Die „Wuide Hetz“ am Seehof

Kategorie: Veranstaltungen

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Die Perchten wirken mit ihren schaurigen Masken furchteinflößend, vertreiben aber dadurch die bösen Wintergeister.

Zum zweiten Mal in Herrsching: Die Brucker Perchten vertrieben beim Tanz um das Feuer die bösen Geister.

Rauhnachtsgebaren und mystische Stimmung am Ammersee: Als am 20. Dezember die Dunkelheit hereinbrach, füllte sich der Platz vor dem Seehof mit vielen Besuchern. Sie alle warteten auf den Tanz der Brucker Perchten – eine Benefizveranstaltung, die der Seehof und der Kulturverein zugunsten des gemeinnützigen Vereins „Wir schaffen das e.V.“ veranstalteten. Rund 400 Menschen sind gekommen, um das wilde Treiben zu verfolgen. Dabei sind am Ende rund 1.300 Euro für die Geflüchtetenhilfe (Café Blabla) gespendet worden. Der Lauf der Perchten wird als sogenannte „Wuide Hetz“ bezeichnet. Obwohl diese ziemlich furchteinflößend aussehen, wollen sie nichts Böses. Denn hinter den hässlichen Larven verbirgt sich ein tiefer Sinn: Die Menschen setzen diese Masken auf, um die echten Dämonen des Winters mit Lärm und wildem Gebaren zu verjagen. Wie auch schon im letzten Jahr, bahnten sich die Perchten auch diesmal laut und polternd ihren Weg zur Feuerstelle in der Mitte des Platzes. Mit ihren gruseligen Masken erschreckten sie nicht nur die Kinder, sondern auch einige Erwachsene, die aber gleichzeitig fasziniert dem Treiben zusahen. Zu den Brucker Perchten gehören der Wolf, der Bär, die Göttin Perchta und ihre Gehilfen. Der Wolf begleitet die Göttin Perchta, die das neugeborene Licht zur Wintersonnenwende behütet und beschützt. Der Bär verkörpert die Verbundenheit zur Natur und soll eigentlich die Zuschauer zum Fürchten bringen. Aufgrund seiner Maske und seines Schaffells hat er sogar einen gewissen Kuschelfaktor. Dem Gefolge gehören auch die Hexen an, die mit dem Besen den Boden kehren und den Menschen das Pech von den Schuhen herunterfegen. Spektakulär: Im Stampfschritt und mit lauten Glocken toben die Perchten um das Feuer, wecken damit das Keimen im Boden und bringen auf diese Weise Glück und Segen für das neue Jahr.

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Zum Brauchtum
Der uralte Brauch steht für die Rückkehr des Lichts und schenkt Hoffnung und Zuversicht in der dunklen Jahreszeit. Als die Menschen noch an böse Geister glaubten, zog eine Gruppe von Perchten, angeführt von der Göttin Perchta, von Hof zu Hof und vollführte einen Tanz um das Feuer. Die Sprünge der Perchten zeigte den Bauern an, wie hoch ihr Getreide wachsen wird. Das Stampfen weckte die Fruchtbarkeit im Boden. Bei den Hofleuten war ein Besuch der Perchten ein Ausdruck größter Ehrerbietung.

Für Sie berichtete Neufahrner Echo.

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