine nachträgliche Bauleitplanung, die den Grundeigentümern neue Beschränkungen auferlege, könne Schadensersatzforderungen an die Gemeinde nach sich ziehen.
Kleinere Häuser mit ca. 100 m2 Grundfläche und einem Obergeschoss werden aktuell an der Dorfstraße gebaut. Die Gemeinde hatte dieses Grundstück 2014 verkauft und damals auch die Baugenehmigung dafür erteilt, nach der jetzt gebaut wird.
Von Achim März kam der einzige Antrag dieser Bürgerversammlung. Er forderte den Gemeinderat auf, einen Gehweg entlang der Dorfstraße zu prüfen und dafür nötige Grundstücksverhandlungen mit den Anwohnern aufzunehmen. Der Antrag wurde von den Besuchern der Versammlung mit großer Mehrheit angenommen.
Es kamen dann im Verlauf des Abends noch Fragen zu den Baumfällungen, die einigen Anwohnern zu weit gingen. Eine rechtskonforme Baumschutzverordnung würde für Herrsching die Einstellung eines weiteren Mitarbeiters erfordern und hier hatte sich der Gemeinderat dagegen entschieden. Von Susanne Holzer kam schließlich noch die Anfrage, ob sich Herrsching für den Titel „Bienenfreundliche Gemeinde" bewerben will. Ein Vorschlag, den Christian Schiller gerne aufnehmen und an die Mitarbeiterin Patrizia Kalz, zuständig für Umweltfragen, weiterleiten will.

Für Sie berichtete Barbara Geiling

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