Gemeinde schlägt alternativen Standort für Bohrplatz vor

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Bei einer Pressekonferenz stellten sie den alternativen Standort für einen Bohrplatz vor (v.li.): Christina Reich, 2. Bürgermeisterin, Bauamtsleiter Oliver Gerweck, Alexander Keim (FDP), Wolfgang Darchinger (Grüne), Bürgermeister Christian Schiller, Hans-Hermann Weinen (SPD), Geschäftsleiter Guido Finster, Thomas Bader (CSU) und der 3. Bürgermeister Wolfgang Schneider.

Geothermie in Herrsching

Die Gemeinde Herrsching informierte am 20. März in einem Pressegespräch über den aktuellen Stand zum Geothermie-Projekt der Firma „Erdwärme Herrsching“.

Da der vorgesehene Bohrplatz in der Nähe des Naturschutzgebietes umstritten ist, hat die Gemeinde dem Betreiber eine alternative Bohrfläche angeboten.

In der letzten nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung wurde zum Thema beraten und die Geheimhaltung am 17. März aufgehoben: „Geothermie ist uns in Herrsching wichtig, deswegen wollen wir öffentlich über den Sachstand und die aktuelle Entwicklung berichten“, sagte Bürgermeister Christian Schiller. Der Einladung in den Rathaussaal waren alle Fraktionen (außer der Bürgergemeinschaft Herrsching) sowie Bauamtsleiter Oliver Gerweck, Geschäftsleiter Guido Finster und örtliche Pressevertreter gefolgt.

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Gegenstand der Thematik ist das Vorhaben der Firma „Erdwärme Herrsching“, einen beim Bergamt Südbayern beantragten Bohrplatz zu errichten, der rund 100 Meter vom Naturschutzgebiet Herrschinger Moos entfernt liegt – eine Standortwahl, die die Gemeinde verhindern möchte. Historisch wird der Bereich südlich des Pilsensees als „Moosäcker“ bezeichnet, wie eine Flurkarte aus dem Jahr 1842 aufzeigt. Daraus entwickelte sich später das Naturschutzgebiet „Herrschinger Moos“.

Schiller erläuterte, dass das Tiefengeothermie-Projekt rechtlich als Vorhaben von „überragendem öffentlichen Interesse“ eingestuft werde. Dies hat zur Folge, dass kommunale und naturschutzrechtliche Bedenken im Genehmigungsverfahren beim Bergamt Südbayern nur eine untergeordnete Rolle spielen. „Darauf haben wir kaum Einfluss“, sagte Schiller. Das Landratsamt und die Gemeinde wurden nur einmal als Träger öffentlicher Belange gehört. Derzeit habe die Kommune nur begrenzte Möglichkeiten, auf die Standortwahl direkt Einfluss zu nehmen. Ein entscheidender Faktor ist die verkehrstechnische Erschließung des rund 7.000 Quadratmeter großen Areals. Für den notwendigen Schwerlastverkehr planen die Projektverantwortlichen die Nutzung eines Teilstücks eines bestehenden Weges. Da sich diese Teilfläche aber im Eigentum der Gemeinde befindet, hat der Gemeinderat die Freigabe hierfür verweigert. Der Bürgermeister begründete dies damit, dass man an dieser Stelle keine weiteren Industriestandorte im Außenbereich ermöglichen möchte.

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Ehemaliges Klinikgrundstück als alternativer Standort
Um das Geothermie-Vorhaben generell nicht zu verhindern, hat die Gemeinde der „Erdwärme Herrsching“ offiziell das ehemalige Klinikgrundstück an der Seefelder Straße als Bohrplatz angeboten. Die ursprünglichen Pläne für ein Gymnasium oder einen Krankenhausneubau an dieser Stelle seien hinfällig, so dass die Fläche nun für andere Nutzungen zur Verfügung stehe, so Schiller. Er wies darauf hin, dass für dieses Areal bereits im Jahr 2012 ein genehmigter Vorbescheid für die Errichtung eines Bohrplatzes existierte und man daran anknüpfen will. Das Grundstück liegt am Ortsausgang und grenzt unmittelbar an eine Fläche an, die dem Geschäftsführer der Erdwärme Herrsching, Josef Birner, gehört. Was dabei herauskommt, ist noch offen. „Jetzt warten wir gespannt auf die Rückmeldung des Unternehmens“, betonte der Bürgermeister.

Für Sie berichtete Nicole Burk.

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