Berufsmesse in Herrsching: Wenn die Zukunft direkt vor der Tür liegt

Kategorie: Kultur & Bildung

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Ein „Mitarbeiter“ der Firma DigPanda Robotics war eine der gefragtesten Fachkräfte an diesem Abend.

17 Unternehmen geben Schülerinnen und Schülern Einblicke in Ausbildung und Praktikum – von traditionellem Handwerk bis zur modernen Robotik

Welcher Beruf passt zu mir? Wo könnte ich ein Praktikum machen? Und welche Möglichkeiten gibt es eigentlich direkt vor der eigenen Haustür? Antworten auf diese Fragen konnten Schülerinnen und Schüler bei der Berufsmesse der Christian-Morgenstern-Schule in Herrsching sammeln. 17 Unternehmen präsentierten sich am 6. Oktober in der Martinshalle und zeigten, wie vielfältig die beruflichen Perspektiven in Herrsching und der näheren Umgebung sind. Ziel der Messe war es, lokale Unternehmen mit Ausbildungs- und Praktikumsplätzen und Mittelschüler unkompliziert zusammenzubringen.
Unter den Ausstellern waren unter anderem die Bäckerei Sigl, die AWA Wasserbetriebe sowie verschiedene Herrschinger Handwerksbetriebe. Statt langer Bewerbungswege stand zunächst das persönliche Kennenlernen im Mittelpunkt. Die Jugendlichen konnten direkt mit den Unternehmen ins Gespräch kommen, Fragen stellen und sich darüber informieren, welche Praktikums- und Ausbildungsplätze angeboten werden.
Rektorin Katharina Casper begrüßte die Schülerinnen und Schüler und ermunterte sie ausdrücklich, diese Gelegenheit zu nutzen. „Ich freue mich, wenn ihr euch eifrig erkundigt“, sagte sie. „Nutzt die Chance. Die Unternehmen sind wegen euch hier, geht auf sie zu!“

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Dass eine Ausbildung weit mehr als eine Alternative zu einem Studium sein kann, machte auch Michael Darchinger, selbst Unternehmer und Vorsitzender des Vereins WIR – Werte in der Region Herrsching, deutlich. Er erinnerte daran, welche Bedeutung Bildung und berufliche Qualifikation für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben. „Vielleicht habt ihr euch schon einmal gefragt, warum so viele Erfindungen aus Deutschland kommen“, wandte er sich an die Jugendlichen. „Vom Auto über die Jeans bis hin zum Computer oder der Aspirintablette. Deutschland hat als erstes Land der Welt die Schulpflicht eingeführt. Das Ausbildungssystem, wie wir es in Deutschland kennen, ist einzigartig. Genau deshalb ist es möglich, dass so viele tolle Firmen entstehen.“
Seine Botschaft an die Schülerinnen und Schüler war entsprechend klar: „Macht den Quali. Er ist so wichtig. Und dann macht eine Ausbildung! Jeder von uns hat eine Fähigkeit, die er ganz besonders gut kann und aus der er etwas machen kann!“ Darchingers eigenes Unternehmen gehörte ebenfalls zu den Ausstellern der Berufsmesse.

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Ein Roboter als Messebesucher
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte DigPanda Robotics aus Herrsching. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Robotern für Service-, Servier- und Reinigungsaufgaben – und brachte einen seiner ungewöhnlichsten „Mitarbeiter“ gleich mit. Während der Berufsmesse fuhr der Roboter durch die Martinshalle und dürfte damit so manchen Blick auf sich gezogen haben.
Gerade dieser Auftritt zeigte anschaulich, wie breit das berufliche Spektrum inzwischen auch vor Ort ist: Neben klassischen Handwerksberufen und etablierten Ausbildungsbetrieben finden Jugendliche in Herrsching und Umgebung ebenso Unternehmen, die sich mit modernen Technologien und Robotik beschäftigen.
Die Berufsmesse setzte dabei bewusst auf Regionalität. Gesucht worden waren im Vorfeld Unternehmen aus dem näheren Umkreis, die Mittelschülern reale Chancen auf Praktika und Ausbildungsplätze bieten.
So wurde die Martinshalle für zwei Stunden zu einem Ort, an dem Unternehmen und potenzielle Nachwuchskräfte ohne große Hürden miteinander ins Gespräch kommen konnten. Und vielleicht führte der eine oder andere Austausch an diesem Abend bereits zum nächsten Schritt: zu einem Praktikum, einer Bewerbung – oder sogar zum künftigen Ausbildungsplatz direkt in der Region.

Unternehmer Michael Darchinger und Rektorin Katharina Casper richteten einige persönliche Worte an die Jugendlichen.

Für Sie berichtete Herrschinger Sandra Eichner.

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