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Das Schlossgartenfest 2019 trotzte den Wetter-Apps: Viele Gäste und spannende Kämpfe auf dem Wasser statt Gewitter & Co

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 01. August 2019

„Es hätte ja auch hageln können" war Ludwig Darchingers trockener Kommentar auf den etwas feuchten Einzug der Vereine zum Kurparkschloss. Sprich: schadet also nichts, wenn es wohl zum 1. Mal seit Beginn der Schlossgartenfest-Wetteraufzeichnungen kräftig schüttete, als sich der große Tross Herschinger Vereine in Richtung Festgelände aufmachte. Und die Gewitter-Vorhersagen zu den Zeiten von Fischerstechen und Sautrogrennen? Abwarten" lautete die Devise des Organisators. Sein allseits bewährtes Wetterlämpchen schließlich brannte und dagegen mussten sich die Wetter-Apps erst mal behaupten. Schafften sie nicht! Spannende Kämpfe beim Fischerstechen, knappe Entscheide beim Sautrogrennen und viel Spaß und gute Laune drum herum. Bis dann am Sonntag doch noch Sturzbäche vom Himmel fielen und eine relativ schnelle Räumung des Festgeländes verursachten. Bis auf ein paar Unermüdliche, die sich mit Hilfe von Biertischen ihr eigenes – und echt grandioses - Festzelt bauten.

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Wenn sich die vielen Herrschinger Vereine in Richtung Schlossgartenfest aufmachen, dann ist das immer ein beeindruckender Zug an Leuten – die sich in diesem Jahr auch nicht vom Regen abhalten ließen

Ob er die vielen Vereinsmitglieder nicht länger als notwendig im Regen stehen lassen wollte? Nur ganze 2 Schläge brauchte Christian Schiller zum Anstich des Fasses und dem Freibier für alle Mitmarschierer des Einzugs.

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Die Übung macht's: nur zwei Schläge brauchte Christian Schiller unter den kritischen Augen von Ludwig Darchinger und Dieter Doch zum traditionellen Anstich beim Schlossgartenfest 2019

Der Regen verabschiedete sich dann auch sehr schnell „und so brauchten wir unsere Wegesprenkler gar nicht einzusetzen" meinte Ludwig Darchinger ganz pragmatisch. Als sich auch das zaghafte Donnergrummeln verzog, konnte zur Freude der immer zahlreicher eintrudelnden Gäste das Fischerstechen zur geplanten Zeit eröffnet werden. Der spiegelglatte See präsentierte den Teilnehmern optimale Bedingungen und den Zuschauern spannende Zweikämpfe. Während anfangs noch die pure Schwerkraft zu manch einer Entscheidung verhalf, standen sich gegen Ende die „Profis" in länger werdenden Finals gegenüber. Als bislang längstes Halbfinale wird dabei wohl das Stechen zwischen Stefan Bachmeier und Lars Schüppe in die Annalen der Schlossgarten-Geschichte eingehen, das letzterer am Ende für sich entschied und später - wie schon im Vorjahr - auch das Finale. Sein Erfolgsrezept? Familie und Freunde, die einen anfeuern und natürlich das Schläuche tragen bei der Freiwilligen Feuerwehr!

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Immer eines der beliebtesten Events des Schlossgartenfests: das Fischerstechen, welches wie schon im Vorjahr Lars Schüppe für sich entscheiden konnte

Auch beim Sautrogrennen am folgenden Tag konnten sich die Vorjahressieger durchsetzen: das Team MS Traumschiff, Flo Schnell und Jonas Schmid, paddelten überlegen ihren vielen Konkurrenten davon und heimsten den Essensgutschein über 70 Euro vom Seehof ein. Dieser sei im Übrigen die Motivation für das harte Training, mit dem sie ihre Siege ermöglichen verkündeten sie und kündigten ihren Wiederantritt im kommenden Jahr an. „Training" wird auch nötig sein, gaben doch sowohl die Zweitplatzierten Christoph Bennet/Robert Frühling, als auch das einzige Frauenteam und Drittplatzierten, Benita Oberhofer/Miriam Thurner, ihren Anspruch auf den Wanderpokal bekannt!
Und sonst? War es einmal mehr ein richtig gelungenes Fest für die Herrschinger und ihre Gäste. Ein Zusammenkommen bei Musik und reicher Auswahl an Essen und Getränken. Ein schöner Auftakt in die Sommerferien und einfach: gut! Und damit ein herzliches Dankeschön an den Verein D'Herrschinger, die diese Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder so großartig gestemmt haben. Und deren Wetterglück beim Aufräumen dann doch ganz empfindlich baden ging!

Für Sie berichtete Barbara Geiling

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