Es gab wieder viele Ehrungen bei der Wasserwacht Herrsching: Stefan Schiller, Vorsitzender der BRK- Wasserwacht Herrsching, Andrea Huber, Maximilian Mantz, Friedrich „Fips“ Huber, Felix Schärfl, Lea Alvez Mesa, Christine Schneider, Hanna Alvez Mesa und Christoph Aumiller, Vorsitzender der Kreiswasserwacht
Jahresversammlung über spektakuläre Einsätze, starke Jugend und langjährige Treue
Die diesjährige Jahreshauptversammlung der BRK-Wasserwacht Herrsching fand am 17. September im Feuerwehrgerätehaus statt. Im Mittelpunkt standen die vergangenen Einsätze und eine ganz besondere Ehrung für langjähriges Engagement. Beim Rückblick des Ortsvorsitzenden Stefan Schiller auf das Jahr 2025 zeigte sich, dass die Einsätze außerhalb der Dienstzeiten zurückgingen (minus 60 Prozent zu 2024), während der regulären Wachzeiten hingegen zunahmen (plus 70 Prozent). Zu den häufigsten Einsätzen gehörten Sachbergungen (25), Vorfälle mit Seglern (9), Windsurfern (5) sowie die Suche nach Vermissten. Neben Routineaufgaben habe es auch sehr spektakuläre Momente gegeben, wie ein Surfsegel, das ohne Brett versenkt wurde und einen Bootsbrand. „Leider hatten wir auch eine Leichenbergung“, sagte Schiller. Ein Dauerthema sei der Steg gewesen, der aufgrund von Spendenaktionen im Frühjahr 2026 wieder neu gebaut werden konnte. „Allerdings mit ein paar Pfosten weniger“. Da dem BRK die Mittel fehlen, bleibt die Wasserwacht jedoch weiterhin auf Spenden angewiesen.
Mitgliederzahlen und Ehrungen
Die Mitgliederzahl der Ortsgruppe hat sich in den letzten Jahren spürbar erholt: Von den aktuell 241 Mitgliedern sind 46 erwachsene Aktive und 34 aktive Jugendliche im Einsatz. Diejenigen, die 2025 die meisten Wachstunden (sechs Wachtage und mehr) absolviert haben, dürfen sich als Anerkennung auf ein gemeinsames Abendessen freuen. Hanna und Lea Alvez Mesa sowie Christine Schneider wurden für fünf Dienstjahre geehrt. Maximilian Mantz und Andrea Huber sind zehn Jahre aktiv und der ehemalige Ortsgruppenleiter Felix Schärfl ist seit 15 Jahren dabei. Eine ganz besondere und seltene Auszeichnung wurde Friedrich „Fips“ Huber zuteil: Für seine 70-jährige aktive Mitgliedschaft erhielt der 87-Jährige eine Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes. „Er war in guten Zeiten da, er war in schlechten Zeiten da, er war immer da und man konnte ihn alles fragen“, würdigte Stefan Schiller die Wasserwacht- Legende. Auch Bürgermeister Christian Schiller, der vor 30 Jahren selbst aktiv in der Wasserwacht war, erinnerte an Hubers Verdienste als Rettungstaucher, Bootsführer- Ausbilder und Bootsbauer. Er baute die historischen Boote „Gabi“ und „Petra“ und war auch maßgeblich am Aufbau der Wasserwachthütte vor über 40 Jahren beteiligt. Seine Schlussworte richtete Fips Huber, der einst dem Nachwuchs die Schwimmabzeichen- Prüfung abnahm, an die vielen anwesenden Jugendlichen: „Bitte bleibt dabei!“
Für sie berichtete Nicole Burk.







