Die Sanierung der alten Nikolauskirche beginnt

Kategorie: Kultur & Bildung

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Die Umbauarbeiten an der alten Nikolauskirche haben begonnen.

Lange blieb es still um die alte Nikolauskirche, die 1216 erstmals erwähnt wurde. Seit der Einweihung der neuen Kirche im Jahr 1990 wurde sie seltener genutzt, bis im Jahr 2015 die vollständige Sperrung erfolgte. Nach acht Jahren intensiver Planung beginnen nun die Sanierung- und Umbaumaßnahmen des ehemaligen Gotteshauses. Am 26. April fand eine Informationsveranstaltung zum Projekt „Festsaal Alte Nikolauskirche“ für die Öffentlichkeit statt.

Pfarrer Simon Rapp und der Architekt Clemens Pollok präsentierten den Bürgern ein Konzept, das einerseits dem spirituellen Erbe und andererseits einer wirtschaftlich tragfähigen Nutzung gerecht wird. Pollok ging auf die „fünf Baustellen“ ein, die nacheinander abgearbeitet werden müssen, um das Gebäude nutzbar zu machen: „Zuerst muss der historische Dachstuhl saniert werden, bevor im Inneren gearbeitet werden kann. Massive Stahlbinder werden zur Stabilisierung eingebaut, damit das Dach die Außenwände nicht noch weiter auseinanderdrücke“, erklärte er. Im Kirchenschiff sollen alle historischen Spuren sichtbar bleiben, während der Raum gleichzeitig profaniert, also für weltliche Zwecke freigegeben wird. Mit zwei Großen Stellwänden wird das Langhaus von der Nische mit dem Hochaltar abgetrennt, so dass diese ein eigenständiger spiritueller Raum bleibt. Auf der ca. 115 quadratmetergroßen Fläche im Langhaus entsteht ein barrierefreier Saal, der mit Stapelstühlen flexibel Platz für 100 bis 120 Besucher bietet.

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Im Hochaltarbereich, genannt Apsis, soll ein horizontales Segel den Altar „liebevoll umschließen“, so Pollok. Der Bereich der Sakristei soll in Zukunft als Foyer dienen und ein Anbau im Norden der Sakristei einen Platz für sanitäre Anlagen bieten.

Beim Thema Nachhaltigkeit hat sich Pollok mit unterschiedlichen klimatischen Herausforderungen befassen müssen. So wird das Langhaus zukünftig als gleichmäßig temperierender Raum mittels einer Wärmepumpe beheizt und über eine Fotovoltaikanlage auf dem neuen Dach betrieben. Anders sieht es dagegen in der Apsis aus: Um das Holz des Altars vor Schäden zu schützen, muss es im Bereich des Hochaltars kühl bleiben.

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Finanzierung und Zeitplan
Die Finanzierung der rund 3,2 Millionen Euro Gesamtkosten steht auf einem soliden Fundament: 75 Prozent der Kosten übernimmt die Diözese, während sich die Gemeinde Herrsching mit 25 Prozent (800.000 Euro) beteiligt.

Nachdem der Bauantrag im Mai 2025 eingereicht wurde, geht es nun in die Umsetzung. Bis Ende 2027 soll alles fertig sein: „Es wird ein Kultur- und Festsaal entstehen, den jeder mieten kann“, bekräftigte Pfarrer Rapp.

Simulation: Andachtsraum, (Teampollok, Zuzana Töröková)

Simulation: Festsaal (Teampollok, Zuzana Töröková)

Simulation: Blick vom Rathaus (Teampollok, Zuzana Töröková)

Für Sie berichtete Nicole Burk.

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