Gemeinderatssitzung vom 23.02.26

Kategorie: Gemeinderat

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++ Vorstellung des Konzeptes zur 1250- Jahr- Feier durch den Verein „1250 Jahre Herrsching“ ++ Veranstaltungen 2026 ++ Antrag des Inklusionsbeirates: Bedarfsampel Breitbrunn ++ Bericht zum bezahlbaren Wohnraum am Mitterweg ++

Vorstellung des Konzeptes zur 1250- Jahr- Feier durch den Verein „1250 Jahre Herrsching“
Herrsching freut sich auf das große Jubiläum, das von 7. bis 21. Juni in der Gemeinde am alten Sportplatz gefeiert wird. „Es ist ein Fest von Herrschingern für Herrschinger, aber wir freuen uns natürlich auch auf viele Gäste von außerhalb“, sagte Alexander Tropschug, 2. Vorsitzender des Vereins „1250 Jahre Herrsching e.V.“, als er das Konzept der beiden Festwochen den Ratsmitgliedern vorstellte. Die feierliche Eröffnung findet am Sonntag den 7. Juni mit Festansprachen statt, musikalisch begleitet von der Blaskapelle Herrsching. In den darauffolgenden Tagen erwarten die Besucher unter anderem eine Fashion-Show, Konzerte von DeSchoWieda, DJANGO3000 der Hardy’s Band und den BR-Brettl-Spitzen. Der große Jubiläumsfestzug am 14. Juni ist ein besonderer Höhepunkt, außerdem gibt es Blasmusik und Fingerhakler. Zudem sorgen in der zweiten Festwoche ein Kabarett mit Wolfgang Krebs & den Bayerischen Löwen, das „1. Herrschinger Stadlfest“ mit der Band „Dreisam-Live“ und eine Lesung mit dem Schauspieler und Autor Leo Reisinger für beste Unterhaltung. Der abschließende Festsonntag beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst und endet mit der aufstrebenden Newcomer-Band Falschgeld.

Das große Festzelt misst 25 x 60 Meter und bietet etwa 1200 Gästen auf Bierbänken Platz. Im hinteren Teil wird es einen Stehbereich geben, der die Kapazität auf insgesamt 1500 Personen erweitert. Ein Biergarten soll bei schönem Wetter die Besucher ins Freie locken. Tropschug erläutert, das Sicherheitskonzept diene dazu, den Betrieb des Festzeltes auf mögliche Gefahrensituationen hin zu untersuchen und entsprechende präventive Maßnahmen bzw. Sicherheitsroutinen zu definieren. Dazu gehöre auch eine Notfallplanung, die im Falle eines Brandes, bei Unwetter oder einem rettungsdienstlichen Ereignis zum Tragen komme. Weitere Maßnahmen betreffen den Sanitätsdienst, der bei einem Event mit über 1000 Besucher drei Sanitätsdiensthelfer erfordert. „Die Ausschreibungen beim BRK, Johanniter, Malteser und Aicher sind in Planung“, berichtet Tropschug. Eine Brandsicherheitswache hingegen sei erst ab 5000 Besucher nötig. Besonders wichtig für die Anwohner ist die Parksituation. In der Präsentation wurden dezidierte Parkflächen ausgewiesen, um den Verkehrsfluss im Ort so wenig wie möglich zu belasten. Sie sollen im Gewerbegebiet im Bereich der Heinestraße, nahe beim Autohaus Czasny, entstehen. Tropschug betonte zudem, dass der Verein zwar ehrenamtlich und unabhängig agiert („Keine Sache der Gemeinde“), man aber eng mit den kommunalen Stellen zusammenarbeite. Zum gastronomischen Angebot: Täglicher Ausschank von Bier und alkoholfreien Getränken durch den Verein selber. Für bayerische und internationale Schmankerl sorgen die lokalen Wirte. Außerdem werden zusätzliche Genussstände zeitweise außerhalb des Festzeltes angeboten.

Mit Stolz erzählte der zweite Vereinsvorsitzende, dass ab dem 11. Juni ein 38 Meter hohes Riesenrad den Volksfestcharakter verstärke. Eine Kindereisenbahn, ein Wellenflieger sowie eine Schieß- und eine Dosenwurfbude garantieren außerdem Spaß für Jedermann. Mit „Herrschi“ einer kleinen Möwe hat das Jubiläum sogar ein offizielles Maskottchen. Tropschug wies abschließend darauf hin, dass dringend helfende Hände gebraucht werden. Die Einsatzbereiche für Helfer reichen von Parkplatzeinweisern über Schänke und Spüler bis hin zur Nachtwache oder Technik. Der Aufbau beginnt bereits am 30. Mai, der Abbau ist ab dem 22. Juni geplant. Die Liste zum Eintragen für freiwillige Helfer ist seit März verfügbar. Wer Lust hat, kann sich direkt über die Website anmelden: https://1250jahreherrsching.de/mithelfen Alle Infos und Tickets zu den Veranstaltungen: https://1250jahreherrsching.de/events

Veranstaltungen 2026
Welche Veranstaltungen finden 2026 in Herrsching statt? Mit der 1250- Jahrfeier im Juni steht in der Gemeinde eine große Feierlichkeit an. Hat dieses Jubiläum Auswirkungen auf andere Veranstaltungen? Für das Eventunternehmen Geja beinahe: Zwei von vier Märkten, der Pfingst- und der Nachtmarkt, hätten in diesem Jahr nicht stattfinden sollen. Das ging aus einem Schreiben der Gemeinde im Juni 2025 an den Veranstalter Gerd Jansohn (Geja) hervor. Dieser schrieb einen Brandbrief an den Gemeinderat: Ihm würde beim Wegfall beider Märkte erhebliche wirtschaftliche Einbußen drohen, existenzielle Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz. Gemeinderätin Tina Reich (CSU), die sich regelmäßig für den Nachtmarkt mit Musik einsetzt, schlug vor, diesen im August für die vollen zehn Tage stattfinden zu lassen (vom 14. bis 23. August), dafür aber den Pfingstmarkt aufgrund der Nähe zur Jubiläumsfeier in diesem Jahr zu streichen. Im Ergebnis stimmte das Gremium mit einer knappen Mehrheit (12:9) dem Nachtmarkt zu, vorbehaltlich der immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen. „Da geht es rein um den nachbarschaftlichen Schutz“, sagte Bürgermeister Christian Schiller.
Der Strandmarkt an Pfingsten wurde mehrheitlich abgelehnt, dem Ostermarkt sowie dem Promenadenmarkt vom 1. bis 4. Oktober einstimmig zugestimmt. Einig war sich der Gemeinderat bei allen anderen Veranstaltungen in Herrsching: „Feuer & Flamme“ am 10. Juli, das Schlossgartenfest vom 31. Juli bis 2. August und der Christkindlmarkt am 12. /13. Dezember an der evangelischen Kirche.

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Antrag des Inklusionsbeirates: Bedarfsampel Breitbrunn
Gemäß eines Antrags des Inklusionsbeirates Herrsching vom 22. Januar 2026 wurde im Gemeinderat das Thema Bedarfsampel im Bereich des Dominikus-Ringeisen-Werks in Breitbrunn diskutiert. Hans Wannenmacher, Vorsitzender des Inklusionsbeirates, bemängelte nach einem Ortstermin mit der ARGE- Inklusionsbeirat Landkreis Starnberg die Verkehrssituation im Bereich der Einrichtung: „Hier wurde zwar bereits eine Tempo-30 Zone eingerichtet. Diese Maßnahme bringt jedoch nach Darstellung der Bewohner nicht die notwendige Sicherheit, die zum selbständigen Überqueren der Straße erforderlich ist – weder für Menschen mit Einschränkungen, noch für Kinder oder andere Fußgänger“, heißt es in der Stellungnahme. Obwohl der Termin an einem Freitagvormittag außerhalb der Stoßzeiten stattfand, befuhren viele Fahrzeuge die Straße in beide Richtungen. Überquerungsstellen müssen für Menschen im Rollstuhl oder mit anderen Mobilitätseinschränkungen ohne Erschwernis nutzbar sein. Dies sei an der ungesicherten Querungsstelle vor der Einrichtung nicht gegeben. Wannenmacher sprach sich im Gemeinderat für eine Bedarfsampel an dieser Stelle aus.

Der Antrag sei zuständigkeitshalber an das Landratsamt Starnberg weitergeleitet worden. „Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, müssen sich die Gemeinde und die St. Josefskongregation in Ursberg finanziell an der Bedarfsampel beteiligen“, so Schiller. Ratsmitglied Christoph Welsch (Grünen) schlug alternativ kostengünstigere Varianten wie einen Zebrastreifen oder eine Querungshilfe vor. Thomas Bader (CSU) gab zu bedenken, dass ein Zebrastreifen oft eine Scheinsicherheit suggeriere. Er findet eine Regelung durch eine Bedarfsampel besser. Der Beschluss fiel schließlich einstimmig zugunsten des Antrags aus. Sollte das Landratsamt zu einer positiven Entscheidung kommen, werden die Mittel im Haushalt 2027 bereitgestellt. Als Alternative soll auch die Möglichkeit eines Zebrastreifens geprüft werden.

Bericht zum bezahlbaren Wohnraum am Mitterweg
Frank Jungbluth, Projektleiter „Bezahlbarer Wohnraum“, gab in der Sitzung einen kurzen Bericht zum aktuellen Stand (23. Februar): Aktuell gibt es 101 Bewerbungen aus sieben Ländern. Die 26 gemeindeeigenen Wohnungen dieses Projekts sollen anhand transparenter Kriterien an Haushalte vergeben werden, die sich auf dem Markt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können, insbesondere an Familien mit Kindern, Menschen mit Behinderung, ältere Menschen oder Studierende. 60 Prozent der geförderten Wohneinheiten (16 Wohnungen) müssen für Berufsangehörige aus dem Bereich der Daseinsvorsorge bestimmt sein. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 31. März. Danach prüft die Verwaltung die Unterlagen auf Vollständigkeit und es erfolgt eine Auswertung des Bewerbungsverfahrens mit Hilfe von Gemeinderatsvertretern. Im vierten Quartal 2026 entscheidet dann der Gemeinderat über die Wohnungsvergabe.

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Für Sie berichtete Nicole Burk.

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