Chronik zum Gymnasium Herrsching

Kategorie: Schulen

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Bei der feierlichen Eröffnung überreichte Bürgermeister Christian Schiller (3. von rechts) die Chronik an (von links): Landrat Stefan Frey, Altlandrat Karl Roth, Schulleiterin Dr. Eva Weingandt, stellv. Schulleiterin Claudia Wolff-Lieser, Ellen Dettinger (Architektenbüro) und Dr. Sonja Sulzmaier (Förderverein Gymnasium)

Ein Werk mit 483 Seiten dokumentiert die 18-jährige Entstehungsgeschichte der Schule

Im Rahmen der offiziellen Einweihung des neuen Gymnasiums Herrsching am 3. Juli überreichte Bürgermeister Christian Schiller den zentralen Wegbegleitern des Projekts jeweils ein Exemplar der Chronik. Das knapp 500-seitige Werk dokumentiert die 18-jährige Entstehungsgeschichte des Gymnasiums – von den ersten Ideen im Kommunalwahlkampf 2007/2008 bis hin zur feierlichen Schlüsselübergabe und dem ersten Schultag.

In seinem Grußwort blickt Christian Schiller persönlich auf den langen Weg zurück. Seine eigene Geschichte mit dem Gymnasium begann vor über 18 Jahren, als er 2007 als parteiloser Bürgermeisterkandidat bei über 6000 Hausbesuchen in Herrsching unterwegs war. „Immer wieder wurde dabei deutlich, dass es für die Kinder unserer Gemeinde nur wenige Alternativen zum Gymnasium in Gilching gibt. Der Wunsch nach einem wohnortnahen Gymnasium war groß und wurde oft und eindringlich geäußert“.
Schiller machte das Projekt zur Chefsache, nachdem dessen Söhne Valentin und Felix sich damals mangels naher Alternative für die örtliche Realschule entschieden hatten. Im September 2008 lud er alle Bürgermeister des Landkreises zu einem Austausch ins Herrschinger Rathaus ein, um auf Basis eigener Erhebungen für eine fundierte Bedarfsuntersuchung beim Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum zu werben. Damit war der Startschuss für das bislang größte Schulbauprojekt im Landkreis Starnberg gefallen.

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Ein langer Weg voller Hürden
Dass von der ersten Recherche bis zur Eröffnung 18 Jahre vergehen würden, hatte im Jahr 2008 wohl niemand geahnt. Die Chronik zeichnet detailliert nach, wie viele Hürden genommen werden mussten: Drei Kommunalwahlen, langwierige Grundstücksverhandlungen, Standortdebatten, zwei Bürgerbegehren samt Gerichtsverfahren vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht sowie die Herausforderungen von Pandemie und Baupreiserhöhungen.
Ein besonderes Gedenken widmet der Bürgermeister in der Chronik seinem verstorbenen Freund Karlheinz Ketterer und der Erbengemeinschaft Nagl-Ketterer, die durch den Grundstücksverkauf im Mühlfeld im Januar 2015 die entscheidende Grundlage für den heutigen Standort der Schule legten.

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Meilensteine der Schulgeschichte auf einen Blick
In der Chronik sind die wichtigsten Stationen des Generationenprojekts in 18 Jahren festgehalten: 2008 erfolgte eine eigene Bedarfsanalyse der Gemeinde, die das Potenzial von über 1000 Schüler belegt. Weiter geht es mit der Gründung des Fördervereins im Jahr 2009. 2013 dann der erste Durchbruch, als die Bayerische Staatsregierung die Unterstützung des Neubaus beschließt.
2015 wurde das Grundstück am Mühlfeld von der Erbengemeinschaft Nagl/Ketterer abgekauft und der Gemeinderat beschließt einstimmig die 10-prozentige Baukostenbeteiligung. Von 2020 bis 2021 stellt ein Gerichtsentscheid das Baurecht final sicher und der Kreistag beschließt die Vierzügigkeit.
Feierlich wurde es 2022 bei der Grundsteinlegung mit Ministerpräsident Markus Söder. Im Sommer 2024 bestellte das Kultusministerium Dr. Eva Weingandt als zukünftige Schulleiterin des Gymnasiums Herrsching. Im September 2025 wurde das Gebäude vom Landrat an die Schulleitung übergeben und am 16. September mit 585 Schülern zum ersten Schultag teileröffnet.
„Keiner von uns hätte damals geglaubt, dass es 18 Jahre dauern würde, bis dieses Gymnasium in Betrieb genommen wird. Nach unzähligen Stunden Arbeit, drei Kommunalwahlen, großen Herausforderungen, vielen Rückschlägen, Hunderten von Beschlüssen und dank der unermüdlichen Zusammenarbeit vieler Beteiligter, bin ich heute stolz und dankbar, dieses Projekt erfolgreich abschließen zu können“, sagt Schiller. Das Gymnasium möge über viele Jahrzehnte hinweg vor allem einem dienen: „Der Bildung unserer Kinder und Kindeskinder für eine bessere Welt in der Zukunft.“

Für Sie berichtete Nicole Burk.

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