Schon von draußen lockte das gemütliche Get Together in die Vernissage
Kunst, Ruhe und ein Moment zum Durchatmen
Während andernorts der Vorweihnachtsstress seinen Höhepunkt erreichte, tat sich am vierten Adventswochenende in Herrsching ein Raum für Ruhe, Gespräche und Kunst auf. In ihrem neu eröffneten Atelier lud Sarah Banis zur ersten Vernissage ein – bewusst leise, persönlich und fernab jedes Pflichtprogramms. Schon am späten Nachmittag füllte sich der Raum mit Gästen, die bei einem Drink verweilten, diskutierten und sich Zeit nahmen, die Arbeiten auf sich wirken zu lassen. Die Atmosphäre war offen und ungezwungen, das Interesse an den Werken spürbar. Insgesamt 19 Arbeiten waren zu erleben. Für die Künstlerin selbst war der Abend ein sehr persönlicher Moment: ihre erste Ausstellung, verbunden mit Vorfreude, Nervosität und dem Gefühl, etwas Eigenes nun mit der Öffentlichkeit zu teilen.
Wasser als zentrales Element ihrer Kunst
Thematisch zieht sich ein Motiv durch nahezu alle Arbeiten von Sarah Banis: Wasser. Es ist mehr als ein visuelles Element – es ist Haltung und Philosophie zugleich. „Wasser steht für Ruhe, für Bewegung und für das Unvorhersehbare. Genau diese Eigenschaften versuche ich gerne auf die Leinwand zu übertragen“, so Banis, die von dem Element künstlerisch ebenso fasziniert wie inspiriert ist. „Die Wirkung des Wassers auf Farbe und Struktur ist nie vollständig kontrollierbar – jedes Bild entwickelt sich im Prozess, manchmal überraschend, manchmal fast meditativ. So entstehe Kunst, die sich dem Moment hingibt und Raum für Interpretation lässt – eine kleine Wundertüte“. Dazu schmunzelt Banis. „Genau wie das Leben“.
Eine künstlerische Handschrift, gewachsen aus Natur und Intuition
Für die zeitgenössische, abstrakte Künstlerin Sarah Banis ist die Kunst von klein auf selbstverständlich. Schon als Kind malte sie viel gemeinsam mit ihrem Vater. Früh zog es sie zur Landschaftsmalerei auf großen Leinwänden. Nach ihrem Designstudium in Berlin, das sie 2020 abschloss, kehrte sie mit ihrer Familie an den Ammersee zurück – nach Herrsching, dorthin, „wo Natur, Licht und Wasser den Alltag prägen“, wie sie selbst beschreibt. Nach einer längeren kreativen Pause erfüllte sie sich 2023 einen persönlichen Traum: ein eigenes Atelier. Mit der Gründung des Sarah Banis Studio hat sie sich nun einen Ort geschaffen, an dem ihre künstlerische Sprache klar Form annimmt. Ihre Malerei ist inspiriert von den Farben der Natur, geprägt von organischen, fließenden Bewegungen. Wasser spielt dabei eine zentrale Rolle – als Element, das sich nicht zähmen lässt, das seinen eigenen Weg findet und dabei immer neue, faszinierende Strukturen entstehen lässt. In ihrer abstrakten Kunst folgt Banis dieser Dynamik intuitiv, lässt sich treiben und vertraut dem Prozess.
Wer Lust auf Kunst ohne Eile hat, kann das Atelier weiterhin besuchen.
Das Atelier von Sarah Banis ist in der Regel montags bis freitags von 9:00 bis 13:30 Uhr geöffnet. Die Zeiten können variieren, bieten aber gerade nach den Feiertagen eine ideale Gelegenheit für einen entschleunigten Kunstbesuch. Mit der Eröffnung ihres Ateliers hat Sarah Banis in Herrsching nicht nur einen neuen kreativen Ort geschaffen, sondern auch gezeigt, wie wohltuend Kunst gerade in der stillen Zeit des Jahres wirken kann.
Weitere Informationen zur Künstlerin und
ihrem Atelier finden sich unter
www.sarahbanisstudio.com
Für Sie berichtete: Sandra Eichner.












