Viveremos! Eine musikalische Reise zwischen Dunkelheit und Licht

Kategorie: Konzerte

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Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Freitag, den 27. Februar 2026, das Kurparkschlösschen Herrsching, als Ricardo Volkert und Carmen López ihr Programm „Viveremos! – Lieder von Dunkelheit und Licht“ präsentierten. Bereits mit den ersten Klängen war klar: Dieser Abend würde mehr sein als ein Konzert – er wurde zu einer intensiven, sehr persönlichen musikalischen Begegnung. Ricardo Volkert entführte das Publikum auf eine ebenso anmutige wie packende Reise durch Andalusien, Spanien und Lateinamerika. Zwischen den Stücken schuf er mit persönlichen Geschichten und Anekdoten eine intime, fast vertraute Atmosphäre. Gegen Mitte des Abends wurde der Musiker nachdenklich: „Seit mittlerweile 20 Jahren lebe ich in Herrsching. Dieser Ort inspiriert mich bis heute – und zugleich macht es demütig zu spüren, wie schnell die Zeit vergeht und wie sehr sie uns prägt.“ Aus diesem Gedanken heraus entstand einer der emotionalsten Momente des Abends: ein Lied über Liebe, Vergänglichkeit und Tod, getragen von leiser Intensität und großer Tiefe. Carmen López überzeugte mit einem ebenso anmutigen wie feurigen Auftritt. Rhythmisch präzise, voller Ausdruck und Temperament zog sie die Herrschinger:innen mit ihrem Flamenco unweigerlich in den Bann. Gemeinsam mit Volkert ließ sie das Publikum tief eintauchen in eine poetische Klangwelt, in der gefühlvolle Balladen, Canciones und Romanzen oft zweistimmig erklingen. Flamenco bildet dabei das musikalische Zuhause, doch fließen ebenso andere Stilrichtungen mit ein – mal zart, mal kraftvoll, immer authentisch.

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Besonders eindrucksvoll waren die von Ricardo Volkert vertonten Verse großer Dichter wie García Lorca, Pablo Neruda oder Rafael Alberti, die sich abwechselten mit klassischen Flamencostilen wie Alegría, Bulería oder Tangos Flamencos. Eine zusätzliche rhythmische Dimension erhielt der Abend durch den bekannten Herrschinger Percussionisten Ludwig Himpsl, der als Special Guest mit feinem Gespür und großer Präsenz den musikalischen Dialog bereicherte. Am Ende blieb langanhaltender Applaus – und das Gefühl, Zeuge eines besonderen Abends geworden zu sein, der Dunkelheit und Licht, Nachdenklichkeit und Lebensfreude auf eindrucksvolle Weise miteinander verband.

Für Sie berichtete Sandra Eichner.

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