Der neue Vorstand der MLV Herrsching (von links): Christoph Zöller, Johanna Langmann, Victoria Wesselmann, Alessia Razzi, Friedrich Topitsch, Johannes Bauer und Thomas Folgmann
Musiklehrervereinigung richtet sich neu aus
Nach einer von Umbrüchen geprägten Phase schlägt die Musiklehrervereinigung Herrsching (MLV) ein neues Kapitel auf: Bei der Mitgliederversammlung im Kurparkschlösschen blickte die Vereinsführung gemeinsam mit den Mitgliedern auf ein herausforderndes Jahr zurück. Zugleich stellte sie die Weichen für einen Neuanfang mit einem neuen Vorstandsteam. „Viele Musikschulen habe es zurzeit schwer“, betonte der neue Schulleiter Johannes Bauer, der das Amt von MLV-Gründer Karl Rellensmann im August übernommen hat. Er selbst unterrichtet an einer Musikschule in München, spielt als Gitarrist in verschiedenen Ensembles und kam vor fünf Jahren über das Projekt „Kultur macht stark“ zur Herrschinger MLV.
Um die Gemeinschaft zu stärken und um den Verein langfristig in eine Musikschule umzuwandeln, hat der Vorstand ein paar wichtige Beschlüsse gefasst: Künftig bekommen alle Musiklehrer das gleiche Stundenhonorar. Untereinander verschiedene Sätze zu zahlen, passe nicht zu einer echten Schulgemeinschaft und schade dem Bild nach außen. Auch beim Equipment wird künftig genauer hingeschaut: Wer schuleigene Instrumente für externe Zwecke ausleihen möchte, muss dafür ab sofort einen Antrag bei der Schulleitung stellen.
Als erster und zweiter Vorsitzende des Vorstands wurden Friedrich Topitsch und Alessia Razzi gewählt. Sie übernehmen vorerst auch kommissarisch die Ämter der Schriftführung und des Kassenwarts. Victoria Wesselmann und Thomas Folgmann vervollständigen das Vorstandsteam als Beisitzer.
Neu geschaffen wurde zudem eine eigene Lehrervertretung, um die pädagogischen Anliegen und Interessen des Kollegiums gezielt einzubringen. Christoph Zöller und Johanna Langmann übernehmen ab sofort diesen Posten. Sie kümmern sich künftig unter anderem um die Belange der Lehrkräfte, die Organisation von Konzertveranstaltungen und um das interne Konfliktmanagement.
Ein neuer Vorstand ließ auch ein altes Thema hinfällig werden: Eine Mediation, die noch vor einem Jahr in der Mitgliederversammlung beschlossen wurde, habe sich unter einer neuen Vorstandschaft erledigt. Der Beschluss für ein teures, externes Schlichtungsverfahren wurde mit einer Gegenstimme aufgehoben. Die rund 3000 Euro sollen im Verein bleiben. „Wir brauchen das Geld dringend“, appellierte Bauer. Zusammen mit Topitsch habe er bei Streitigkeiten ein offenes Ohr für die Mitglieder. „Kommt auf uns zu, wenn es Unklarheiten oder Konflikte gibt“.
Auch finanziell gibt es Entwarnung, wie der bisherige Kassenwart Christoph Zöller berichtete: Obwohl die Beseitigung eines Schimmelfleckes in den Unterrichtsräumen der Christian- Morgenstern-Schule rund 20.000 Euro gekostet hat und die freiwilligen Leistungen der Gemeinde durch die Haushaltssperre wegfiel, sei der Verein noch relativ gut aufgestellt.
Schulleiter Johannes Bauer möchte die MLV als Musikschule in die Zukunft führen. Zu den Mitgliedern in der Versammlung sagte er am Schluss: „Ihr macht die Musikschule aus, ihr seid die MLV Herrsching. Wir versuchen euch zusammenzuhalten, so dass wir als Schule weiter bestehen können“.
Für Sie berichtete Nicole Burk







