Gemeinderatssitzung vom 26.01.26

Kategorie: Gemeinderat

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++ Bericht der Freiwilligen Feuerwehren Herrsching und Breitbrunn ++ Anspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschüler: Kooperationsvereinbarung Herrsching und Seefeld ++ Hainbuchen auf dem Vorplatz vor dem Rathaus ++ Antrag zur Veranstaltung eines gemeinsamen Sylvester-Böllerns auf dem Ammersee ++

Bericht der FFW Herrsching und Breitbrunn
Nicht wie sonst üblich in der letzten Gemeinderatssitzung im Dezember, sondern diesmal zu Jahresbeginn, legten die beiden Kommandanten der freiwilligen Feuerwehren Herrsching und Breitbrunn, Peter Saur und Florian Kleber, ihren Bericht ab. Es sei ein gewöhnliches Jahr gewesen, sagte Kleber hinsichtlich der Einsätze in 2025. Insgesamt 418 Einsätze wurden in beiden Ortsteilen gezählt. In Herrsching gab es 7 ABC- Einsätze, 49 Brandeinsätze, 95 Technische Hilfeleistungen und 186 First-Responder-Einsätze. In Breitbrunn mussten die Feuerwehren zu 5 Brandeinsätzen,16 Technische Hilfeleistungen und 60 First Responder Einsätzen ausrücken. „Wir waren alle froh, dass es keine größeren Katastrophen gab. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder mehr wird“, so Kleber. Die meisten Einsätze gab es im Jahr 2023 (689), was dem Hochwasser und dem Sturmtief geschuldet war. Personell seien beide Feuerwehren gut aufgestellt: In Herrsching sind es 67 Aktive, davon sechs Frauen und in Breitbrunn sind es 47 Aktive (9 Frauen). Auch die Jugendmannschaften können sich mit 16 Mitgliedern in Herrsching, darunter fünf Mädchen und sechs Mitglieder in Breitbrunn (drei Mädchen), sehenlassen. Aktuell gibt es zwar ein leichtes Anwachsen bei den Aktiven, aber man wisse nie, ob der Trend anhält. „Es ist nicht einfach, Feuerwehrleute in Herrsching zu halten“, gibt Saur zu Bedenken. „Wir verlieren regelmäßig Mitglieder aufgrund eines Wohnungswechsels, durchschnittlich zwei pro Jahr“. Beide Kommandanten freuten sich, dank der Unterstützung des Gemeinderates, über die Anschaffung einer neuen Atemschutztechnik mit Kommunikationsmöglichkeiten. Ratsmitglied und Feuerwehrreferent Thomas Bader (CSU) bedankte sich im Anschluss für die geleistete Arbeit der beiden Ortswehren. Er sei begeistert von der Tatsache, dass die Jugendfeuerwehren bei gemeinsamen Übungen und Ausflügen weiter zusammenwachsen. „Ich finde es cool, dass beide zusammenarbeiten“. Bürgermeister Christian Schiller stimmte dem zu und wies daraufhin, dass die Feuerwehrleute beim bezahlbaren Wohnraum am Mitterweg begünstigt seien und die Bewerbungsfrist noch bis Ende März laufe. Mit Stolz betonte er außerdem: „Wir haben eine der am besten ausgerüsteten Feuerwehren im Landkreis.“

Anspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschüler: Kooperationsvereinbarung Herrsching und Seefeld
Ab August 2026 besteht für Schulkinder ab der ersten Klasse ein Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung, der auch die Ferienzeiten umfasst. Das gilt zunächst für die Erstklässler im Schuljahr 2026/2027 und weiter bis zum Schuljahr 2029/30 für alle Kinder der ersten bis vierten Klassenstufe. Laut aktueller Bedarfsplanung kann die Gemeinde Herrsching die Nachfrage an Hortplätzen und der Offenen Ganztagsbetreuung decken. Während der Ferien allerdings liegt noch kein ausreichendes Angebot vor. Um diese Lücke zu füllen, wurde eine Zweckvereinbarung mit der Gemeinde Seefeld erarbeitet. Diese regelt insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit der beiden Gemeinden zur Erfüllung des Ganztagsanspruchs in den Ferienzeiten, die Zusammenarbeit mit externen Anbietern und die Laufzeit der Vereinbarung. Der Abschluss der Vereinbarung sei zielführend und zweckmäßig, teilte die zuständige Sachbearbeiterin Sabine Lübbers in der Sitzung mit. „Dadurch wird der gesetzliche Ganztagsanspruch in den Ferien interkommunal abgesichert.“ Externe Anbieter statt gemeindliches Personal führen die Ferienbetreuung durch. Ein weiterer Vorteil ist, dass beispielsweise notwendige Erhaltungs- und Reparaturmaßnahmen in Turnhalle und Schulen besser koordinierbar sind. Die konkrete Umsetzung ab August 2026 sieht folgendermaßen aus: Für Hortkinder wird weiterhin eine Ferienbetreuung in den Horten angeboten. Zur Deckung des darüberhinausgehenden Betreuungsbedarfs werden die beiden externen Anbieter „Xundisleben“ und „Sommerkinder München“ beauftragt. Aktuell geht man davon aus, dass die fünf von Herrsching abzudeckenden Wochen von diesen beiden Anbietern abgedeckt werden können. Die Kosten für Betreuung, Mittagessen und Beförderung sind von den Eltern zu tragen (rund 200 Euro pro Ferienwoche).

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Hainbuchen auf dem Vorplatz vor dem Rathaus
Gemeinderatsmitglied Gerd Mulert (Die Grünen) störte sich daran, dass die Bäume auf dem Vorplatz vor dem Rathaus erneut „kastenförmig zugeschnitten“ wurden. Dies halte er angesichts der immer heißeren Sommer nicht mehr für zeitgemäß. Daher stellte er den Antrag, „die Bäume in Zukunft so wachsen zu lassen und mit entsprechend schonenden Maßnahmen so zu ziehen, dass nach und nach ein Baumdach entsteht.“ Zur Begründung führte er aus, dass die östlich vor dem Rathaus gelegene Platzfläche durch die seitliche Platzierung von Bänken und mittiger Anordnung der Bäume mit einer hohen Aufenthaltsqualität von der Architektin Claudia Schreiber geplant worden seien. Zu viele Hitze mache aber den Aufenthalt dort unmöglich. Sie selbst habe im August 2022 vorgeschlagen, die Kastenform dahingehend zu verändern, dass die Bäume so zusammenwachsen, bis ein „Dach“ entsteht. Die Verwaltung hat sich nach Rücksprache mit der Architektin bereits im Oktober 2025 dazu entschlossen, dass sich die Hainbuchen nach und nach zu einem geschlossenen Baumdach zusammenschließen sollen. Dies nahm der Gemeinderat einstimmig zur Kenntnis.

Antrag zur Veranstaltung eines gemeinsamen Silvester- Böllerns auf dem Ammersee
Das Jahr startet noch jung, dennoch beschäftigt den Gemeinderat das Thema „Silvesterböller“ in Herrsching. Grund dafür ist der Antrag eines Bürgers oder Bürgerin mit dem Vorschlag, dass alle Gemeinden rund um den See ein gemeinsames Silvester-Böllern in der Mitte des Sees (Schiff oder Floß) veranstalten, da es bei privaten Böllereien immer wieder Verletzte gebe und der Lärm die Tierwelt erschrecke. Finanziert würde das Böllern von den Bürgern aller Gemeinden als freiwilliger Betrag. Hauptamtsleiter Guido Finster gab zu bedenken, dass ein gemeinsames Feuerwerk auf dem See personell nicht umsetzbar und zudem sehr aufwändig sei. Außerdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch an anderen Stellen geschossen und geböllert wird. Grundstückseigentümer ist außerdem die zuständige Schlösser- und Seenverwaltung. Auch im Gremium stieß der Antrag auf wenig Gegenliebe. Christiane Gruber (BGH) und Uli Sigl (SPD) wiesen darauf hin, dass Schwimmvögel im Winter besonders schützenswert seien. Alternativ regten Gerd Mulert und Wolfgang Schneider an, statt einem Feuerwerk Laser oder Drohnenshows zu veranstalten. Der Gemeinderat lehnte den Antrag „zur Veranstaltung eines gemeinsamen Silvester-Böllerns auf dem See“ mit einer Gegenstimme ab.

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Nächste Gemeinderatssitzung:
Mo., 23.02.2026, 19 Uhr
im Rathaus, Sitzungssaal

Für Sie berichtete Nicole Burk.

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