Blutspendeehrung des Blutspendedienstes für Oberbayern

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Von links: Georg Götz (Geschäftsführer Blutspendedienst), Andreas Großmann (100 Blutspenden), Markus Schmolz (75 Blutspenden), Birgit Büsing (Bereitschaft Gilching und Fachdienst Betreuung und Verpflegung BRK Starnberg), Iris Nowak, Gabriele Rennert und Roland Kleitsch (je 75 Blutspenden) sowie die Blutspendebotschafter Gela Allmann und Dominik Klein.

In 20 BRK Kreisverbänden potentiell 114.825 Leben gerettet – 6 Landkreisbürger:innen waren dabei

Blutspenderinnen und Blutspender mit 75, 100, 150 und 175 Blutspenden wurden im Veranstaltungsforum Fürstenfeld am 20. Mai in einer großen Veranstaltung geehrt. BR-Moderator Michael Sporer führte charmant durch den Abend. Mats Hummels schickte eine Videobotschaft und die Blutspendebotschafter Gela Allmann, Bergausdauersportlerin und Mentaltrainerin, die nach einem Sturz über 800 m nur dank vieler Blutkonserven überlebte sowie Dominik Klein, Handballprofi und Weltmeister, bedankten sich persönlich bei jedem der Spenderinnen und Spender.

Eine gelungene Veranstaltung mit leckerem Essen und lustiger Unterhaltung durch Kabarettist Chris Boettcher, der für ausgelassene Stimmung und viele Lacher sorgte.

Auch BRK Präsident Hans-Michael Weisky schickte ein Video. „94% in der Bevölkerung halten Blutspenden für wichtig, aber nur 3% spenden tatsächlich.“, so Georg Götz, Geschäftsführer des Blutspendedienstes, in seiner Rede. In Bayern seien das mehr, hier spenden sogar zwischen 5 und 10%, wobei die Bereitschaft auf dem Land höher sei, als in der Stadt. In 2025 gab es in Bayern 3.557 Termine, bei denen 535.829 Spendenwillige erschienen seien. 492.372 Personen durften dann nach dem obligatorischen ärztlichen Check tatsächlich spenden, darunter beeindruckende 45.703 Erstspender. Durchschnittlich gibt es 151 Blutspender pro Termin. Götz sprach einen großen Dank aus an die 8.400 Ehrenamtlichen und vor allem an die 275.000 aktiven Blutspender in Bayern. Er schloss mit der eindringlichen Bitte: „Bitte machen Sie weiter so!“

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Was sind denn die Motive, die hinter der Bereitschaft Blut zu spenden, stehen? Wir haben unsere Starnberger Blutspender gefragt:

Markus Schmolz vom Liegenschaftsmanagement des BRK Starnberg, hat inzwischen schon 77mal Blut gespendet. Bereits sein Vater ging regelmäßig zum Blutspenden und er folgte dem Vorbild, auch, wie er augenzwinkernd zugibt, weil es dort immer ein Fresspaket gab. Aber ein
gewisser Grad an Helfersyndrom ist natürlich auch immer dabei, „dass du Gutes tust und anderen helfen willst“ ist ein wesentlicher Grund für die Blutspende. Das beweist er auch heute noch täglich in seinem ehrenamtlichen Engagement als stellvertretender Vorsitzender der Kreiswasserwacht.
Er hatte einen ganzen Spezlkreis organisiert, der, noch auf der Blutspendeliege liegend, bereits den nächsten gemeinsamen Termin fix machte. 56 Tage sollten zwischen den Blutspenden liegen, so wurden engmaschig die Termine vereinbart. Vom einstigen Spezlkreis sind noch 3 dabei. Schmolz hat aber die Kreise der Blutspender noch weiter gezogen und war maßgeblich dafür verantwortlich, dass es in Andechs nun auch regelmäßig die Gelegenheitgibt, Blut zu spenden.

Begleitet wurden die Starnberger Blutspender von Birgit Büsing, die als Ehrenamtliche in der Bereitschaft Gilching und dem Fachdienst Betreuung und Verpflegung die Aktionen im Landkreis logistisch vorbereitet. „Mittlerweile haben wir schon über 30 Termine im Jahr!“, erklärt sie stolz. Auch wenn das viel unbezahlte Arbeit in ihrer Freizeit kostet, ist sie mit Herzblut dabei.
Angefangen hat die Blutspende im Landkreis Starnberg im August vor etwas mehr als 10 Jahren mit dem Blutspendetruck auf dem Kirchplatz. Im Landkreis Starnberg steigt auch Spendenbereitschaft, gegen den allgemeinen Trend.
Zwischen 2019 und 2024 gab es im Landkreis einen Zuwachs von 38,15% an Blutspendern, im Jahr 2024 waren es 3.795 Freiwillige.

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Roland Kleitsch, ebenfalls aus Gilching und ebenfalls für 75 Blutspenden geehrt, kam ganz spontan auf dem Weg in die Arbeit zur Blutspende. „Ich helfe gerne mit“, meint er. „denn Blut kann man nicht künstlich herstellen.“ Seinen Vater haben Blutspenden davon bewahrt, sein Bein zu verlieren.

Iris Nowak aus dem Landkreis hatte bei ihren 75 Blutspenden immer im auch Blick, dass sie selber auch mal in solch eine Situation kommen könnte, in der sie auf Blutpräparate angewiesen sein könnte, was statistisch gesehen, jedem 3ten von uns einmal im Leben passiert. „Und man tut etwas richtig Gutes!“, so ihr Hauptbeweggrund. Sie motiviert auch in ihrem Umfeld, bei der Blutspende mitzumachen. Ihren
Lebensgefährten habe sie auf jeden Fall schon überzeugt.

Auch Gabriele Rennert aus Starnberg war mit 75 Blutspenden unter den Geehrten.

Auf bereits über 100 Blutspenden ist Andreas Großmann gekommen, der als Feuerwehrmann in Gauting das Helfen in seiner DNA hat. Seinen Sohn und seine Tochter habe er auch schon überzeugt, erzählt er stolz.

Wer dem beeindruckenden Beispiel unserer Spenderinnen und Spender im Landkreis folgen will, findet alle Termine und viele Informationen rund um die Blutspende auf blutspende-starnberg.de.
Im Mai finden noch 2 Termine statt, am 28.5. im Gilchinger Rathaus und am 19.5. in Seefeld im Katholischen Pfarramt St. Peter und Paul. Im Juni geht es dann weiter am 15. im Bosco Kulturhaus in Gauting, am 25. Juni wieder in Gilching und am 29. in der Starnberger Schlossberghalle. Mit einer vorherigen Terminreservierung kann man Wartezeiten verringern.

Kommen Sie vorbei, spenden Sie Blut und zeigen Mitmenschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein und retten Sie mit einer Spende im besten Fall bis zu drei Menschenleben.

Für Sie berichtete Herrschinger Spiegel.

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