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Der Bau des neuen Kinderhauses am Fendlbach beginnt. Symbolisch wird eine Zeitkapsel in den Grundstein gelegt.
Strahlender Sonnenschein krönte die Grundsteinlegung im kleinen Kreise, wie Bürgermeister Christian Schiller bekundete. Zusammen mit dem Architekten Achim Füllemann, Vertretern der Gemeinde und des Kindergartens Kunterbunt feierte er den Baubeginn des neuen Kinderhauses in der Rieder Straße. „Heute ist ein guter Tag für die Gemeinde Herrsching, für unsere Kinder und Eltern“, begrüßte er die Anwesenden auf dem Baugelände. „Heute legen wir die Zeitkapsel in den Grundstein für ein weiteres Kinderhaus in unserer Gemeinde.“
Das Baugrundstück mit der Größe von 5.545 Quadratmetern erwarb die Gemeinde bereits 2013 im Rahmen der Überplanung des Gesamtareals für eine familiengerechte Wohnbebauung mit Kindertagesstätte. Der ursprüngliche Bebauungsplan von 2016 setzte ein Baurecht für eine Kindertagesstätte mit einer Grundfläche von 750 Quadratmetern und einer Geschossfläche von 1500 Quadratmetern sowie eine Tiefgarage fest. Nachdem das Büro Füllemann mit den Architektenleistungen beauftragt wurde, musste der Bebauungsplan nochmals geändert werden – die Grundfläche wurde auf 865 Quadratmeter erhöht, die Tiefgarage durch oberirdische Stellplätze ersetzt. Dieses Projekt jetzt zu realisieren und dadurch das Betreuungsangebot in Herrsching spürbar zu erweitern, sei ihm sehr wichtig, betonte Schiller. Seinen besonderen Dank sprach er dem Kindergarten Kunterbunt aus, der die Trägerschaft für dieses neue Haus übernehmen wird.
149 neue Betreuungsplätze
Das zweigeschossige Gebäude mit einer Grundfläche von 865 Quadratmeter wird in Holzbauweise errichtet und bietet 24 Krippen-, 75 Kindergarten- und 50 Hortplätze an. Architekt Achim Füllemann erklärte, dass das Ziel der Gemeinde Herrsching ökologisch zu bauen, sich mit dem Ziel seines Büros decke. „Das Gebäude bekommt eine PV-Anlage, eine Wärmepumpe und eine gute Dämmung.“ Nach der Fertigstellung stehen im Gemeindegebiet Herrsching rund 640 Betreuungsplätze zur Verfügung.
Vorher musste noch etwas Beton „geschaufelt“ werden.
Dokumente für die Zukunft
Ganz nach Brauch beinhaltet die Zeitkapsel Dinge, die von heute, hier und jetzt sind: Ein Jahresbericht der Gemeinde Herrsching, ein Foto vom unbebauten Grundstück, eine aktuelle Tageszeitung, Euromünzen sowie der Entwurfsbericht vom Architekten. Zudem legte der Kindergarten ein Plakat mit Foto vom jetzigen Haus und den Fingerabdrücken der Kinder sowie eine Kurzchronik „Zeitstrahl“ von 1970 bis 2022 hinein. Bis der Kindergarten das neue Haus bezieht dürfte es nicht mehr allzu lange dauern: Die Gemeinde rechnet mit der Fertigstellung des Baus bis November 2023. Die aktuelle Kostenberechnung liegt bei rund 8,9 Millionen Euro.
Für Sie berichtete Nicole Burk.









