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Delegiertenversammlung des TSV Herrsching: Berichte aus den Abteilungen, Vorstandswahlen und ein neues Ehrenmitglied

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 20. Mai 2019

Ein großer und aktiver Verein ist der TSV Herrsching mit seinen acht Abteilungen. Allen voran die mitgliedsstarken Handballer, gefolgt von Fußball, Wassersport, Tischtennis, Volleyball, Gymnastik/Turnen Reha und Badminton. Alleine über 1000 Kinder und Jugendliche trainieren hier jede Woche und nehmen – wie auch zahlreiche Erwachsene - erfolgreich an Turnieren u.a. Wettkämpfen teil. Mannschaften in Kreis-, Bezirks, Landes- und sogar Bundesliga kann der Verein vorweisen. Und so verschieden diese Sportarten und Wettkämpfe auch sind, so eint alle zumindest ein Problem: sie hätten gerne mehr Hallenkapazitäten für ihr Training. Sehnsüchtig erwartet also der Neubau der größeren Realschul-Turnhalle – der sich allerdings um ca. 1 Jahr verzögert – und das geplante Gymnasium mit Dreifachhalle.

Man sei schon mit dem Zweckverband im Gespräch, um einen möglichen Einfluss auf die Ausgestaltung der Hallen wahrzunehmen, betonte der 2. Vorsitzende Christian Sörensen. Sich hier aktiv an den Gesprächen einzubringen ist also ein Ziel der Vorstandschaft, deren weitere Aufgaben die Vorsitzende Hannelore Doch kurz umriss. In der Hauptsache gehe es darum, die Bürokratie aus den Abteilungen herauszunehmen, damit diese sich voll auf den Sport konzentrieren können. Datenschutz war hier z.B. ein wichtiges Thema, das im vergangenen Jahr viel Zeit und Nerven gekostet hätte. Darüberhinaus Verwaltungsaufgaben, Zuteilungsschlüssel, u.a.m. Ein großer Dank ging an Martin Wirries, der die Geschäftsstelle des TSV mit großer Umsicht leitet.

TSV MV 1

Der neue/alte Vorstand des TSV Herrsching präsentiert sich mit seinem neuen Ehrenmitglied. V.l.: Christian Sörensen (2. Vorstand), Alex Tropschug (Beisitzer), Edith Rosen (3. Vorstand), Rudi Demirovic (Beisitzer), Hannelore Doch (1. Vorstand), Hans Wannenmacher (Ehrenmitglied) und Sepp Breitsameder (Kassier)

Im folgenden Teil berichteten die Abteilungsleiter über die Ereignisse des vergangenen Jahres und Perspektiven für die kommende Saison. So können sich die Fußballer über viel Zuwachs in den jüngeren Mannschaften und große Erfolge in der D- und C-Jugend freuen. Ältere Spieler zu halten, aber sei eine Herausforderung, wie Abteilungsleiter Florian Maier betonte. Florian Maier hat den Posten des Abteilungsleiters von Willi Welte übernommen, dem er in Abwesenheit für seinen unermüdlichen Einsatz dankte – und der vom Vorstand für seine Arbeit geehrt wurde.
Erfolgreich und mannschaftsstark auch die Handballer, die mit über 500 Mitgliedern ein Viertel des gesamten TSV ausmachen. Von ihren Aktivitäten und Highlights berichtete Uli Sigl, der seine Rede mit einem Dank an alle diejenigen schloss, die „den Betrieb am Laufen halten". An die Sponsoren, die über 50% der Kosten tragen, der Gemeinde für ihre großzügigen Zuschüsse, dem Vorstand, Hallenwarten u.a.
Hilfe, auf die auch die anderen Abteilungen, wie z.B. Volleyball angewiesen sind, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Erfolgreiche Mixed-Mannschaften, Damen, die ohne Niederlage den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft haben, die Jugend und natürlich die Herren in Bundesliga und Landesliga. Abteilungsleiter Andreas Schenkel hob an dieser Stelle besonders die Leistung von Stefan Bachmeier hervor, der eine Herren- und 4 Jugendmannschaften trainiert. Trainer also werden in dieser Abteilung dringend gesucht.
Für die Aktiven des Tischtennis berichtete Rudi Demirovic. Auch hier hat man Schwierigkeiten, die Jugend bei der Sportart zu halten, die in dieser Saison ihren Aufstieg aufgrund fehlender Mitspieler nicht wahrnehmen konnte. Sein herzlicher Dank richtete sich an Jürgen Funk, der als Gründungsmitglied seit 48 Jahren dabei ist und die Jugendarbeit maßgeblich beeinflusst hat. Auch er wurde von der Vorstandschaft für seinen Einsatz geehrt.
Stabile Mitgliedszahlen weisen die Turner vor, die aber aufgrund fehlender Hallenkapazitäten auch eine Warteliste für Neuanmeldungen führen. Für die Zukunft planen sie mehr Wettkampfteilnahmen, ein eigenes Ferienlager und langfristig die Anschaffung einiger neuer Geräte.
Nicht auf die Halle angewiesen sind die Wassersportler. Mit 20 Segel-, 27 Ruder- und 3 Motorbooten sind sie auf dem Wasser zugegen und müssen allerdings viele Arbeitsstunden einbringen, um ihre Sportgeräte in Schuss zu halten. Arbeit aber hatten sie auch an diesem Abend geleistet, um die Mitglieder in ihren Räumlichkeiten zu empfangen und im Anschluss zu bewirten.
Für die Abteilung Reha war es ein tiefer Einschnitt als das ArtHotel seine Eintrittsgelder für das Schwimmbad so erhöhte, dass ihre Wassergymnastik nicht mehr realisierbar war. Trotzdem aber auch hier hohe Mitgliedszahlen, die für den Abteilungsleiter Otto Schmidt viel Arbeit in der Abrechnung mit den Krankenkassen bedeutet.
Der Kassenbericht, vorgetragen von Sepp Breitsameder, brachte keine Überraschungen mit sich, womit eine Entlastung des Vorstands gewährleistet war. Die Neuwahlen, bzw. Bestätigungen der amtierenden Vorstandsmitglieder lief schnell und unbürokratisch – was nach Meinung von Bürgermeister Christian Schiller für den Verein spricht. 340.000 Euro im Jahr gibt die Gemeinde für den TSV aus, aber man sei froh einen so aktiven Verein hier am Ort zu haben.

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Eine Silbernadel mit Gold vom Bayrischen Landes-Sportverband samt Urkunde erhielt Hans Wannenmacher für seine langjährige Tätigkeit beim TSV Herrsching. Hier mit der 1. Vorsitzenden Hannelore Doch

Immer aktiv und das schon über viele Jahre hinweg ist Hans Wannenmacher, der an diesem Abend von den Delegierten die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde. „Längst überfällig" sei dieser Schritt, meinte der stellvertretende Kreisvorstand des Bayrischen Landes-Sportverband, Michael Heimrich. 1972 als Polizist nach Herrsching gekommen „wollte ich damals eigentlich nur weiter Handball spielen" grinste der Geehrte. Auch das tat er viele Jahre lang – und arbeitete nebenbei über Jahrzehnte hinweg als Trainer, Kassier, Abteilungsleiter, Schiedsrichter, Mitinitiator des Bayrischen Schulhandballcups und in weiteren Aufgaben mehr. Uli Sigl hatte eine Laudatio für ihn geschrieben, in der er auch seine besondere Begabung herausstellte, aus einzelnen Spielern eine harmonische Mannschaft zu formen. „Ohne ihn wäre die Handballabteilung in Herrsching nicht das, wie sie heute ist."

Für Sie berichtete Barbara Geiling

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