Energiespardorf zum Anfassen

Kategorie: Schulen

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Der Referent Günter Degen (2.v.l.) des Bund Naturschutz in Bayern und die Physiklehrerin Veronika Stock (ganz links) mit der 9 d der Realschule Herrsching erarbeiten in dem anschaulichen Vormittagsworkshop nachhaltige, gemeindliche Energiekonzepte an dem realitätsnahen Modell des Energiespardorfs.

Projektworkshop zum Thema Energie und Klima des Bund Naturschutz Bayern e.V. an der Staatlichen Realschule Herrsching begeistert 9. Klassen.

Wie funktioniert eigentlich die Energieversorgung eines ganzen Dorfes – und wie kann sie klimafreundlich gestaltet werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Staatlichen Realschule Herrsching einen ganzen Vormittag lang – von 8.50 Uhr bis 12 Uhr – in einem besonderen Workshop des Bund Naturschutz Bayern e.V..

Workshopleiter Günter Degen war schon am Vortag mit Assistentin angereist, um im Mehrzwecksaal der Realschule die einzelnen Elemente aus schweren Holzpanelen, Häuschen und elektrischen Steckverbindungen auf einem großen Werktisch aufzubauen und vorzubereiten. An diesem Tisch erhielten in den folgenden Wochen alle 9. Klassen der Realschule Herrsching nacheinander im Rahmen des Physikunterrichts anschauliche Einblicke in Vorgänge und Planungsprozesse der Energieversorgung eines ganzen Dorfes.

Das detailreich aufgebaute Miniaturdorf mit Wohnhäusern, landwirtschaftlichen Flächen und Gewerbegebäuden stand im Mittelpunkt des interaktive Workshopprojekts „Energiespardorf Bayern“. An diesem Dorfmodell konnten die Jugendlichen selbst ausprobieren, auf welche Art und Weise Energie erzeugt, verteilt und eingespart werden kann – und welche Auswirkungen unterschiedliche Entscheidungen auf Umwelt und Klima haben.

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Der Workshop selbst gliederte sich in mehrere Phasen: Zunächst setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den technischen und physikalischen Grundlagen von Energie, Stromverbrauch und Klimaschutz auseinander. Anschließend konnten sie selbst aktiv werden und das Modelldorf gestalten. Dabei wurde schnell deutlich, welche Geräte und Prozesse besonders viel Strom verbrauchen – z.B. Kühlschrank, Computer, Beleuchtung, industrielle Produktion u.ä. – und wie sich durch gezielte Maßnahmen Energie einsparen lässt.

Besonders spannend war das abschließende Rollenspiel: In der Rolle von Bürgermeistern, Landwirten oder Energieversorgern diskutierten die Jugendlichen über die Zukunft „ihres“ Dorfes. Ziel war es, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll erscheinen und gesellschaftlich tragfähig sind. So wurde deutlich, dass die Energiewende nicht nur eine technische und finanzielle, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung ist.

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Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie komplex, aber auch wie gestaltbar unsere Energiezukunft ist. Durch das eigenständige Arbeiten und die anschauliche Modelltechnik konnten die Schülerinnen und Schüler wichtige Zusammenhänge direkt erleben und verstehen.

Das Projekt wird jährlich für die jeweils 9. Klassen von den Lehrern der Umweltarbeitsgruppe an der Realschule organisiert, die gerne auf das Angebot des Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil am Ammersee zugreifen. Die zentrale Bildungsstätte des Bund Naturschutz Bayern bietet zahlreiche Umweltbildungsangebote für Schulen in der Region an. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Bildungsstätte des Bund Naturschutz in Bayern in Herrsching/Wartaweil:
https://www.bund-naturschutz.de/umweltbildung/bildungsstaetten/wartaweil/bildungsangebot-wartaweil-fuer-gruppen-und-schulklassen/energiespardorf-bayern

Am Ende des langen Projektvormittags waren sich alle einig: Lernen kann richtig spannend und einprägsam sein – besonders dann, wenn man selbst zum Gestaltenden wird.

Für Sie berichtete Catharina Geiselhart.

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