Herrschinger Schlossgartenfest

Kategorie: Veranstaltungen

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Erster Bürgermeister Christian Schiller bei der offiziellen Eröffnung mit der Blaskapelle Herrsching

Drei Tage Sommer, Tradition und Gemeinschaft

Der offizielle Start in die langen Sommerferien, ein abwechslungsreiches Programm und vor allem jede Menge Herrschinger Gemeinschaftsgefühl: Das Schlossgartenfest verwandelte den Kurpark am Ammersee auch in diesem Jahr wieder drei Tage lang in einen Treffpunkt für Jung und Alt. Vom 31. Juli bis 2. August wurde gefeiert, musiziert und bei den traditionellen Wettbewerben natürlich auch ordentlich mitgefiebert. Den Auftakt machte am Freitagabend die Band H3O und sorgte für einen stimmungsvollen Start ins Festwochenende. Am Samstag stand dann die Tradition im Mittelpunkt: Bürgermeister Christian Schiller eröffnete das Schlossgartenfest offiziell, anschließend übernahm die Blaskapelle Herrsching die musikalische Begleitung durch den Nachmittag. Bei sonnigem, sommerlichem Wetter zeigte sich der Kurpark dabei von seiner schönsten Seite. Entsprechend gut gefüllt waren die Bierbänke und Plätze rund um das Kurparkschlösschen. Es wurde geratscht, gegessen, getrunken und gemeinsam gefeiert – schließlich gehört das Schlossgartenfest für viele Herrschinger längst fest zum Sommer am Ammersee. Und zum traditionellen Beginn der langen und vor allem lang ersehnten Sommerferien, in die Bayern bekanntlich als letztes startet.

Balance, Taktik und der unvermeidliche Sprung ins Wasser
Besonders kurzweilige Unterhaltung bot am Samstag das traditionelle Fischerstechen. Das Prinzip klingt zunächst einfach: Zwei Gegner stehen sich auf schmalen Brettern gegenüber, die jeweils aus einem Boot über das Wasser hinausragen. Mit langen gepolsterten Stäben versuchen sie, ihr Gegenüber vom Brett und damit ins Wasser zu befördern. Wer allerdings glaubte, hier entscheide vor allem die reine Körperkraft, wurde schnell eines Besseren belehrt. Gefragt waren vielmehr Balance, Geschicklichkeit und eine gute Taktik – und die ging jeder Teilnehmer ein wenig anders an. Während die einen offensiv den ersten Stoß wagten, versuchten andere zunächst, möglichst sicher zu stehen und den Angriff des Gegners abzuwarten. Manch vermeintlich sicherer Treffer endete so plötzlich mit einem unfreiwilligen Bad des Angreifers. Andere Teilnehmer wiederum hielten sich respektabel lange auf den Brettern und brachten damit nicht nur ihre Gegner, sondern auch die Zuschauer zum Staunen. Entsprechend groß war die Begeisterung am Ufer: Jeder Zweikampf bot eine neue kleine Überraschung – und spätestens beim nächsten Platscher ins Wasser gab es wieder reichlich Applaus und Gelächter. Auch abseits des Wassers war einiges geboten. Die Ballschule der Handballer brachte mit ihrem Mini-Dance Bewegung ins Programm, bevor am Abend „Kzwoa“ mit Rock, Pop, Oberkrainer und Schlagern für Stimmung sorgten.

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Im Sautrog über den Ammersee
Am Sonntagmorgen ging es zunächst etwas gemütlicher los: Beim traditionellen Frühschoppen sorgte die Blaskapelle Herrsching für die passende musikalische Begleitung. Lange ruhig blieb es allerdings nicht, denn am Nachmittag wartete mit dem Sautrogrennen ein weiteres ebenso traditionelles wie lustiges Highlight für Groß und Klein. In den kleinen, alles andere als stromlinienförmigen Gefährten galt es, sich über das Wasser zu bewegen und dabei möglichst die gewünschte Richtung beizubehalten. Was vom Ufer aus vielleicht einfach aussehen mochte, erwies sich auf dem Wasser schnell als Herausforderung. Denn ein Sautrog folgt nicht unbedingt bereitwillig den Vorstellungen seiner Besatzung. So wurde gepaddelt, korrigiert und mitunter auch in eine Richtung gefahren, die ursprünglich gar nicht vorgesehen war. Gerade das machte den besonderen Charme des Rennens aus. Während die Teilnehmer mit Ehrgeiz um jeden Meter kämpften, hatten die Zuschauer am Ufer mindestens ebenso viel Spaß.

Das Sautrogrennen wurde damit einmal mehr zu einem jener Programmpunkte, bei denen Kinder ebenso mitfieberten wie Erwachsene – und bei denen der Spaß mindestens genauso wichtig war wie die Platzierung. Mit dem Mini-Dance der Ballschule und Hardy’s Band ging das Schlossgartenfest am Sonntagabend schließlich musikalisch zu Ende. Ebenso wichtig wie das sichtbare Programm ist das, was hinter den Kulissen geschieht. Das Schlossgartenfest lebt vom Engagement der Herrschinger Vereine und der vielen Menschen, die bei Vorbereitung, Aufbau, Bewirtung, Programm und Durchführung mit anpacken. Auch Bürgermeister Christian Schiller stellte deshalb vor allem dieses Miteinander in den Mittelpunkt und bedankte sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Helfern, die mit ihrem Einsatz die Organisation und Durchführung des Schlossgartenfestes möglich gemacht hatten. Denn genau davon lebt das Fest: Viele engagieren sich – und am Ende feiert ein ganzer Ort gemeinsam. Drei Tage lang zeigte sich im Kurpark damit einmal mehr, was das Herrschinger Schlossgartenfest ausmacht: bayerische Tradition, Musik, jede Menge Spaß und vor allem gelebte Gemeinschaft direkt am Ammersee.

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Für Sie berichtete Sandra Eichner.

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