Nachwuchs verzaubert mit „Die Träne der Elfe“
Nachwuchs verzaubert mit „Die Träne der Elfe“
Mit leuchtenden Augen und spürbarer Begeisterung verließen Groß und Klein an diesem Nachmittag den Veranstaltungssaal im Herrschinger Arthotel: Die Vorstellung von „Die Träne der Elfe“ begeisterte das Publikum und machte eindrucksvoll sichtbar, welches Talent im Nachwuchs des Ammerseer Theatervereins steckt. Kein Wunder, dass sowohl die Premiere als auch die Aufführung am darauffolgenden Tag restlos ausverkauft waren. Gespielt wurde das fantasievolle Stück von Kindern und Jugendlichen des Vereins, den „Theaterzwergen“, die mit erstaunlicher Bühnenpräsenz, Spielfreude und sicherem Gespür für Timing überzeugten. Von Nervosität keine Spur – stattdessen ein mitreißendes Zusammenspiel, das das Publikum vom ersten Moment an in seinen Bann zog.
Eine Reise ins Reich der Elfen
Inhaltlich entführt „Die Träne der Elfe“ die Zuschauerinnen und Zuschauer in ein geheimnisvolles Elfenreich – voller Magie, Rituale und berührender Momente. Doch das Reich ist in Gefahr, denn der böse Zauberer Huligut will es sich zu eigen machen. In dem Märchenspiel von Helmut Kuhlhanek versucht Huliguth, gespielt von Puca Ponsa, den magischen Stein „Die Träne der Elfe“ zu stehlen, mit dem es ihm gelingen würde, die Elfen zu unterwerfen. Derweil menschelt es: Elfenkönig Blubb, dargestellt von Matti Keifenheim, muss nicht nur versuchen, sein Reich zu retten, sondern hat es auch noch mit einer Liebesbeziehung zwischen einer seiner Elfen und einem menschlichen Hirtenjungen zu tun… Besonders poetisch: Das Stück zeigt, wie Elfen geboren werden. Ein zentrales Element ist dabei der mystische Gesang, der nötig ist, um neues Elfenleben entstehen zu lassen. Hierbei wurde Theater ganz nahbar – denn vor allem die vielen jungen Besucher durften aktiv mitmachen und stimmten begeistert in den Gesang ein. So wurde aus Zuschauen echtes Miterleben, und der Moment, in dem Elfe Elis aus der Blüte entstieg, sorgte bei den kleinen Theatergästen für Staunen und leuchtende Augen.
Liebe zum Detail auf der Bühne
Großen Applaus erhielt auch die aufwändig gestaltete Bühnenkulisse. Mit viel Fantasie und Liebe zum Detail entstand eine märchenhafte Szenerie, die das Elfenreich mitten im Wald lebendig werden ließ. Wunderschönes Detail: Die mobile Blüte, aus der das Elfenkind heraus geboren wurde. Theaterzwerge: Bühne frei für die Jüngsten Hinter dem Erfolg steht ein halbes Jahr intensiver Vorbereitung – und ein engagiertes Team, das mit enormem Herzblut gearbeitet hat. Ein wichtiger Teil des Nachwuchskonzepts sind die sogenannten Theaterzwerge: Kinder und Jugendliche werden dabei spielerisch an Theater, Sprache und Bühne herangeführt und lernen, mit Bühne und Publikum umzugehen. Dem Verein geht es dabei freilich nicht nur um Textlernen, sondern vorwiegend um Gemeinschaft, Kreativität und Selbstvertrauen – Werte, die auf der Bühne deutlich spürbar wurden. Dass all diese Arbeit Früchte trägt, zeigte jede einzelne Szene: Die jungen Darstellerinnen und Darsteller spielten mit so viel Hingabe, dass man jede Sekunde spüren konnte, wie viel Leidenschaft in dieser Produktion steckt. Mit „Die Träne der Elfe“ hat der Ammerseer Theaterverein einmal mehr bewiesen, wie lebendig und hochwertig Jugendarbeit im kulturellen Bereich sein kann – und dem Herrschinger Publikum einen rundum magischen Theaterabend geschenkt.
Für Sie berichtete Sandra Eichner.


















